Chondropathia patellae – wenn die Knie Probleme bereiten

Chondropathia patellae
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Menschen, die unter einer Chondropathia patellae leiden, haben mit verschiedenen Kniebeschwerden zu kämpfen. Wenn sie beispielsweise Treppen hinuntergehen, schmerzen die Knie. Nach einem längeren Sitzen fallen die ersten Bewegungen sehr schwer. Dies und vieles mehr sind Anzeichen für eine Chondropathie (Knorpelerkrankung) an der Rückfläche der patella, was für Kniescheibe steht.

Da auf den Knorpelüberzug oftmals hohe mechanische Belastungen wirken und die nötigen Reparaturprozesse langsam ablaufen, entsteht häufig ein Knorpelschaden. Meist sind beide Knie von der Erkrankung betroffen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Behandlung und daneben können Betroffene selber eine Menge tun, um schmerzfrei zu werden.

Chondropathia patellae – die schmerzhafte Knorpelerkrankung

Das Knie ist unser größtes Gelenk. Es verbindet die Kniescheibe (Patella), den Oberschenkelknochen (Femur) und das Schienbein (Tibia) miteinander. Ohne unsere Knie wäre es nicht möglich, die Beine zu strecken und zu beugen. Das Innere des Kniegelenks ist mit einer Knorpelschicht bedeckt, die mehrere Millimeter dick ist und Schutz bietet, denn sie fungiert als eine Art Stoßdämpfer und sorgt dafür, dass wir die Knie bewegen können, ohne dass es zu Schmerzen kommt.

Doch dies funktioniert nicht wie gewünscht, wenn die Chondropathia patellae vorliegt. Der Knorpel verschlechtert sich in diesem Fall an der unteren Seite der Kniescheibe (medizinisch Patella) und wird weich. Am Gelenkknorpel zeigen sich meist degenerative Beeinträchtigungen. Dieses Knorpelleiden betrifft oftmals auch schon jüngere Menschen und geht mit verschiedenen Symptomen einher, beispielsweise:

  • im Frühstadium Druckgefühl an den erkrankten Gelenken
  • mit fortschreitender Erkrankung Schmerzen, anfangs bei Bewegung, später ebenso im Ruhezustand
  • schmerzende Knie beim Treppenlaufen, Aufstehen nach einem längeren Sitzen oder Hinhocken
  • nächtliche Beschwerden, wenn die Knie länger gebeugt waren
  • Bewegungseinschränkungen aufgrund der Schmerzen
  • Gelenkergüsse mit Schwellungen ebenso möglich

Auch nachts kann es zu Schmerzen kommen. Dies wirkt sich nicht nur auf die Schlafqualität negativ aus, sondern auch auf die Psyche. Im schwerwiegenden Fall kommt es bei einer starken Ausprägung der Erkrankung oft zur Knochenexposition, also einem Knochen-zu-Knochen-Reiben im Knie.

Was sind die Ursachen für die Chondropathia patellae?

Das Kniegelenk wird stark beansprucht, sodass es sehr anfällig für einen Verschleiß an den Knorpelflächen ist. Die Rückfläche der Kniescheibe beispielsweise muss beim Strecken des Beins sehr starke Zugkräfte der Muskulatur des Oberschenkels auf den Unterschenkel übertragen. Kommen dann noch ungünstige Faktoren dazu, nimmt das negative Geschehen häufig seinen Lauf. Zu den möglichen Ursachen der Chondropathia patellae gehören:

  • Leistungssportler
  • intensive körperliche Arbeit im Job, beispielsweise durch kniende Tätigkeiten bei Fliesen- oder Bodenverlegern
  • Fehl- und Überbelastungen
  • Abnutzungen an den Gelenkknorpeln
  • Verschleiß durch den Alterungsprozess
  • Entzündung des Gelenks, beispielsweise bei einer rheumatoiden Erkrankung oder durch eine bakterielle Infektion
  • falsche Knieausrichtung
  • Fehlstellung oder Missbildung des Gelenks
  • Plattfüße können das Kniegelenk stärker belasten
  • äußere Gewalteinwirkung wie Verletzungen, beispielsweise beim Sport, Arbeitsunfälle oder Stürze
  • Übergewicht als weiterer Risikofaktor

Da sich hinter der Chondropathia patellae sehr vielfältige Ursachen verbergen können, ist es nicht immer so einfach, den oder die Auslöser abschließend zu ermitteln. Die Erkrankung macht sich meist erst dann bemerkbar, wenn zu den Knorpelbeeinträchtigungen noch andere Risikofaktoren wie umfassende kniende Beschäftigungen oder zu belastende Sportarten hinzukommen. Chondropathia patellae wird häufig im Sport als Überlastungsverletzung angesehen.

Wenn das Training für einige Tage lang unterbrochen wird, verbessern sich die Beschwerden häufig wieder. Welche Sportart ausgeübt wird, spielt ebenso eine Rolle. Kurze Stoßbelastungen wie beim Tennis Stoppschritte sowie exzessives Laufen sind ungünstig. Wer Sportarten ausübt, die mit einer hohen und/oder einseitigen Belastung der Gelenke einhergehen, oder oft Arbeiten durchführt, bei denen es zur ungünstigen Gewichtsbelastung kommt, hat ein höheres Risiko für die Chondropathie.

Manchmal sind sogar Kinder im Wachstum schon davon betroffen. Während der Wachstumsschübe entwickeln sich die Knochen und Muskeln schnell. Dies begünstigt kurzzeitige Muskel-Ungleichheiten. Insbesondere bei körperlich aktiven Kindern kommt die Erkrankung relativ häufig vor. Auch ältere Menschen, die unter einer Kniearthrose leiden, können betroffen sein. Genetische Faktoren spielen ebenso eine Rolle: Bei manchen ist das Knorpelgewebe anlagebedingt weniger belastbar.

Verschiedene Schweregrade bei der Chondropathia patellae

Die Grade reichen von Grad 1 bis Grad 4 und verdeutlichen die Schwere und das Ausmaß der Chondropathia patellae:

Grad 1: am wenigsten schwerwiegend, Erweichung des Knorpels im Bereich der Knie
Grad 2: Erweichung des Knorpels und abnormale Oberflächeneigenschaften, beginnende Gewebeerosion
Grad 3: Ausdünnung des Knorpels, aktive Gewebeverschlechterung
Grad 4: höchster Schweregrad und schwerste Ausprägung, Exposition des Knochens, signifikante Schädigung des Knorpels

Verlauf und Behandlung

Meist kommt es zum positiven Krankheitsverlauf, sodass es keine Komplikationen gibt und keine bleibenden Schäden zurückbleiben. Eine Behandlung ist nicht immer erforderlich, denn die Erkrankung heilt häufig von allein wieder ab. Wenn die Schmerzen im Knie länger als drei Tage vorhanden sind, sollte ein Orthopäde aufgesucht werden, um die Ursachen und das Ausmaß zu ermitteln.

Das Ziel der Behandlung besteht darin, den Druck auf die Kniescheibe und das Gelenk zu verringern. Ruhen, Stabilisierung und Vereisung des Gelenks können hilfreich sein. Mit genügend Ruhe kann sich der Knorpelschaden oft von selbst reparieren. Daneben kann der Arzt entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel verschreiben. Physiotherapie kann ebenso sinnvoll sein. Kann sich der Knorpel nicht regenerieren, ist teilweise eine OP nötig.

Zusammenfassung

Es gibt eine große Vielzahl von verschiedenen Faktoren, die das Risiko für eine Chondropathia patellae erhöhen. Die genauen Beschwerden sind davon abhängig, ob der Knorpelschaden plötzlich entstanden ist, beispielsweise durch eine Verletzung oder einen Unfall, oder er sich wie beim Verschleiß schleichend entwickelt hat. Viele Betroffene leiden unter starken Schmerzen im Knie, insbesondere im Bereich der Kniescheibe. Die genaue Behandlung hängt von der Ursache und den Beschwerden ab. Wichtig ist es oftmals, den Lebensstil zu optimieren.

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Über Der Philosoph 1040 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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