Die 10 größten österreichischen Unternehmen nach Mitarbeiterzahl

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Die 500 größten österreichischen Unternehmen haben aktuellen Zahlen nach zusammen fast zwei Millionen Mitarbeiter und fast 500 Milliarden Euro Umsatz. Am meisten erwirtschaftete die OMV. Wer allerdings denkt, dass umsatzstarke Konzerne wie OMV, die ÖBB oder Porsche auch die meisten Mitarbeiter haben, liegt falsch.

Nach Mitarbeiterzahl gerechnet liegen zwei Unternehmen ganz vorn, die wahrscheinlich nur Wenige auf der Rechnung haben, wenn es um die größten österreichischen Unternehmen nach der Anzahl der Mitarbeiter geht. Dabei haben die meisten Österreicher eine der zahlreichen Filialen der beiden Spitzenreiter wahrscheinlich erst vor kurzem besucht. Denn – wie übrigens auch in Deutschland – führen Einzelhandelsriesen das Ranking an.

Rewe International ist österreichischer Marktführer im Lebensmitteleinzelhandel und Teil der Rewe Group. Der Konzern ist neben Österreich auch in Bulgarien, Kroatien, Italien, Rumänien, Russland, der Slowakei, Tschechien, der Ukraine und Ungarn aktiv. Insgesamt betreibt Rewe International von seinem Hauptsitz in Wiener Neudorf aus rund 4.000 Filialen.

Das heutige Unternehmen geht auf den 1953 von Karl Wlaschek gegründeten Billa-Konzern zurück. Neben Billa und Bipa gehören auch Adeg, Merkur und Penny dazu. Im Touristik-Bereich ist Rewe International mit den Markt ITS Billa Reisen und Jahn Reisen aktiv.

Die Spar Österreich-Gruppe mit Sitz im Salzburger Stadtteil Taxham hat mehr als 1.500 Standorte in ganz Österreich. Neben Spar-Supermärkten zählen Spar-Gourmet-, Eurospar- und Interspar-Hypermärkte sowie Restaurants und Spar-Express-Tankstellenshops zu dem Handelsunternehmen.

Spar liefert sich in Österreich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Rewe, was die Umsatzanteile und Mitarbeiterzahlen betrifft. Die Spar Österreich-Gruppe ist derweil das einzige große Unternehmen im Lebensmittelhandel, das komplett in österreichischem Besitz ist. Gegründet wurde es Mitte der 1950er-Jahre nach dem Vorbild eines in den Niederlanden entwickelten Konzepts.

Die Strabag SE gehört zu den größten österreichischen Unternehmen und zugleich zu den größten Bauunternehmen Europas. Der Konzern geht auf die Gründung einer Maschinenbaufirma namens Remy und Reifenrath im hessischen Herborn im Jahr 1866 zurück. Den Namen Strabag (Straßenbau-Actien-Gesellschaft Niederlahnstein) trägt der Konzern seit 1923.

Neben den deutschen Wurzeln hat die Strabag auch österreichische und italienische (Lerchbaumer/Isola) – ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert. Mittlerweile ist die Strabag AG in Deutschland 100-prozentige Tochter der Wiener Strabag SE. Dazu gehören auch Efkon und Josef Möbius Bau-GmbH.

Die Voestalpine mit Sitz in Linz ist ein Stahlkonzern, der auch in den Bereichen Technologie und Industriegüter agiert. Der Konzern mit seinen 500 Gesellschaften und Standorten ist in über 50 Ländern weltweit vertreten.

Die Voestalpine ist – wie auch Siemens VAI – aus dem 1938 gegründeten und später verstaatlichten Stahlkonzern VÖEST (Stichwort: Reichswerke „Herrmann Göring“ Linz) hervorgegangen. Bis 1995 befand sich die Voestalpine noch zu 100 Prozent im Staatseigentum. Die Privatisierung wurde durch den Börsengang in Wien im selben Jahr eingeleitet.

Signa Retail ist einer der beiden großen eigenständigen Geschäftsbereiche des im Jahr 2000 von René Benko gegründeten Unternehmens Signa Holding. Während in Signa Retail der Handelssektor des Konzerns gebündelt ist, umfasst Signa Real Estate den Immobilienbereich.

Seit dem Erwerb von 49 Prozent der Anteile an der Auslandstochter der deutschen Funke Mediengruppe hält Signa über Signa Media auch Anteile an den beiden österreichischen Tageszeitungen Kurier und Kronen Zeitung. Im Bereich Handel gehört Signa unter anderem die deutsche Warenhauskette Karstadt mit dem KaDeWe.

Mit der Verstaatlichung des Bahnnetzes in Österreich-Ungarn Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die k.k. österreichischen Staatsbahnen, die seit 1923 unter dem Namen Österreichische Bundesbahnen firmieren. Interessant: In den 1920er- und 1930er-Jahren muss sich der Konzern BBÖ nennen, weil die Abkürzung ÖBB von der schweizerischen Oensingen-Balsthal-Bahn verwendet wurde.

Zur ÖBB-Holding, der größten Eisenbahngesellschaft Österreichs, gehören unter anderem die Österreichische Postbus AG sowie die für Güterverkehr und Logistik zuständige Rail Cargo Austria AG. Die ÖBB fahren im Fernverkehr (Railjet, ICE und Eurocity) und Nahverkehr (S-Bahn, REX).

Daniel Swarovski, ein aus Nordböhmen stammender Glasschleifer, gründete 1895 in Wattens in Tirol ein Unternehmen, das heute Milliardenumsätze verbucht. Das auf die Herstellung von Kristallschmuck, optischen Präzisionsgeräten sowie LED-Leuchten und Parfüm spezialisierte Swarovski besteht aus drei Kommanditgesellschaften.

Diese drei Unternehmen heißen D. Swarovski, Swarovski Optik und Tyrolit. Swarovski betreibt zudem vier eigene Wasserkraftwerke sowie Anlagen zur Abwasserreinigung. 100 Jahre nach der Gründung der Firma, im Jahr 1995, eröffnete Swarovski in Wattens das Museum Kristallwelten, die jedes Jahr von mehreren Hunderttausend Menschen besucht wird.

Die Porsche Holding GmbH ist zwar auch eines der größten österreichischen Unternehmen, gehört aber seit dem Frühjahr 2011 zur Volkswagen AG. Der Wolfsburger Automobilkonzern legte damals 3,3 Milliarden Euro für die Porsche Holding auf den Tisch. Das Unternehmen mit Sitz in Salzburg ist im Groß- und Einzelhandel von Fahrzeugen tätig.

Gehandelt werden Fahrzeuge der VW-Marken. Außerdem bietet die Porsche Holding Finanzdienstleistungen an und entwickelt IT-Systeme. Die Gründung erfolgte 1947, als das Konstruktionsbüro Ferdinand Porsches von den Geschwistern Ferry Porsche und Louise Piëch nach Österreich verlegt wurde.

Der österreichische Glücksspielkonzern Novomatic AG ist in 70 Ländern rund um den Globus aktiv. Der Stammsitz des 1980 gegründeten Konzerns, der zunächst auf Herstellung und Vertrieb von Glücksspielautomaten fokussierte, befindet sich im niederösterreichischen Gumpoldskirchen.

Gründer war der gelernte Fleischermeister Johann F. Graf. Zu Novomatic gehören unter anderem der Sportwetten-Anbieter Admiral Sportwetten GmbH, das Spieleunternehmen Greentube und die deutsche Löwen Entertainment GmbH. Die Novomatic ist in Österreich wohl in die sogenannte Casinos-Affäre verwickelt und spielte auch eine Rolle in der Ibiza-Affäre. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

In 14 europäischen Ländern und an mehr als 200 Standorten ist die 1985 von dem Ingenieur Richard Trenkwalder und auf Personaldienstleistungen spezialisierte Trenkwalder Group AG aktiv. Das Unternehmen gehörte zu den ersten, die in Österreich eine Lizenz für Personalleasing erhielten. In Österreich und Ungarn ist Trenkwalder Marktführer.

Das Unternehmen befindet sich seit 2011 im Besitz der Düsseldorfer Droege Group. Trenkwalder hat in Österreich mehrere Preise erhalten, darunter den Österreichischen Staatspreis für Beschäftigung (1996), den Entrepreneur of the Year Award (2007) sowie die Ehrung Career’s Best Recruiter in Gold (2011).

Im internationalen Vergleich nehmen sich die Mitarbeiterzahlen der größten österreichischen Unternehmen nahezu gering aus. Allein die US-Konzerne Walmart und McDonald’s haben jeweils mehr Mitarbeiter als die Top-500 der österreichischen Firmen zusammengenommen. Ganz zu schweigen vom Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten, das mit über drei Millionen Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Welt ist.

In Deutschland gibt es mit Volkswagen und der Deutschen Post DHL Group zwei große Konzerne, die immerhin jeweils mehr als eine halbe Million Mitarbeiter haben. Geht es um die Zahl der Beschäftigten in Deutschland liegt wie in Österreich ein Einzelhandelskonzern vorn. Der größte Arbeitgeber in Deutschland ist der Edeka-Verbund, dahinter folgt die Volkswagen AG und auf dem dritten Platz liegt die Rewe Group.

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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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