Pokern: Nur ein Hobby für Gentlemen?

Poker
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Elegant gekleidete Männer lassen sich an einem großen Casinotisch nieder. Die Herren tragen alle Smoking und Fliege, es läuft leise klassische Musik im Hintergrund. Die Karten werden ausgeteilt und sie starren sich gegenseitig an, in der Hoffnung, die versteinerte Miene des Gegenübers richtig deuten zu können.

Diese Beschreibung spiegelt so ziemlich alle Klischees des klassischen Pokerspiels wieder. Mittlerweile haben sich die Gegebenheiten etwas geändert. Junge Leute sitzen mit Kapuzenpulli, Sonnenbrille und untertellergroßen Kopfhörern an den Pokertischen. Die Gegner werden nicht mehr angestarrt, sondern höchstens noch aus dem Augenwinkel beobachtet. Die Gewinnchancen ändern sich mit jeder weiteren Karte, die aufgedeckt wird und damit auch die Mimik des Gegners.

Diese zu erkennen und richtig einzuschätzen ist ein großer Vorteil beim Spielen. Sehr gute Spieler zeichnet unter anderem aus, dass sie ihre und die Chancen der Gegner richtig einschätzen können. So lassen sich Bluffs leicht erkennen und entlarven.

Pokern ist zum Massenphänomen geworden. Bedingt durch die immer größere Zahl an Möglichkeiten zum Online-Spiel, haben auch immer mehr Menschen den Weg zum Pokern gefunden.

Die Grundregeln des Pokerspiels sind dabei recht einfach. Ziel der Spiels ist es, am Ende der Runde die besten Karten auf der Hand zu haben oder durch Taktieren alle anderen Spieler zum Aufgeben gezwungen zu haben.

Die derzeit beliebteste Variante ist „Texas Hold’em“. Bei diesem Pokerspiel erhalten alle Spieler zu Beginn zwei Karten, die verdeckt sind, also nur vom jeweiligen Spieler eingesehen werden können. In die Mitte des Tisches legt der Croupier fünf Gemeinschaftskarten, die auch noch verdeckt sind.

Jetzt beginnt die erste Setzrunde. Die Spieler teilen ihre Einsätze mit oder steigen direkt aus, wenn ihre zwei Startkarten zu schlecht sind. Nach der ersten Setzrunde werden die ersten drei Gemeinschaftskarten umgedreht. Die Gewinnchancen am Tisch können sich nun das erste Mal komplett ändern, da die umgedrehten Karten unterschiedlich gut in die bisherigen Kombinationen passen.

Anschließend wird die zweite Setzrunde eröffnet. Die Einsätze werden dabei erhöht, gehalten oder die Spieler können wieder aussteigen. Im Anschluss wird eine weitere Karte umgedreht. Durch diese zusätzliche Karte ändern sich die Gewinnchancen wieder, da dadurch neue Kombinationen möglich werden.

Die dritte Setzrunde läuft wie die zweite ab. Nach dieser Runde wird die letzte Gemeinschaftskarte umgedreht. Alle Gemeinschaftskarten liegen jetzt offen auf dem Tisch, die persönlichen Karten sind noch verdeckt. Jeder Spieler sieht an dieser Stelle, mit was für einer Hand er das Spiel beenden wird. Von den fünf Gemeinschaftskarten kann er drei zu seinen eigenen Karten hinzufügen, um die für ihn beste Kombination zu erhalten.

Nach dem Umdrehen der letzten Gemeinschaftskarte haben die Spieler noch einmal die Möglichkeit zu setzen. Im Anschluss an diese letzte Setzrunde werden auch die verdeckten Karten umgedreht und alle können den Sieger der Runde erkennen.

Nicht alle Spiele enden erst nach vier Setzrunden. Es kommt auch vor, dass fast alle Spieler vorher aussteigen und der letzte verbleibende Spieler die Runde gewinnt, ohne seine Karten überhaupt einmal zu zeigen.

Ebenfalls kann eine Runde schon dann enden, wenn ein Spieler „All-in“ geht, also sein gesamtes Geld in den Pott wirft. Die anderen Spieler können dann mitziehen oder aussteigen. Da keiner mehr erhöhen kann (es ist ja schon alles im Pott), gibt es auch keine weiteren Setzrunden mehr und die Karten werden sofort nach und nach aufgedeckt.

Texas Hold’em ist vor allem durch die zahlreichen TV-Übertragungen zur bekanntesten Pokervariante aufgestiegen. Es gibt aber noch viele weitere Spielstile. Die bekanntesten Varianten davon sind Omaha Hold’em, Seven Card Stud oder Five Card Draw.

Alle Spiele haben dasselbe Wertungssystem, bei allen ist also das As die höchste Karte. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Art, wie die Spieler ihre Karten erhalten. Beim Five Card Draw beispielsweise bekommt jeder Spieler sein fünf Karten auf einmal.

Durch diese unterschiedlichen Varianten sind auch unterschiedliche Vorgehensweisen beim Spielen gefragt.

Pokern
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Texas Hold’em ist nicht nur die verbreitetste Variante, in dieser Form werden auch die meisten Turniere angeboten. Die weltweite Bekannteste von ihnen ist die World Series of Poker. Der Gewinner dieses Turniers darf sich als Pokerweltmeister bezeichnen, was den Stellenwert der Serie wohl am besten beschreibt.

Aber auch viele kleinere Turniere bis hinunter zu den wöchentlichen Turnieren in vielen Casinos werden mittlerweile im Modus Texas Hold’em gespielt.

Wer sich also häufiger im Pokern betätigen möchte, sollte sich mit dieser Variante genauer auseinander setzen.

Über Der Philosoph 590 Artikel

Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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