Immer mehr Männer sind lieber Single

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Immer mehr Männer sind lieber Single

Es gibt mittlerweile immer mehr Männer, die allein leben und lieber Single sind, was vor allem die jungen Männer im heiratsfähigen Alter betrifft, bei denen es sich um die etwa 18- bis 35-Jährigen handelt. Doch auch aufwärts zeigt sich dieser Trend immer noch. Eine Beziehung oder sogar Heirat erscheint vielen Männern aufgrund der Gefahren, die eine Partnerschaft für sie verbirgt, viel zu riskant. Schon seit vielen Jahren steigt daher die Zahl der Singles unter den Männern stark an. Warum dies so ist, erläutert dir der folgende Bericht.

Trend zum Single Dasein nimmt unter den Männern zu

Die Zahl der Männer, die allein leben, ist in den vergangenen 18 Jahren um mehr als 80 Prozent angestiegen, während es bei den Singlefrauen nur rund 15 Prozent sind. Umgerechnet sind dies einige Millionen Männer. Während die jungen Frauen von heute im Gegensatz zu früher schnell flügge werden, bleiben die jungen Männer mittlerweile länger bei den Eltern wohnen. Das so genannte Hotel Mama bleibt einfach attraktiv.

Mit den Kumpels weggehen – ohne schlechtes Gewissen

Wenn man die Männer fragt, was sie als Single besonders schätzen, kommt häufig die Antwort: Kumpels treffen, Party machen und feiern, wann, wie oft und mit wem ich will. Vor allem, die vorher in einer langjährigen Beziehung gelebt haben, genießen die neu gewonnenen Freiheiten wieder und kosten diese so richtig aus. Bei diesen Männern hat die Beziehung scheinbar nicht zum harmonischeren, sondern eher zum eingeschränkten Leben geführt, in dem sie einiges vermissten. Oftmals beenden sie genau darum die Beziehung, da sie sich eingeengt gefühlt haben. Dass in eine Beziehung in der Regel auch viel Zeit und Mühe investiert werden muss, auch dies ist vielen Männern oftmals schon zu viel. Sie leben lieber im Hier und Jetzt und genießen ihr Leben, statt sich in einer Partnerschaft zu stressen oder sich Gedanken um die Zukunft zu machen. So feiern sich diese Männer von einer Party zur nächsten und möchten sich auch gar nicht die Zeit nehmen, um eine stabile Beziehung zu einer Frau aufzubauen. Stattdessen haben sie verschiedene kurze und flüchtige Beziehungen, die sie nicht wirklich als ernst bezeichnen, da sie schließlich nichts Festes suchen.

Sich nicht nur auf eine Frau festlegen

Single zu sein, bedeutet für viele Männer auch die Möglichkeit, dass sie sich nicht nur auf eine Frau festlegen müssen, sondern dass sie erst einmal probieren können, bevor sie eine feste Partnerin wählen, mit der sie vielleicht ihr Leben verbringen möchten. Zahlreiche Männer schrecken allein bei dem Gedanken zurück, dass sie, wenn sie eine Beziehung haben, nicht mehr ganz nach Lust und Laune mit anderen Frauen flirten oder One Night Stands haben können. Viele stehen einer so genannten offenen Beziehung sehr positiv gestimmt gegenüber. Die Männer sind nun mal, das können wir nur selber bestätigen, was das Liebesleben angeht, häufig anders gestrickt als die Frauen. Wir Männer langweilen uns schneller in einer Beziehung. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn am Liebesleben irgendetwas nicht ganz passt. Vielen Frauen sind andere Werte wichtiger als das hundertprozentige Zusammenpassen im Bett. Daher entstehen die Streitigkeiten in den Beziehungen häufig auch dadurch.

Die Ehe gilt als gefährlich

Während die Ehe früher allgemein als “sicherer Hafen” bezeichnet wurde, verbinden heutzutage viele junge Männer damit eher Gefahren und Risiken. Dies beginnt bei der Wahrscheinlichkeit, dass die Ehe scheitert. Immerhin wird mittlerweile nahezu jede zweite Ehe tatsächlich geschieden. Mit der von den Frauen eingereichten Scheidung drohen auch Unterhaltszahlungen an die geschiedene Frau, häufig eine Entrechtung im Sorgestreit, dann ein Kontaktabbruch zu den entstandenen Kindern. Nicht zu vergessen natürlich das damit verbundene seelische Leiden. Dies alles bedeutet mit anderen Worten, dass die Männer den Entscheidungen der Frauen oftmals völlig ausgeliefert sind und häufig als Verlierer aus der Beziehung/Ehe herausgehen.

Viele Single Männer haben zu hohe Erwartungen

Ein weiterer Grund, dass es in unserer Gesellschaft immer mehr Alleinstehende gibt, liegt auch an einem gewissen Anspruchsdenken. Viele Singles haben einfach zu hohe Erwartungen an die Frau. Dementsprechend lange dauert auch die Suche nach ihr. Ganz gleich, ob es um Äußerlichkeiten, um Charaktereigenschaften oder um soziale Merkmale geht, die potenziellen Kandidaten werden oftmals rigoros aussortiert, da sie scheinbar nicht passen. Häufig steckt dahinter der Gedanke, dass man nur mit einer perfekten Partnerin auch eine tolle Beziehung führen kann. Zum anderen verbirgt sich bei vielen Singles auch die Erwartung, dass irgendwo da draußen noch eine bessere Frau ist, die optimaler zu einem passt und sich das Warten daher lohnt. Bei einigen Männern, die schon länger nach einer Partnerin suchen, sind auch manchmal Bindungsängste der Grund für das Single Dasein. Oftmals übertragen sie die zuvor gemachten Erlebnisse in vorangegangenen Beziehungen auf die neue Liebe.

Der überzeugte Langzeit Single

Die überzeugten langfristigen Singles sind meist 30- bis 50-jährige Männer, die zum einen voll und ganz mit ihrem Job beschäftigt sind und keine Lust haben, sich an eine Partnerin fest zu binden. Sie haben viel lieber ab und an Affären, also etwas Lockeres. Wenn sich eine Frau jedoch in sie verliebt, dann gestaltet sich dies für den Mann häufig schwierig und die Frau wird dann meist schnell abgewiesen und die Affäre beendet, da diese Männer keinesfalls eine Beziehung möchten. Sie haben sich viel zu sehr an ihren Lebensrhythmus gewöhnt, in den sie keine Frau integrieren möchten. Für diese überzeugten Langzeitsingles ist eine Partnerin keine Bereicherung, sondern eher ein notwendiges Übel, das in erster Linie Verantwortung bedeutet und einengt. Diese Männer fühlen sich mit einer unverbindlichen Affäre einfach wohler. Andererseits befinden sich unter den Langzeitsingles auch jene Männer, die aufgrund schlechter Erfahrungen und Erlebnisse aus vorherigen Beziehungen sprichwörtlich einfach die Nase voll haben, sich wieder auf eine Beziehung einzulassen, da sie entweder zu sehr gestresst, enttäuscht oder verletzt wurden.

Fazit

Dies waren die häufigsten Gründe, warum sich immer mehr Männer dazu entscheiden, lieber Single zu bleiben. Viele fragen sich mittlerweile einfach, warum sie überhaupt das Risiko eingehen sollten, eine dauerhafte Beziehung oder sogar Ehe zu führen und all die Vorteile, die das Singleleben mit sich bringt, für eine Partnerin aufzugeben. Letztendlich muss es jeder für sich entscheiden, ob er eine Partnerin wählt oder lieber Single ist. So wie jeder Mensch glücklich ist, ist es richtig für ihn.

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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

3 Kommentare

  1. Eben, eine Ehe ist sein gesamtes weiteres Leben der Entscheidung einer Frau zu unterwerfen. Für immer. Männer sind aber darauf konzipiert, Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen abzuwägen, bzw. zu ertragen. Frau entscheidet ob und wann sie Kinder bekommt – kein Mitspracherecht, Frau entscheidet ob sie arbeiten geht – kein Mitspracherecht, Frau entscheidet ob sie 50 Kilo zulegt oder sich die Beine rasiert – kein Mitspracherecht, in dem Moment wo “er” aufmuckt – gehört das halbe Haus (inklusive Bleiberecht bei Kindern), die hälfte aller Altersvorsorgen (inklusive gesetzlicher Rente), die Hälfte allen Vermögens – egal wie hoch ihr Bildungsstand oder Einkommenserwartung ist / war und für den Rest des Lebens liegt Mann beim Selbstbehalt (rund 100 Euro oberhalb Hartz IV). Und Frauen wundern sich, warum Männer dieses Spiel, bei dem sie nicht gewinnen können, bestenfalls unentschieden herauskommen, mit 50%iger (bei unter 40-jährigen mit 70%iger) Wahrscheinlichkeit aber ruinös verlieren, nicht mehr mitspielen wollen?
    Rechte des Feminismus und “Pflichten” wie zu Zeiten des Patriarchats passen nun einmal nicht zusammen.

  2. Eine vernünftige, rationale und nachvollziehbare Entscheidung. Es gibt ein tolles Buch von Dr. Helen Smith mit dem Namen “Men on Strike” wo wissenschaftlich sehr fundiert dargestellt wird, das diese sich verbreitende Verhaltensweise weder egoistisch noch aus mangelndem Selbstbewusstsein, noch aus Angst vor Verantwortung immer häufiger anzutreffen ist. Menschen, also auch junge Männer passen sich der Umgebung bzw. gesellschaftlichter, politischer und medialer Umwelt an. Und wenn man als Mann von Kind auf lernt, dass Männer das schlechte Geschlecht sind, als Väter entbehrlich, für alles schlechte verantwortlich, von schlechtem Charakter usw. warum also soll man sich in eine feste Beziehung oder gar Ehe drängen lassen mit der die jungen Männer überwiegend mehr Ängste als Verheissungen verbinden. Das Leben in Freiheit und mit der Entscheidungshoheit über das eigene Geld und die eigene Zeit ist offensichtlich ansprechender als den Beispielen zu folgen, die die meisten jungen Männer im Verwandten oder Bekanntenkreis kennen, nämlich einen gescheiterten, verarmten, von seinen Kindern getrennten gebrochenen Mann der auch noch von den alten Freunden und Familienmitgliedern gemieden wird. Das dieser Zustand nicht erstrebenswert ist kann man nachvollziehen. In Amerika ist die neue Bewegung “MGTOW” (Men going their own way” jeden Monat um einige Tausend Männer anwachsend. Diese ganze Entwicklung ist hier bei uns erst ganz am Anfang. Aber durch die feministisch eingestellten Massenmedien und den Staatsfeminismus mit Milliardenbudgets für Kommunikation auf allen Kanälen wird es in absehbarer Zeit keine Wende geben. Somit ist es einerseits für die Gesellschaft eine Katastrophe aber für die jungen Männer das beste was sie aktuell tun können, einfach ein gutes, selbstbestimmte Leben führen -ohne feste Bindung. Den Frauen erweist der Feminismus mal wieder einen Bärendienst, denn sie sind es, die es wirklich hart treffen wird.

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