eSports & Co.: Sind Frauen die geschickteren Gamer?

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Männer sind geschicktere Gamer als Frauen. So ist die weitläufige Meinung von Tausenden Glücksspielern, die von eSports oder anderen Games nicht genug bekommen können. Doch ist dieser Standpunkt in Zeiten der Gleichberechtigung noch tragbar?

Der Blick auf die Gaming-Welt beweist, dass viele Menschen eine besondere Vorliebe dafür haben, Geschlechter gegeneinander auszuspielen. Zudem zeigt der Blick ins Detail auf, dass beide Geschlechter vermutlich von Natur aus einen unterschiedlichen Zugang zu Glücks- und Geschicklichkeitsspielen haben. Männer haben angeblich ein Gespür für Technik und Logik. Frauen werden Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Vorsicht zugeschrieben. Doch gehen sie beispielsweise in Bezug auf Online Glücksspiele eher auf betrugstest.com/online-casino/gluecksspiel/, da sie von Natur aus vorsichtiger sind? Das wird dieser Artikel genauer beleuchten.

Ein Beispiel ist Psychologin und Autorin Maria Konnikova, ein Koryphäe im Bereich des Pokerspiels. Die professionelle Pokerspielerin überlässt im Glücksspiel nichts dem Zufall und vermittelt spannende Einblicke in männliche und weibliche Spielmuster. Doch sind Online Glücksspiele nun für Frauen eine größere Herausforderung als für Männer? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Stattdessen unterscheidet sich das Spielverhalten beider Geschlechter massiv voneinander.

Mittlerweile gibt es mehrere Studien, in deren Fokus die Frage steht, wie Männer und Frauen Glücksspiele angehen. Ein Beispiel ist eine Untersuchung mit dem Titel: “Wie beeinflusst das Geschlecht die Impulsivität und das gesundheitliche Risikoverhalten beim Glücksspiel?” Diese Studie gibt darüber Aufschluss, dass das Geschlecht die Form des Glücksspiels stark beeinflusst.

Im Rahmen dieser Untersuchung bezog sich Autor S. Stoltenberg auf exakte Datenwerte und kam zu dem Entschluss, dass insbesondere US-amerikanische Männer sehr häufig eSports & Co. spielen und neben hohen Gewinnen auch größere Verluste in Kauf nehmen. Einer weiteren durch K. Winters durchgeführten Untersuchung zufolge ist es sogar in akademischen Kreisen üblich, dass 84 Prozent aller College-Studentinnen sowie 91 Prozent aller College-Studenten während ihrer Ausbildung mit irgendeiner Form des Glücksspiels in Kontakt kommen. 

Interessant ist die Rate der drohenden Spielsucht, die sich zwischen beiden Geschlechtern massiv unterscheidet. Untersuchungen zufolge neigen rund 4,2 Prozent aller Männer dazu, eine Spielsucht zu entwickeln. Bei Frauen beläuft sich der Anteil auf 2,9 Prozent. Eine weitere interessante Komponente ist ebenfalls der soziale Hintergrund der Gamer. Rund 14 Prozent aller Männer, die sich dem Glücksspiel-Segment verschreiben, haben einen problematischen sozialen oder psychischen Background. Bei Frauen beläuft sich dieser Anteil nur auf etwa drei Prozent. Generell lässt sich schlussfolgern, dass Männer zumeist wesentlich mehr an eSports und anderen Glücksspielen Gefallen finden als Frauen. 

Doch haben Männer deshalb auch automatisch bessere Glücksspiel-Qualitäten als Frauen? Ganz im Gegenteil, meint Psychologin Maria Konnikova. Ihren persönlichen Glücksspiel-Erfahrungen zufolge können Frauen die Voreingenommenheit der Geschlechter durch Männer sogar zu ihren Gunsten ausnutzen. Psychologische Vorkenntnisse sind im Umgang mit Glücksspielen deshalb von Vorteil. Denn wer versteht, wie der Gegner funktioniert und welche Strategien dieser verfolgt, kann auch einfacher gegen diese spielen.

Treffen Frauen und Männer an Spielautomaten oder bei anderen Games aufeinander, begegnen sich Glücksspieler, die das gegenseitige Duell nicht gewohnt sind. Während Glücksspiele wie Lotto oder Bingo eher sozialer Natur sind, spielt das Ego bei Games wie Poker eine wesentlich größere Rolle. Doch vor allem in diesem Bereich machen sich massive Unterschiede zwischen dem Gaming-Verhalten von Männern und Frauen bemerkbar. So ergeben Untersuchungen, dass es Männern beim Gaming wesentlich schwerer fällt, eine Niederlage zuzugeben. Einen Verlust bei eSports und anderen Spielern empfinden viele Männer als “Beleidigung ihrer Männlichkeit”. Diese Niederlage fällt ihnen noch umso schwerer, wenn sie gegen eine Frau verlieren.

Eine weitere Studie des Wissenschaftlers H. Shaffer geht auf die Prävalenz von Spielstörungen ein. Auch diese Untersuchung bestätigt, dass Männer wesentlich stärker zur Entwicklung einer Spielsucht als Frauen leiden. Die Studie besagt, dass bei 20,1 Prozent aller männlichen Spieler Symptome eines problematischen Glücksspiels diagnostiziert wurden. Im Gegensatz dazu beläuft sich der Anteil bei Frauen nur auf 7,1 Prozent. Die wissenschaftliche Untersuchung wurde zwar schon 1999 durchgeführt. Doch mittlerweile gibt es viele weitere Beispiele, welche diese These stützen.

Aktuelle Umfrageergebnisse entstammen hingegen dem Vereinigten Königreich, in dem die Glücksspielkommission regelmäßig Umfragen durchführt. Basierend auf Informationen der Datenschutzbehörde, gelten hierbei 1,2 Prozent aller Männer sowie 0,2 Prozent aller Frauen als pathologische Spieler. Ähnliche Zahlen unterstreicht eine in Australien durchgeführte Studie, die 1,5 Prozent aller Männer sowie 0,8 Prozent aller Frauen als gefährdet einstuft. Gründe für diese Trends liegen allerdings nicht zwingend im Charakter. Stattdessen gehen Forscher von einer Komposition mehrerer Faktoren wie soziologischen Effekten und genetischer Veranlagung aus.

In den Augen des britischen Mediziners Dr. Robert Lefever schlummert in Männern ein tief verwurzeltes Bedürfnis, Mut zu zeigen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Kultur ist es, sich risikobereit zu präsentieren. Hierbei schrecken männliche Glücksspieler auch nicht davor zurück, ganze Monatseinkommen zu verzocken.

Zusätzlich wird der Hang zum Glücksspiel durch die unmittelbare Umgebung beeinflusst. Deshalb entscheiden sich immer mehr Länder dafür, insbesondere das Angebot von Glücksspielprodukten bei Minderjährigen zu limitieren. Staaten aus aller Welt entscheiden sich dafür, Werbung für eSports und andere Games auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem sind sich Forscher einig, dass eine enge Verbindung bei Männern zwischen einer hohen Risikobereitschaft sowie ihrem Suchtpotential besteht. Besonders hoch im Kurs stehen bei ihnen aktuell unter anderem CSGO Gambling Games. Zudem – so heißt es – strebt das männliche Geschlecht eine erhöhte Sensationssuche an.

Interessante Ergebnisse brachte zudem eine 2006 veröffentlichte Untersuchung von Harris C, Jenkins M hervor, die Männern attestiert, beim Glücksspiel in erster Linie positive Erlebnisse wahrzunehmen. Demgegenüber steht das Verhalten von Frauen – verbunden mit Befürchtungen, dass negative Ergebnisse eintreten.

Generell gibt es keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, ob Frauen oder Männer die besseren Spieler sind. Jedoch belegen viele unterschiedliche Studien, dass Männer aus verschiedenen Gründen dazu neigen, mehr zu spielen. Nach aktuellem Stand sind hingegen beide Geschlechter in gleicher Weise in der Lage, in Geschicklichkeitsspielen zu überzeugen. Die Annahme, dass Frauen bei Videospielen oder eSports schlechter als Männer spielen, ist demzufolge unbegründet: Eine These, die ebenfalls eine Studie der University California, Davis, unterstreicht.

Diese von Kommunikationsprofessorin Cuihua Shen durchgeführte Untersuchung ergibt, dass Frauen beim Gaming ebenso schnell Fortschritte erzielen wie Männer. Tendenzen wie diese könnten schon bald einen Wandel und ein Umdenken in der Gamingbranche erzeugen. Bereits jetzt machen sich erste Entwicklungen bemerkbar, denen zufolge immer mehr Frauen als Gamer agieren und in der Spieleentwicklung tätig sind. Wird sich dieser Wandel in der Zukunft noch verstärken? Das bleibt abzuwarten.

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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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