Unterschied zwischen Bifokalbrillen und Gleitsichtbrillen

Bifokalbrillen und Gleitsichtbrillen
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Mit zunehmendem Alter gelingt es vielen Menschen nicht mehr, ohne Brille deutlich zu lesen. Eine Lesebrille schafft Abhilfe. Doch damit kannst du nur Gegenstände in deiner Nähe sehr deutlich erkennen – alles andere bleibt unscharf. Doch wie lässt sich dieses Problem lösen?

Mit einer Brille für die Nähe, mit einer Bifokalbrille, Trifokalbrille oder einer modernen Gleitsichtbrille? Viele Menschen fragen sich, wo hier die Unterschiede liegen. Für wen eignet sich welches Modell? Im folgenden Ratgeber wird alles Wissenswerte erläutert.

Eine reine Lesebrille, Bifokalbrille oder Gleitsichtbrillen? Was soll es sein?

Mit der Alterssichtigkeit benötigen die meisten eine Lesehilfe, da die Nähe nicht mehr so deutlich zu sehen ist, wie es früher der Fall war. Eine Brille schafft den erforderlichen Ausgleich. Wer bereits eine Fernbrille besitzt, nutzt die Lesebrille zusätzlich. Doch zwei Brillen mitzunehmen, ist nicht immer so einfach und praktisch.

Der ständige Wechsel zwischen der Lese- und Fernbrille kann schnell nerven. Daher ist eine reine Lesebrille nicht unbedingt empfehlenswert. Sie eignet sich eher für alle, die für die Ferne keinerlei Korrektur benötigen oder die häufig in der Nähe arbeiten, zum Beispiel vor dem Computer oder bei handwerklichen Tätigkeiten.

Bifokalbrille – zweifache Seh-Korrektur

Die Bifokalbrille hat ein Brillenglas mit zwei Sehbereichen von unterschiedlicher Brechkraft. Sie eignet sich also für alle, die unter zwei Fehlsichtigkeiten leiden. Zumeist handelt es sich hierbei um eine Kurzsichtigkeit, die oft angeboren ist, und eine Alterssichtigkeit, die eben altersbedingt ist.

Bei einer Kurzsichtigkeit ist es in der Ferne nicht möglich, scharf zu sehen. Es wird also eine Fernbrille benötigt. Bei der Alterssichtigkeit ist alles, das sich nah vor den Augen befindet, nicht scharf erkennbar, sodass der Ausgleich mit einer Lesebrille notwendig ist. Brillen, die mehr als eine Fehlsichtigkeit korrigieren, werden als Mehrstärkenbrillen bezeichnet.

Dazu gehört die Bifokalbrille, in die zwei Brillengläser eingearbeitet sind: Im oberen Bereich der Brille kannst du in der Ferne optimal sehen und im unteren Bereich der Brille in der Nähe. Das Wort „Bifokal“, das aus dem Lateinischen stammt, bedeutet „zwei Brennpunkte“.

Das Bifokalglas erzeugt zwei unterschiedliche optische Effekte, sodass diese Brille für zwei verschiedene Entfernungen genutzt werden kann. Wer die Bifokalbrille trägt, kann somit gleichzeitig in die Nähe und in die Ferne gleichzeitig. Zwischen den Glasstärken gibt es aber eine deutlich sichtbare Trennlinie, was viele als nicht unbedingt als attraktiv empfinden.

Denn für die Augen ist der Wechsel zwischen der Nah- und Fernsicht eine Anstrengung – auch wenn die nicht unbedingt so wahrgenommen wird. Vor allem in der Eingewöhnungsphase kann es dabei zu schwindelerregenden Verzerrungen kommen.

Daraus resultiert eine erhöhte Konzentration und Anstrengung beim Sehen, was wiederum Kopfschmerzen und tränende Augen begünstigt. Es empfiehlt sich zu mineralischem Glas zu greifen. Denn dieses kann verschiedene Materialien miteinander verschmelzen, wodurch keine stark spürbare Trennkante entsteht.

Unterschied zwischen der Bifokalbrille und Gleitsichtbrillen

Die Bifokalbrille wird heutzutage zunehmend durch die Gleitsichtbrille verdrängt. Bei einer vorliegenden Alterssichtigkeit entscheiden sich die meisten Brillenträger für dieses Modell. Denn diese Brille bringt einen noch größeren Komfort mit sich.

Bei der Bifokalbrille muss der Blick beim Schauen auf den Boden oder auf eine Treppe erheblich gesenkt werden, um ein deutliches Bild zu erzielen. Der fehlende fließende Übergang zwischen den einzelnen Sehzonen ist damit ein Kritikpunkt.

Wer in allen Entfernungen auf Sehkomfort Wert legt, sollte sich für eine Gleitsichtbrille entscheiden, die alle Entfernungen deutlich abbildet. Durch das besondere Design der Gläser ist es möglich, nahtlos von einer Ferne in die Nähe zu schauen, ohne dass dazwischen ein Sehbereich nicht optimal bedient wird.

Wenn du die Gleitsichtbrille trägst, hast du also stets eine uneingeschränkte Sicht. Gleitsichtgläser verfügen nämlich über mehrere Zonen, die immer ein scharfes Sehen ermöglichen.

Der Übergang zwischen den verschiedenen Bereichen ist bei dieser Brille gleitend und wird nicht gesehen. Doch auch hier kann es anfangs Anpassungsschwierigkeiten geben. Allerdings ist diese Phase zumeist nur von kurzer Dauer und für die Mehrzahl der Träger kein Hindernis.

Bei Gleitsichtgläsern gibt es zum Teil große Qualitätsunterschiede – zu erwähnen ist dabei beispielsweise die Minimierung der Seitenbereiche, in welchen das Sehen unscharf ist. Gleitsichtgläser punkten mit den besten Eigenschaften in optischer Hinsicht, hohem Komfort, den breitesten klaren Sehbereichen sowie der höchsten Verträglichkeit.

Was ist eine Trifokalbrille?

Die Trifokalbrille verfügt über Trifokalgläser. Es handelt sich hierbei um ein Dreistärkenglas. Diese Brillen ermöglichen ein gutes Sehen im Nah- und Mittel- und auch im Fernbereich. Hier sitzt der Sehbereich für mittlere Entfernungen mittig, für die Ferne im oberen Bereich und für die Nähe unten.

Bei der Trifokalbrille ist die Trennlinie, genau wie bei der Bifokalbrille, zwischen den verschiedenen Sehbereichen deutlich erkennbar. Die Augen müssen sich an die Übergänge oftmals erst gewöhnen. Auch die Trifokalbrille wurde mittlerweile fast gänzlich durch die Gleitsichtbrille ersetzt.

Welche Brille ist die Richtige?

Ob du nun zu einer Bifokal- oder Gleitsichtbrille greifst, hängt von deinen Bedürfnissen ab. Bist du beispielsweise gerne aktiv und willst in jeder Lebenslage den Durchblick behalten, dann ist dir eine Gleitsichtbrille ans Herz zu legen.

Reicht es dir hingegen aus, wenn beim Sehen deine Grundbedürfnisse abgedeckt werden, dann bist du mit einer Bifokal-Brille besser beraten. Hier hast du des Weiteren den Vorteil, dass dieser Artikel mit einem einfachen Glasdesign zu haben ist. Auch mit Anpassungsschwierigkeiten musst du bei diesem Modell nicht rechnen.

Es lohnt sich aber durchaus, das Beratungsgespräch bei einem Optiker in Anspruch zu nehmen. Er verfügt in der Regel über ein großes Maß an Erfahrung und weiß, welche Brille den Bedürfnissen seines Kunden gerecht wird.

Natürlich berücksichtigt ein Optiker in Bezug auf die Wahl deine Wünsche. Denn auch wenn Bifokal-Gläser heute nur noch selten verwendet werden, so fertigt die Fachkraft sie bei Bedarf trotzdem für dich an.

Achte auf die Fassungsgröße

Sowohl Bifokal- als auch Gleitsichtbrillen brauchen eine ausreichend große Form. Nur auf diese Weise ist es möglich, auf den Gläsern alle Sehbereiche zur Verfügung zu stellen. Wende dich vor deiner Wahl also an deinen Optiker und halte dich an seine Angaben. Bei der Mehrzahl der Anbieter sind ausreichend große Rahmen entsprechend gekennzeichnet. So ersparst du dir eine langwierige Suche.

Viele Hersteller passen bei der Produktion der Gleitsicht- und Bifokal-Brillen auch die Gläser an den Träger an. Sie berücksichtigen dabei dessen Kopfform, die Art des Gestells sowie den gewünschten Leseabstand. Denn jene Faktoren nehmen erheblichen Einfluss auf die einzelnen Sehbereiche im Glas. Mit einem maßgeschneiderten Gleitsichtglas wird den Kunden ein hohes Maß an Komfort gewährt. Von Bedeutung ist dies insbesondere dann, wenn die Brille im täglichen Leben eingesetzt werden soll.

Wie viel kosten die Brillen?

Der Preis der Brille ist von mehreren Faktoren abhängig. Überlege dir am besten schon im Vorfeld, wie viel Geld du für deine Lesehilfe ausgeben willst. Es lohnt sich allerdings nicht, den Preis zum alleinigen Entscheidungskriterium zu machen. Bedenke, dass der Kauf einer Brille eine Investition für mehrere Jahre ist. Von ihr hängt auch die Gesundheit deiner Augen ab. Zahle im Zweifelsfall also einen etwas höheren Preis – dein Sehvermögen wird es dir danken.

In der Regel sind Bifokal-Gläser ein wenig günstiger als Gleitsichtbrillen. Allerdings lassen sich erstere nicht so vielseitig einsetzen. Für den Alltag sind sie also nur bedingt geeignet. Der Preis richtet sich aber auch nach dem Gestell. Greifst du hierbei zu einem Designermodell, musst du mit höheren Ausgaben rechnen. Willst du zusätzlich die Gläser an deine Gesichtsform anpassen lassen, steigt der Preis für die Gleitsicht- oder Bifokal-Brille ebenfalls.

Willst du Geld sparen, kann es sich für dich lohnen, die Preise bei mehreren Optikern miteinander zu vergleichen. Lasse dir dafür von verschiedenen Anbietern Kostenvoranschläge zukommen. Auf diese Weise kannst du dir einen guten Überblick über das Preis-Leistungsverhältnis der einzelnen Optiker verschaffen und so eine wohlüberlegte Entscheidung treffen.

Diese Faktoren beeinflussen die Kosten:

  • Art der Brille (Gleitsicht- oder Bifokal-Brille)
  • Hersteller des Gestells
  • Ist eine Anpassung der Gläser gewünscht?
  • Preisvorschlag des Anbieters

Fazit

Viele Menschen sind kurzsichtig, sodass sie entfernte Dinge nicht mehr scharf erkennen. Je weiter sie entfernt sind, desto verschwommener sehen sie diese. Die Kurzsichtigkeit kann mit einer Brille gut korrigiert werden. Hierfür eignet sich die Einstärkenbrille. Mit zunehmendem Alter lässt jedoch auch die Sehkraft nach, insbesondere in der Nahsicht. Dies wird als Alterssichtigkeit bezeichnet. Auch jenes Problem lässt sich mit einer Brille gut korrigieren.

Doch was, wenn beide Fehlsichtigkeiten vorliegen – also eine Kurzsichtigkeit und Alterssichtigkeit? In diesem Fall eignet sich eine Gleitsichtbrille, die wesentlich mehr Komfort bietet als die Bifokalbrille oder Trifokalbrille. Bei der Gleitsichtbrille geht die Korrektur gleitend oder stufenweise von oben nach unten. Die verschiedenen Sehbereiche auf dem Gleitsichtglas greifen fließend ineinander.

Damit ist die Gleitsichtbrille sozusagen eine komfortable Fern- und Nahbrille in einem. Welche Brillenart letztendlich gewählt wird – ob Bifokal-, Trifokal- oder Gleitsichtbrille – muss jedoch jeder für sich entscheiden. Auch der Geldbeutel spielt eine Rolle, denn die Herstellung der Gleitsichtbrille ist aufwendiger und somit teurer. :)


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Über Der Philosoph 1294 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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