Warum Masochismus so manchen anmacht

Masochismus Warum Masochismus so manchen anmacht

Heute möchten wir dir alles rund um Masochismus erklären und warum manche Menschen davon angemacht werden. Masochismus im sexuellen Sinne bedeutet, dass ein Mensch eine sexuelle Lust, Befriedigung etc. dadurch erlebt, dass ihm auf verschiedenste Weise Schmerzen zugefügt werden oder auch, dass er gedemütigt wird. Das Gegenteil des Masochismus ist der Sadismus, der durch das sexuelle Lustempfinden durch eine Demütigung, Unterdrückung oder Schmerzzufügung bei anderen Personen erfolgt. Masochismus wird daher auch als ein passiver Sadismus bezeichnet.

Masochismus – was bedeutet das genau?

Die Bezeichnung Masochismus wurde zum ersten Mal im Jahre 1886 verwendet. Der Name geht auf Leopold von Sacher-Masoch, den Schriftsteller, zurück, der in seine Werke verschiedene Schmerz- und Unterwerfungsszenen integriert hat. Der Psychiater und Rechtsmediziner Richard von Krafft-Ebing hat den Begriff Masochismus dann publik gemacht. Masochistisch veranlagte Menschen bevorzugen ein Gefühl des Unglücks oder Unglücklichseins. Dazu gehört alles, was mit diesen Worten in Verbindung steht. Dementsprechend ist ihr Verhalten. Sie bringen gern Opfer, opfern sich demzufolge selber und akzeptieren, dass sie durch andere unterdrückt und ausgebeutet werden. Sie suchen den Schmerz und das Leid in allen möglichen Situationen und möchten kategorisch keine Hilfe, denn diese wird abgelehnt. Das Gleiche gilt für die Menschen, die die Hilfe anbieten. Wenn alles glücklich, harmonisch und zur Zufriedenheit ist, schaffen Masochisten gegenteilige Situationen, um sich selber zu befriedigen. Für masochistische Menschen ist es schwer, eine normale Beziehung aufzubauen, zu führen und sie zu halten. Die Anpassungsprobleme und ebenso sonstige Probleme, die sich aufgrund des Denkens und Verhaltens ergeben, führen meist zu weiteren psychischen Störungen.

Wie entwickelt sich der Masochismus?

Typisch für masochistische Menschen ist auch, dass sie sich der Liebe der anderen unwürdig fühlen. Daher wird es in die Kategorie Persönlichkeitsstörung eingegliedert. Die Betroffenen empfinden Gefühle, die im Allgemeinen mit Liebe, Zuneigung, Fürsorge etc. in Verbindung stehen, als unattraktiv. Daher werden auch angenehme Erfahrungen wie Freude vermieden und abgelehnt und stattdessen nach unangenehmen Erfahrungen wie Ärger und Abneigung in allen möglichen Varianten gesucht. Masochisten suchen daher nach Beziehungen, die zu Enttäuschungen und sonstigen negativen Emotionen führen. Dies erfolgt nicht unbewusst, sondern ganz gezielt, um die Erfüllung zu erfahren. Haben die Betroffenen Möglichkeiten, eine Wahl oder Entscheidung zu treffen, wird von masochistischen Menschen die schlechtere Alternative, also das Unangenehmste, Ungünstigere, Gefährlichste und das Selbstzerstörerischste gewählt.

Die Gründe für Masochismus

In den meisten Fällen sind die Ursachen in der Kindheit zu finden. Oftmals war der Betroffene von strengen Autoritäten umgeben und hat das Gefühl einer Liebe gar nicht oder wenig gespürt. Masochisten haben meist sehr früh schon gelernt, dass Schmerz, Leid, Kummer und Trauer zum Leben dazugehören. Liebe und Anerkennung gingen bei den Betroffenen oftmals mit einem starken Druck einher. In vielen Fällen hatte die Mutter das Sagen und der Vater war eher passiv. Es gibt aber auch andere Menschen, die erst später masochistische Züge entwickeln, denn die masochistische Störung kann sich auch aus einem traumatischen Ereignis heraus entwickeln, das mit Schuldgefühlen einhergeht. Mit dem masochistischen Verhalten möchten sie dann eine Art Buße erreichen und sich selber bestrafen und schädigen. Daher könnte der Masochismus auch dem Druckabbau dienen. Es gibt zudem weitere Versuche, den Masochismus verständlich zu erklären. Jessica Benjamin, eine amerikanische Psychoanalytikerin und Feministin, schreibt in ihrem Buch, dem Spiegel-Bestseller, Die Fesseln der Liebe, dass Masochismus eine große Anstrengung sei, von einem anderen Menschen anerkannt zu werden. Andere wiederum beschreiben es als einen Versuch, sich selber zu entfliehen.

Die Ausprägungen des Masochismus

Der Masochismus bzw. die Praktiken führen zu verschiedensten Verletzungen, beispielsweise Schnittwunden, Blutergüsse, Quetschungen bis hin zu gebrochenen Knochen oder Gehirnerschütterungen. Masochismus kann im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Der Masochist bezieht aus den entsprechenden Situationen Gefühle der Lust. Häufig werden diese absichtlich herbeigeführt. Masochisten ersetzen manchmal den Sexualpartner auch durch fiktive oder anonyme Personen. Die Selbstverletzungen sind dabei ein Teil der Sexualpraktik. Opfer bringen und die große Faszination und Begeisterung, die davon ausgeht, dafür steht Masochismus. Doch warum ist dies so? Die Antwort ist ganz einfach: Der Schmerz wird von den Masochisten als lustvoll wahrgenommen. Doch es konnte auch beobachtet werden, dass viele Masochisten ein geringeres Schmerzempfinden haben und den Schmerz daher im Allgemeinen als angenehmer empfinden. Dies lässt sich damit erklären, dass die Menschen mit masochistischen Tendenzen im Gehirn eine andere Zusammensetzung, was die somatosensorischen Informationen angeht, haben. Der Schmerz setzt dadurch später ein und er wird als lustvoll empfunden.

Fazit

Dies war alles Wissenswerte rund um Masochismus und warum er mache Menschen anmacht. Eine Therapie kann helfen, die negativen Gefühle, die damit einhergehen, zu äußern. Die Wege zu einer Heilung können sehr unterschiedlich sein, doch ohne eine Psychotherapie geht es meist nicht. Das Ziel der Therapie besteht darin, zu sich selber und zum Leben eine positive Grundeinstellung zu entwickeln und auch ohne die Neigungen zur Unterordnung und Unterdrückung glücklich zu werden.

Über Der Philosoph (486 Artikel)
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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