Online Reputation Management – Was tun, wenn die eigene Person negativ dargestellt wird?

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Wenn wir uns über einen Menschen informieren wollen, nutzen wir dazu Google und geben den Namen ins Suchfeld ein. Jeden Tag werden mehr als 1 Milliarde Namen bei Google recherchiert. Vor allem Personalberater, Head-Hunter und Personalabteilungen nutzen Google immer öfter, um mehr über den Bewerber herauszufinden. Vielleicht gibt es keinen Grund den eigenen Namen zu suchen, was jedoch andere nicht davon abhalten kann, die Person anhand der Suchergebnisse zu bewerten. Es liegt also in der Verantwortung von jedem selbst, die Ergebnisse bei Google im Auge zu behalten. Doch was kann getan werden, wenn die Suchergebnisse über einen selbst negativ ausfallen?

Online Reputation Management – Positives verdrängt Negatives

Bevor Maßnahmen im Bereich Online Reputation Management zum Tragen kommen, sollte zunächst die Frage geklärt werden, ob es überhaupt einen Bedarf gibt und wie groß das Problem tatsächlich ist. Folgende Schritte können dabei behilflich sein:

1 – Sich selbst googeln

Am meisten erfährt man über sich selbst, wenn man den eigenen Namen bei Google eingibt. Bitte vorher aus dem Google Account ausloggen. Gesucht werden sollte nur nach dem Namen, den andere Menschen auch für einen verwenden.

2 – In welche Kategorie können die Suchergebnisse zu deinem Namen eingestuft werden?

  • Negativ: Hier tauchen alle Bilder, Videos und Webseiten auf, die wir auf keinen Fall zu unserem Namen gelistet haben wollen. Das können Bilder von der Ex oder einem früheren Arbeitgeber sein, häufig aber auch ungewollte Schnappschüsse von Freunden. Hier ist dringende Hilfe nötig.
  • Unwichtig: Auch hier tauchen viele Suchergebnisse zu einem Namen auf. Diese beeinflussen die Meinung anderer jedoch nicht negativ und werfen auch kein schlechtes Licht auf eine Person. Hierzu gehören private Hobbys, ganz normale und gewollte Fotos und vieles mehr.
  • Verwechslung: Wenn Google zu einem bestimmten Namen völlig andere Gesichter anzeigt, kann dies nur daran liegen, dass es nicht genug über eine Person im Netz zu finden gibt. Läuft alles positiv, gibt es einfach nichts Negatives zu einem Namen zu finden. Läuft es nicht so gut, können Personen mit guter Reputation mit negativ behafteten Personen verwechselt werden.
  • Positiv: In diesem Fall braucht sich niemand wirklich Sorgen zu machen. Das Profil in der Suche sieht sehr gut aus und der eigene Name ist nur mit positiven Dingern verknüpft.

3 – Was muss geändert werden?

An dieser Stelle muss analysiert werden, wie viel Aufwand das Online Reputation Management benötigt. Wie viele negative Ergebnisse gibt es und wie lange dauert es, bis die Anzahl der positiven Ergebnisse für die ersten Suchseiten ausreicht? Die Dauer ist abhängig von der IST Situation:

  • Content zur Person ist vorhanden, der höher gepusht werden soll
  • Content zur Person ist vorhanden, der nicht mehr erscheinen soll
  • Es ist kein Content vorhanden

Google braucht Informationen, um sie verarbeiten zu können

Um Google möglichst viele Informationen geben zu können, lassen sich einige Dinge um die Person herum aufbauen, damit die Suchmaschine besser versteht, welche Fakten wichtig und welche nicht so wichtig sind.

Schritt 1: Die eigene Domain

Mit einer eigenen Domain zur Person bekommt Google ein eindeutiges Signal, welche Informationen aufgerufen werden sollen, wenn jemand den Namen googelt.

Schritt 2: Eine eigene Webseite aufbauen

Mit einer eigenen Webseite ist die Fülle an möglichen Informationen zur eigenen Person nahezu unbegrenzt. Auch ohne technische Fähigkeiten lässt sich mit WordPress beispielsweise innerhalb kurzer Zeit eine schöne Webseite erstellen.

Schritt 3: Soziale Netzwerke nutzen

Accounts in den sozialen Netzwerken können sehr viel zum Online Reputation Management beitragen. Schnell belegen die URLs des öffentlichen Accountbereiches die vorderen Plätze bei Suchanfragen zum eigenen Namen.

Schritt 4: Die Profile komplett ausfüllen bzw. anpassen

Gibt es eventuell Informationen, die in alten Social Media Accounts stehen und ausgelesen werden? Diese Accounts können geschlossen oder angepasst werden. Die neuen Accounts sollten grundsätzlich so vollständig wie möglich ausgefüllt sein.

Was tun bei negativen Einträgen und Fotos die bereits gut ranken?

Um negative Einträge aus den Google Suchergebnissen zu bekommen, gibt es verschiedene Wege. Es ist natürlich nicht immer ganz leicht, die sogenannten Jugendsünden zu entfernen. Trotzdem kann innerhalb kurzer Zeit viel erreicht werden.

Webseiten anschreiben: Oft ist es besonders hilfreich, die informationsgebende Seite einfach anzuschreiben und um die Entfernung zu bitten.

Positives besser ranken lassen, als das Negative: Erreicht man bei einer Seite niemanden oder können Einträge nicht entfernt werden, bleibt nur das Ranking selbst übrig. In diesem Fall können viele Accounts bei sozialen Netzwerken und ganz besonders Portalen mit der Möglichkeit Bilder zu veröffentlichen, sehr gut weiterhelfen. Hierzu gehörten Facebook, Instagram, Pinterest und viele mehr.

Rechtliche Einwände: Bestehen Einträge in den Suchmaschinen, die aus rechtlichen Gründen negativ beeinflussen, kann bei Google ein Antrag auf Entfernung dieses Suchergebnisses gestellt werden.

Online Reputation Management ist ein fließender Prozess

Die Suchergebnisse zum eigenen Namen sollten stets im Auge behalten werden. Rankings können nach einem Google Update beispielsweise stark schwanken. Dadurch verändert sich die Wahrnehmung der Suchenden nahezu täglich. Werden jedoch regelmäßig positive Inhalte zu einem Thema veröffentlicht, haben die negativen Meldungen schon bald keine Wirkung mehr.

Über den Autor

Christoph Bacher ist Betreiber der Webseite clixeffekt.com und unterstütz Kunden unter anderem bei der Verbesserung der Reputation im Internet. Dabei werden gezielt redaktionelle Berichte über den Kunden auf Blogs, Magazinen und Zeitungen veröffentlicht.

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