Cushioning – mehrere Partner daten oder mehrere Beziehungen haben

Cushioning
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Hast du schon mal den Begriff Cushioning gehört und dich gefragt, was sich dahinter verbirgt? Zunächst einmal könnte man sagen, dass es ein fieser Dating-Trend ist. Cushioning bedeutet etwas wie „Polster“. Wer es betreibt, hat zwar eine Beziehung, pflegt jedoch daneben als „Polster“ noch zwei bis drei weitere Kontakte, falls es zu einer Absage kommt. Der Sinn liegt darin, dass sie dann von der einen Beziehung in die nächste gleiten können. Man kann es auch als Warmhalten bezeichnen. Falls die eine Partnerschaft zerbricht, fällt man schön weich und angenehm in die nächste, das ist die Idee, die Cushioner darin sehen. Doch warum legen manche Menschen solch schlechtes Verhalten an den Tag? Dieser Frage sind wir nachgegangen. Zudem erhältst du Tipps, wie du am besten vorgehst, falls du den Verdacht hast, an einen Cushioner geraten zu sein.

Cushioning – gemeiner Dating-Trend

„Cushion“ stammt aus dem Englischen und heißt „Kissen“ oder „Polster“. Trotz fester Beziehung halten sich, die danach streben, noch einige potentielle Partner in der Hinterhand. Dies kann als berechnend bezeichnet werden, zumal sie sich auf den einen Partner nie so ganz eingelassen haben. Für ihn fühlt es sich, wenn alles ans Tageslicht kommt, so an, als hätten die Zweit- und Drittbesetzung schon lange darauf gewartet, dass man ausgetauscht wird, wenn mal irgendwas nicht mehr so klappt und man für die „Hauptrolle“ nicht mehr perfekt genug ist. Cushioning-Betreiber nutzen ihre Partner wie auswechselbare Gegenstände, denn sie sind lediglich eine Option, statt eine Priorität. Man könnte Cushioning auch damit beschreiben, von einem ins nächste Bett zu wandern. Dass dies nicht akzeptabel ist, scheint schnell einzuleuchten. Die Gründe für das Cushioning sind den Betroffenen natürlich egal, denn ihnen wird oder wurde damit das Herz gebrochen. Es muss sich übrigens beim Cushioning nicht unbedingt um eine Beziehung handeln, sondern es können auch Dates sein. Dazu werden einfach mehrere weitere Personen gedatet und jede oder jeder denkt, es könnte daraus eine feste Beziehung werden, zu der es jedoch wahrscheinlich nicht kommen wird.

Cushioning sollte sich niemand gefallen lassen

Niemand sollte Cushioning akzeptieren, denn jeder sollte sich selbst so viel wert sein, dass er sich nicht als „Polster“ ausnutzen lässt. Natürlich kann es auch mal passieren, sich nicht entscheiden zu können und sich unsicher zu sein, wer denn die oder der bessere ist. Dies erleben wahrscheinlich viele Singles einmal und vielleicht auch die, bei denen sich bereits eine Beziehung anbahnt. Doch dies sollte keinesfalls zu lange andauern und nicht zu häufig vorkommen. Wer immer wieder parallel Beziehungen pflegt, ist einfach nur egoistisch, selbstsüchtig und unfair dem anderen gegenüber. Es wird mehreren Menschen gleichzeitig die Hoffnung gemacht, dass sich noch eine feste Beziehung entwickeln könnte, wenn der Eindruck nicht ohnehin bereits vermittelt wird. Doch diesbezüglich besteht meist gar kein Interesse, denn da sind ja noch die anderen.

Es gibt verschiedene Gründe für das Cushioning

Als Entschuldigung sagen sie sich oft selber, dass sie sich nicht entscheiden können. Damit rechtfertigen sie es sich selbst gegenüber. Dabei wissen sie eigentlich genau, dass die anderen Kandidaten oder Kandidatinnen nur Plan B sind. Oftmals sind es aber genau die, die es mit ihm oder ihr ernst meinen und sich bemühen. Doch warum sind sie so? Warum betreiben sie Cushioning? Die Gründe sind sehr vielfältig:

  • Manchmal steckt dahinter die Angst, alleine zu sein. Betroffene zeigen also ein Verhalten, das von Verlustangst geprägt ist.
  • Anders herum könnte es auch als Bindungsangst bezeichnet werden.
  • Bei wieder anderen ist es nicht die Angst, alleine zu sein, sondern die Angst, verletzt zu werden, beispielsweise aufgrund von früheren schmerzhaften Erfahrungen wie ein Betrug innerhalb der Beziehung.
  • Auch ist es möglich, dass zum Ausgleich eines zu niedrigen Selbstwertgefühls nach Bestätigung und Anerkennung durch andere gesucht wird.

Welcher Grund sich auch immer dahinter verbirgt, alle haben gemeinsam, dass sie sich eine Absicherung wünschen, wenn es mit dem bevorzugten Favoriten nicht klappt.

Wie am besten auf Cushioning reagieren?

Im Allgemeinen ist es ja grundsätzlich nicht verkehrt, sondern eher hilfreich, für verschiedene Lebenssituationen noch einen Plan B zur Verfügung zu haben. Doch dies gilt natürlich nicht für die Beziehung. Hier ist es völlig unangemessen, sich einen Plan B, also einen Ersatz für schlechte Zeiten, bereit zu halten. Menschen können nicht einfach behandelt werden wie Gegenstände oder Turnschuhe, die bei Bedarf einfach ausgetauscht werden können. Dieses Verhalten, Cushioning, ist völlig inakzeptabel. Falls du den Verdacht hast, dass dein Partner es betreibt, sei dir nur eines geraten: Verabschiede dich so schnell wie möglich von ihm, ohne wenn und aber. Für eine gut funktionierende und stabile Beziehung sind Vertrauen und Nähe sehr wichtige Faktoren. Doch davon wirst du nicht viel fühlen. Darauf wirst du bei deinem Cushioner vergeblich warten und hoffen. Daher solltest du lieber heute als morgen einen Schlussstrich ziehen, um dich und deine Gefühle zu schützen. Cushioning kann in der Praxis zumindest langfristig gesehen auf keinen Fall funktionieren. Ganz im Gegenteil. Es ruiniert früher oder später die Beziehung und geht mit schwer verletzten Gefühlen einher. Denn wer erfährt, vielleicht Ewigkeiten lang belogen und betrogen worden zu sein, wird sich ganz sicher schlecht fühlen. Wer eine Partnerschaft mit einem Cushioner anfängt, kann es genauso gut auch sein lassen, denn sie macht einfach keinen Sinn.

Fazit

Menschen, die Cushioning betreiben, handeln nicht immer vorsätzlich, beispielsweise wenn der Grund die Angst, alleine zu sein, ist. Oftmals gehen die Gründe mit einer Bindungsangst oder Verlustangst einher. Doch dieses Verhalten kann dennoch nicht akzeptiert werden, denn dies hat sich niemand verdient. Selbst, wenn manche Gründe für Cushioning vielleicht verständlich sein könnten, es gibt keine Entschuldigung dafür. Hier kann, wenn überhaupt, nur ein Therapeut helfen, die Gründe für das Verhalten des Cushioners herauszufinden und ihn zum Umdenken zu bewegen.

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Über Der Philosoph 676 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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