Ruben Gerlach – der Entwickler hinter dem virtuellen Kartentisch

Kartenspiel
@ Pixabay / TeroVesalainen + Screenshot
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Der Skat-Palast gehört zu den führenden deutschen Spieleplattformen. Mehr als 250.000 Spieler pro Monat schauen regelmäßig am virtuellen Kartentisch vorbei – via Browser, Smartphone oder Kindle, von zuhause, während der Mittagspause am Arbeitsplatz oder unterwegs, als Gelegenheitsspieler oder engagiertes Mitglied virtueller Vereine und Ligaspiele. Ihr Bestehen verdankt diese aktive Community einem der erfolgreichsten App-Entwickler Deutschlands – Ruben Gerlach.

Von Text-Adventures zum virtuellen Kartenspiel

Seine Begeisterung für das Programmieren entdeckte er bereits im Alter von zwölf Jahren. Die ersten Spiele, die er entwickelte, waren Text-Adventures. Mit der Zeit erweiterten sich jedoch sowohl die technischen Möglichkeiten wie auch seine Ambitionen und so beschäftigte er sich als Siebzehnjähriger bereits mit 3D-Programmierung. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Entwicklung eines kompletten 3D-Games allein nicht zu stemmen war. Daher wandte er sich zunächst dem überschaubareren Projekt, ein klassisches Kartenspiel virtuell nachzubilden.

Das Erfolgskonzept jenseits des Codes

Zu Spieleentwicklung gehört mehr als nur Programmierkompetenz – das war Ruben Gerlach von Anfang an klar. Daher setzte er beim Skatpalast bewusst auf ein neues, attraktives Konzept: Mit den damaligen Skat-Apps der Konkurrenz konnte man nur gegen den Computer spielen – und das verliert schnell seinen Reiz. Gerlach dagegen setzte auf das Echtzeit-Spiel mit realen Gegnern und höchst wahrscheinlich war es genau diese soziale Komponente, die seiner Plattform zum Durchbruch verhalf. Kartenspielen funktioniert eben am besten miteinander – und während Skatrunden im realen Leben oft an Terminproblemen und dem fehlenden dritten Mann scheiterten, bot der Skatpalast die Möglichkeit, jederzeit und überall begeisterte Mitspieler zu finden.

Skatpalast
@ Screenshot

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Offenheit der Plattform: Der virtuelle Kartentisch ist für Anfänger und ambitionierte Spieler gleichermaßen geeignet. Wer noch wenig Erfahrung hat, kann den Skatpalast als „Übungsgelände“ nutzen, um seine Fähigkeiten für das nächste Familientreffen oder das zehnjährige Abitreffen aufzupolieren. Fortgeschrittene Spieler können sich in virtuellen Vereinen zusammenschließen und auch an Ligaspielen teilnehmen. So entstand eine aktive Community, deren Mitglieder sowohl die Vorzüge des kostenlosen Spielens wie auch den Mehrwert der vielfältigen Premium-Features zu schätzen wissen.

Tradition als Marketing-Vorteil

Ein großer Vorteil für Gerlach und sein Start-Up war auch der Bekanntheitsgrad des Skatspiels: In Deutschland weiß so gut wie jeder, was sich hinter dem Namen verbirgt und zudem gibt es vielerorts eine aktive Skatkultur. Und so ergibt sich für viele Menschen ganz logisch die Frage, ob man Skat nicht auch auf dem Computer spielen können – und diese Suche führt dann häufig zum Skat-Palast. Ein neues Spielkonzept dagegen erfordert einen erheblichen Marketingaufwand, um Name und Idee überhaupt erst einmal bekannt zu machen.

Skat, Schafkopf, Mau-Mau – wie geht es weiter?

Skat,-Schafkopf,-Mau-Mau
@ Pixabay / niekverlaan + Screenshot

Aus Entwicklersicht bot das virtuelle Skatspiel zudem einen weiteren Vorteil: Kartenspiele sind sich, trotz divergierender Regeln, in ihren Grundprinzipien sehr ähnlich und so bot der virtuelle Skattisch eine optimale Vorlage zur Erweiterung des Angebots. Das grundlegende Framework aus Karten, Community und Shop stand ja bereits und ließ sich problemlos auf andere Spiele übertragen – angepasst werden musste dabei nur die Spielelogik, also das Regelset vom Austeilen der Karten bis hin zur Ermittlung des Gewinners.

Mit weiteren traditionellen Spielen wie Schafkopf und Mau-Mau konnte Gerlach an den Erfolg des Skatpalasts anknüpfen. Für die nähere Zukunft sind neben Skat und Doppelkopf weitere neue Spiele geplant – langfristig möchte Ruben Gerlach jedoch ein neues Projekt in Angriff nehmen und seinen langgehegten Traum von der Entwicklung eines klassischen Rollenspiels umsetzen.

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Über Der Philosoph 802 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

1 Kommentar

  1. Der Ruben ist ein prima Kerl. Hat er doch auch erkannt, wie sich zusaetzliche Onlinekaeufe generieren lassen wenn – hier ueber den Verkauf von Chips, die fuer Spiele gebraucht werden. Werden die Karten noch ein wenig geschoben, wird mehr verloren, und Chips werden verstaerkt nachgekauft. Ziemlich clever.

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