WhatsApp Alternativen – Telegram, Signal oder Threema

WhatsApp Alternativen
Bigstock I Copyright: Michele Ursi
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WhatsApp war lange das meistgenutzte Tool, wenn es darum geht, Nachrichten auszutauschen. Doch der Dienst brachte bezüglich der persönlichen Daten der User, wie damit umgegangen wird, negative Schlagzeilen ein, denn Whatsapp gehört seit 2014 zu Facebook.

Seit der Übernahme wird der Datenschutz hinterfragt und kritisiert. Daher haben sich viele für einen Wechsel entschieden. Es gibt mittlerweile diverse Alternativen, die sich großer Beliebtheit erfreuen, wie Telegram, Signal und Threema. Nachfolgend stellen wir die Alternativen zu WhatsApp vor und erläutern, wodurch sie sich auszeichnen und inwiefern sie sich unterscheiden.

Ob Nachrichten innerhalb der Familie, unter Freunden oder Kollegen, viele nutzen WhatsApp, um sich auszutauschen und Bilder oder Videos zu versenden. Auf fast jedem Smartphone ist sie installiert. Genau genommen sind es weltweit mittlerweile mehr als zwei Milliarden Menschen. 2020 kam es zu neuen Bedingungen. Gegenüber die Messenger-App wurden die Bedenken immer größer. Dies gilt insbesondere, seitdem die Daten mit Facebook, dem Mutterkonzern von Mark Zuckerberg, geteilt werden. Dieser wiederum hat nun Zugang zu Daten der User aus Ihrem Verzeichnis, wie:

  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer
  • Nutzungsverhalten

Facebook nutzt die Daten zur gezielten personalisierten Werbung. Seit 2016 sind die Nachrichten laut WhatsApp Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Doch stimmt das? Auch dies lässt sich nicht überprüfen, denn der Dienst WhatsApp nutzt Closed Source, wobei der Quellcode nicht frei zugänglich ist. Viele sind daher auf Alternativen, wie Telegramm, Signal oder Threema, umgestiegen. Andere Apps sind zum einen sicherer und bieten zudem mehr Funktionen.

Datenschützer empfehlen immer häufiger, auf eine sicherere App umzusteigen. Telegram, Signal oder Threema – welche WhatsApp-Alternative soll es sein? Telegram, Signal und Threema zählen zu den bekanntesten WhatsApp-Alternativen. Doch wodurch zeichnen sie sich aus?

Telegram, ein Unternehmen der Brüder Nikolai und Pavel Durov, die aus Russland stammen, haben Telegram entwickelt. Der Grund dafür waren die strengeren Kontrollen der Internetaktivitäten in Russland. Telegram ist cloudbasiert, sodass User ihre Telegram-Inhalte sowohl auf diversen mobilen Endgeräten als auch auf dem Computer abrufen können. Zudem ist es möglich, große Datei-Mengen zu versenden und zu empfangen, während sie bei WhatsApp durch die entsprechende Kapazität des Smartphones begrenzt ist.

Telegram überzeugt als sichere App. Zwei verschiedene Arten werden bei der Verschlüsselung angeboten: Für private Chats und Gruppenchats eine Server-Client-Verschlüsselung. Sie verschlüsselt die Nachrichten vom Sender zum Server oder vom Server zum Empfänger hin. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Telegram selber Zugang zum Inhalt der Chats hat. Secret Chats erfolgen durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass außer dem Sender und Empfänger niemand die Nachrichten lesen kann.

Die Betreiber haben zu den Inhalten keinen Zugang und können sie demnach, egal, ob freiwillig oder gezwungen, weitergeben. Eine weitere Funktion, die die Privatsphäre schützt, ist ein Selbstzerstörungsmodus für die Nachrichten und anderen Inhalte. Die Nachrichten werden nach einer gewissen Zeit also automatisch gelöscht. Nachrichten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind nicht cloudbasiert, sodass man sie lediglich auf dem Gerät abrufen kann, auf dem man sie sendet oder empfängt.

Es ist möglich, WhatsApp-Chats zu importieren. Gruppen können bei Telegram mehrere hunderttausend User enthalten. Die Telegram-App gibt es für sämtliche gängigen Betriebssysteme und auch als Browser-Erweiterung. Bleibt zu hoffen, dass Telegram die Datenschutzrichtlinien nicht verändert und nicht verkauft wird.

Die Handhabung von Threema, einer Schweizer Messenger-App, ist an WhatsApp angelehnt. Eine Angabe der Telefonnummer ist, anders als bei WhatsApp und Telegram, nicht nötig. Zentral speichern tut Threema nur eine ID, die zufällig erzeugt wird. Persönliche Daten, wie die Telefonnummer, Adresse oder Gruppen-Teilnehmer werden nicht gespeichert.

Bei Threema sind alle Nachrichten durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Die App gilt somit als sicher im Datenverkehr. Nachrichten werden nach der erfolgreichen Übermittlung vom Server gelöscht sowie Gruppen und Kontaktlisten lediglich auf dem Gerät verwaltet, aber nicht an den Threema-Server übermittelt. Threema bietet außerdem eine PIN-Sperrfunktion für Privatchats. Die verschlüsselte Telefonie ist ein weiterer Vorteil.

Die Kosten für die App belaufen sich einmalig auf 3,99 Euro.

Signal, ein kostenloser Messenger, soll eine der sichersten Messenger-Apps sein. Selbst bei einem Durchsuchungsbefehl gibt sie kaum Daten über die Nutzer preis. Es kommt eine eigene Ende-zu-Ende-Verschlüsselungs-Software zum Einsatz. Private Chats und Gruppen-Chats werden Ende-zu-Ende verschlüsselt und Kontakte anonymisiert mit dem Server von Signal synchronisiert. Die Eingabe der Telefonnummer ist nötig.

Eine Sicherungsfunktion von Chatverläufen ist aufgrund der fehlenden Back-up-Funktion nicht möglich. Nur auf dem Betriebssystem Android können Kommunikationen exportiert werden. Zusätzliche Sicherheits-Features sind selbstzerstörende Nachrichten, die Möglichkeit einer PIN-Sperre und der verschlüsselten Telefonie.

WhatsApp ist zweifelsohne die beliebteste Messenger-App. Doch es gibt Gründe, warum viele mittlerweile einen alternativen Messenger, wie Telegramm, Threema oder Signal, verwenden. WhatsApp teilt Daten der User mit dem Mutterkonzern Facebook, der somit nun Zugang zu Daten, wie Telefonnummer, E-Mail und Nutzungsverhalten, hat, und dies für gezielte Werbung nutzen kann.

Die Verunsicherung war bei vielen Nutzern groß, als WhatsApp die Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien geändert hat. Nachrichten zwischen den Usern von WhatsApp sind durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Doch das lässt sich nicht überprüfen.

Infrage für einen Wechsel kommt Telegram. Die App bietet einen cloud-basierten Messenger-Dienst ohne eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder voll verschlüsselte Privatchats, die lediglich auf dem lokalen Endgerät gespeichert werden. WhatsApp-Chats kann man in Telegram importieren. Bei Threema ist die Kommunikation Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Für eine zusätzliche Sicherung bietet der Dienst die Möglichkeit, eine PIN-Sperre einzurichten. Signal soll einer der weltsichersten Dienste sein. Letztendlich lassen sich aber auch mehrere Messenger-Apps installieren.

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Über Der Philosoph 1641 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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