Welche Tipps gibt es gegen Gürtelrose?

Gürtelrose Welche Tipps gibt es gegen Gürtelrose?

Die Gürtelrose, die auch unter dem Fachbegriff Herpes Zoster bekannt ist, wird durch das so genannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Dieses hat bei den meisten Erkrankten bereits im Kindesalter die Windpocken hervorgerufen. Der Erreger zählt zu den Herpesviren. Die Gürtelrose ist jedoch im Vergleich zu den Windpocken nicht stark infektiös. Sie kann durch eine Immunschwäche des Körpers aktiviert werden. Da die Viruserkrankung im Alter häufiger auftritt, solltest du die typischen Anzeichen kennen. Der folgende Beitrag erläutert dir das Wichtigste zur Gürtelrose.

Die Ursachen für eine Gürtelrose

Damit die Behandlung der Gürtelrose mit Hausmitteln besser verständlich ist, ist es lohnenswert, wenn du die Ursachen kennst, wie der Virus reaktiviert wird. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die Erkrankung nur dann auftritt, wenn das Immunsystem durch verschiedene Gründe stark geschwächt ist. Zu diesen Gründen zählen:

  • Krankheiten wie Grippe und Fieber sowie Aids
  • Psychische Belastungen wie eine Depression, Trauer etc.
  • Stress über einen längeren Zeitraum
  • wenn der Körpers der Sonne ausgesetzt wird
  • Das Immunsystem schwächende Medikamente
    Ungesunde Ernährung

Da die Abwehrkräfte des Körpers nun geschwächt sind, ist das Virus in der Lage, wieder aktiv zu werden.

Symptome einer Gürtelrose

Die Gürtelrose verursacht einen typischen Hautausschlag mit einer Rötung und Bläschen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien sowie starke Schmerzen, da die Nerven selber von der Entzündung betroffen sind. Die Viruserkrankung heilt in der Regel innerhalb weniger Wochen ab, allerdings ist eine frühe Behandlung sehr wichtig, damit das Risiko von Komplikationen verringert werden kann. Den Namen bekam die Gürtelrose dadurch, weil der Ausschlag häufig in einer Streifenform entlang des Rückens oder der Brustwand auftritt, das heißt, sich wie ein Gürtel ausbreitet. Jedoch kann die Gürtelrose auch am Bein oder Arm oder im Gesicht auftreten.

Behandlung der Gürtelrose

Bei den meisten Betroffenen kommt die Gürtelrose nur einmal vor. Nur unter extremen Umständen kann die Viruserkrankung mehrmals im Leben auftreten. Es ist sehr wichtig, dass die Behandlung möglichst früh erfolgt, denn umso zeitiger das Virus bekämpft wird, desto kürzer ist auch der Leidensweg. Die Dauer der Behandlung dauert gewöhnlich ein bis zwei Monate und sollte stets von einem Arzt durchgeführt werden, doch es gibt auch einige Hausmittel, die angewendet werden können, um die Erkrankung zu verkürzen.

Ansteckungsgefahr

Der Kontakt mit dem Bläscheninhalt wirkt bei Gürtelrose ansteckend, wenn die betroffenen Personen noch keine Varizella-Zoster-Viren in sich tragen. Somit besteht die Gefahr der Ansteckung lediglich für Menschen, die niemals an Windpocken litten. Berühren sie die charakteristischen Herpes-Zoster-Bläschen und deren Inhalt, entwickelt sich bei ihnen keine Gürtelrose. Stattdessen erkranken die infizierten Personen an den Windpocken.
Wer bereits die Varizellen durchmachte, braucht keine Ansteckung mit den Erregern des Herpes Zoster zu fürchten. Allerdings besteht immer eine Notwendigkeit, sich von der eitrigen Flüssigkeit im Inneren der Pickel fernzuhalten. Auch Betroffene einer Gürtelrose sollten die Bläschen nach Möglichkeit nicht berühren um jeglichen Kontakt mit dem zoster Virus zu vermeiden. Verteilt man den flüssigen Inhalt der Pusteln versehentlich auf anderen Körperstellen, breitet sich die Gürtelrose aus.

Risiko einer Folgeerkrankung

Bei einer Gürtelrose besteht immer die Gefahr einer Ausbreitung der betroffenen Nervenzellen auf andere Hautregionen wie das Gesicht und die Augen. Dadurch können sich gefährliche Folge-Erkrankungen entwickeln. Reibt der Patient über die offenen Bläschen, gelangt das Virus unter Umständen in das Auge. Hier zeigt sich dann vorwiegend die Hornhaut des Auges betroffen. Die Mediziner sprechen bei diesem Verlauf von einem Zoster ophthalmicus. Die schlimmste Folge besteht in einem Verlust der Sehkraft. Ebenso führt eine weitere Ansteckung von der Gürtelrose im Gesicht zu Schäden an den Gesichtsnerven. Die betroffenen Patienten erleiden beispielsweise eine vorübergehende Gesichtslähmung. Gelangen die Erreger in die Nervenstränge, Ganglien genannt, welche die Ohren versorgen, droht eine partielle Taubheit. Die Ärzte bezeichnen den Herpes Zoster an dieser Stelle als Zoster oticus.

Hausmittel gegen Gürtelrose

In erster Linie handelt es sich bei den Hausmitteln um Tipps, wie die Dauer des Gürtelrose Ausbruchs verkürzt werden kann. Dabei verfolgen die meisten Tipps das Ziel, die Ursachen der Infektion zu vermeiden, damit das Immunsystem nicht noch schwächer wird. Folgende Ratschläge sind hier wichtig:

  • Stress vermeiden
  • Bei psychischen Problemen notfalls professionelle Hilfe holen
  • Die Haut keiner Sonne aussetzen
  • Auf die Zufuhr von Vitaminen achten, insbesondere die B- und C- Vitamine
  • An den betroffenen Stellen Wasser und Reinigungsmittel vermeiden
  • Bettruhe halten
  • Körperliche Anstrengungen vermeiden

Die Behandlung der Gürtelrose mit Medikamenten

Die Behandlung der Gürtelrose dient einerseits dem Ziel, dass durch die Einnahme von virushemmenden Medikamenten die Ausbreitung der Viren verhindert wird und andererseits, dass die Schmerzen und der Juckreiz gelindert werden. Die Medikamente führen dazu, dass die betroffenen Hautstellen schneller heilen. Zudem wird verhindert, dass eine Übertragung der Gürtelrose auf das Gesicht erfolgt. Hier wären die Folgen lange sichtbar. Zu den Wirkstoffen, die eine Ausbreitung des Virus eindämmen sollen, zählen Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir und Brivudin. Eine Behandlung kann äußerlich mit Salben sowie innerlich mit Tabletten erfolgen. Eine Gürtelrose führt oft zu starken Nervenschmerzen, die mit den üblichen Schmerzmitteln meist kaum in Griff zu bekommen sind. Empfehlenswert ist eine Behandlung mit beispielsweise Ibuprofen und Paracetamol. Auch sehr wichtig ist es, dass der Juckreiz bekämpft wird, denn wenn die betroffenen Stellen aufgekratzt werden, kann dies neue und sogar noch stärkere Infektionen verursachen. Hierbei können Zinkoxidschüttelmixturen auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden, wodurch der Juckreiz bekämpft wird.

Fazit

Die Behandlung der Gürtelrose, die eine sehr wichtige Basis für die Heilung bildet, sollte möglichst früh beginnen, auch wenn die Viruserkrankung bei vielen Menschen ein Schamgefühl hervorruft. Für die schnelle Überwindung der Gürtelrose sollte dennoch rasch ein Arzt aufgesucht werden.

Quelle und weiterführende Informationen: www.guertelrose-infektion.de

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