Hausmittel gegen Harzflecken – welche gibt es?

Hausmittel gegen Harzflecken
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Viele fragen sich, welche Hausmittel gegen Harzflecken es gibt, denn bei einem Waldbesuch, beispielsweise beim Pilze sammeln oder Anlehnen an einen Baum, oder bei Möbeln aus frischem Holz sind sie schnell möglich. Auch unter Bäumen geparkte Autos können mit Harzflecken verunreinigt sein. Beim Harz handelt es sich um eine zähe, klebrige, gelbliche oder bräunliche, klare oder trübe Flüssigkeit. Sie wird von Bäumen abgesondert und dient ihnen zur Wundheilung. Lies hier, wie du Harzflecken entfernen kannst.

Hausmittel gegen Harzflecken – das Material ist entscheidend

Der Baumstamm wird von unten nach oben durch Harzkanäle durchzogen. Sie speichern das Harz, bis es benötigt wird. Wenn die Rinde beispielsweise angeschlagen oder angeritzt wird, tritt das Harzbalsam zum Schutz nach außen. Es besteht aus sekundären Pflanzenstoffen (Terponoiden) und ätherischen Ölen. Wenn die Mischung trocknet, wird sie zu Harz. Dies musst du dir in etwa so vorstellen, dass du stürzt und dabei dein Knie verletzt.

Es blutet erst und danach wird eine helle Flüssigkeit gebildet, die die Wunde verschließt. So ungefähr verhält es sich bei den Bäumen und dem Harz ebenso. Neben der Versorgung von Wunden soll Harz zudem vor Fressfeinden wie Blattläusen schützen. Wenn sich Harzflecken auf der Haut oder Bekleidung zeigen, ist guter Rat teuer, da sie sich aufgrund der Klebrigkeit schwer vom Finger entfernen lassen und die Flüssigkeit nicht wasserlöslich ist.

Die Hände im Anschluss zu waschen, die Kleidungsstücke in die Maschine zu geben oder den Wagen in den Regen zu stellen, in der Hoffnung, dass danach die Harzflecken verschwunden sind, macht daher kaum Sinn. Die Flecken sind hartnäckig, sodass meist spezielle Hausmittel erforderlich sind, um sie zu entfernen. Ganz gleich, ob es sich um Natur- oder Kunstharz handelt, einige Tipps und Tricks machen die Entfernung leichter. Fett, Hitze, Frost oder Alkohol sind dabei sehr hilfreich. Beachte aber die verschiedenen Materialien, denn aus der Kleidung musst du die Harzflecken völlig anders entfernen als zum Beispiel vom Dach deines Autos.

Hausmittel gegen Harzflecken bei Flecken auf der Kleidung

Plastetüte und Gefrierschrank: Gebe das Kleidungsstück in eine Plastiktüte und danach 24 Stunden lang in den Gefrierschrank. Nachdem es gut durchgefroren ist, kannst du es wieder herausnehmen und auspacken. Nun ist der Harzfleck hart und brüchig und sollte sich problemlos aus dem Stoff brechen oder knicken lassen. Nimm alternativ eine Spachtel, Ceranfeldschaber oder Messerrücken zum Abkratzen des Harzes. Handle jedoch schnell, damit sich das Baumharz nicht erwärmt, denn dann wird es wieder weich und flüssig. Alternativ zum Gefrierschrank kannst du auch ein Vereisungsspray anwenden.

Restflecken mit Hitze beseitigen: Wenn der Harzfleck nach der Aufbewahrung im Gefrierschrank noch nicht komplett zu beseitigen ist, arbeitest du mit Hitze: Lege Dazu unter und auf den Fleck bzw. Stoff ein Löschblatt und bügle danach mit einem Bügeleisen über das Löschpapier. Durch die Hitze wird das Harz flüssig, sodass du es vom Löschblatt aufsaugen kannst. Bügele so lange über den Baumharz, bis das Löschpapier ihn aufgesogen hat. Es ist möglich, dass du das Löschpapier mehrfach verschieben musst, damit der oder die Flecken immer zwischen zwei sauberen Stellen liegen.

Spiritus oder Alkohol:

Ein weiteres Hausmittel gegen Harzflecken ist Spiritus oder in der Apotheke erhältlicher reiner 90-prozentiger Alkohol. Tränke ein sauberes Baumwolltuch darin und tupfe danach solange über den Fleck, bis er beseitigt ist. Gib den Alkohol oder Spiritus nicht direkt darauf. Führe bei den verschiedenen Mitteln, falls du unsicher bist, an einer verdeckten Stelle vor der Anwendung immer einen Farbtest durch.

Den Alkohol kannst du mit einem Papiertuch aus dem Stoff saugen. Gebe das Kleidungsstück anschließend zur Reinigung in die Waschmaschine. Spiritus eignet sich gut für einen ersten Versuch, denn er lässt sich rückstandslos aus Stoffen entfernen. Doch auch hier musst du aufpassen, dass er nicht empfindliche Materialien beschädigt oder die Farbe entzieht. Alkoholhaltige Tücher, wie sie beispielsweise als Desinfektionstücher angeboten werden oder im Erste-Hilfe-Kasten vorhanden sind, sind eine gute Lösung für unterwegs.

Öl oder Butter: Naturharz löst sich auch in Öl, sodass du den Fleck ebenso mit Olivenöl oder Butter betupfen und entfernen kannst. Danach musst du ihn schnellstmöglich bei 60 Grad aus dem Kleidungsstück auswaschen. Erst ab dieser Temperatur löst sich das Fett aus den Fasern des Stoffes. Butter und Öl eignen sich gut für Harzflecken auf der Haut.

Wenn die Hausmittel gegen Harzflecken nicht helfen: Chemischer Fleckenentferner

Um Harzflecken mit einem chemischen Mittel zu beseitigen, musst du das Kleidungsstück gründlich damit durchtränken. Damit der Flecklöser nicht austrocknet, deckst du den Fleck während des Einweichens mit Folie ab. Schau nach ein paar Minuten, ob er sich gelöst hat. Wenn nicht, deckst du ihn wieder ab und wartest noch. Tupfe die Verschmutzung danach mit einem Baumwolltuch sauber und wasche das Kleidungsstück in der Maschine.

Fazit

Flecken von Baumharz sind sehr unangenehm, denn sie kleben nicht nur, sondern lassen sich auch schwer beseitigen. Doch es gibt verschiedene Hausmittel gegen Harzflecken, beispielsweise die Entfernung mit der Hilfe des Gefrierschranks, die Verflüssigung des Harzflecks mit einem Bügeleisen und anschließenden Aufsaugen mit einem Löschblatt oder das Lösen mit Alkohol oder Spiritus. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Harzfleck in Öl oder Butter einzuweichen und auf diese Weise zu entfernen.

Die dabei entstehenden Fettflecken musst du schnell beseitigen. Die letzte Lösung lautet die Entfernung mit einem chemischen Fleckenentferner. Teste die verschiedenen Mittel gegen Harzflecken zur Sicherheit im Vorfeld immer an einer verdeckten Stelle und prüfe, ob der Stoff es verträgt. Nach der Behandlung wäscht du das Kleidungsstück wie gewohnt in der Maschine. Für Harzflecken auf dem Autolack eignet sich Kriechöl.


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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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