Kommunikationsprobleme in der Beziehung vermeiden

Kommunikationsprobleme
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Eine optimale Kommunikation gehört innerhalb der Partnerschaft zu den wichtigsten Grundpfeilern einer funktionierenden Beziehung, doch genau das Gegenteil ist oft der Fall: Die Partner reden nicht mehr ausreichend miteinander und wenn sie es tun, verwickeln sie sich in Missverständnissen, aus denen viele Streitigkeiten resultieren. Andere wiederum reden über Probleme lieber mit anderen, statt es dem Partner ins Gesicht zu sagen. Wer sich selbst und sein Verhalten zu reflektieren in der Lage ist, wird eine bessere Kommunikation und Lösungsansätze finden.

Kommunikationsprobleme in der Beziehung können zur Trennung führen

Die mangelnde oder fehlende Bereitschaft zur Kommunikation kann in einer Partnerschaft zum Ende der Beziehung führen, denn wenn über die eigenen Bedürfnisse, Probleme, Ängste oder Sorgen nicht oder kaum gesprochen wird, kommt es zu Missverständnissen. Das Problem ist oftmals, dass sich beide nicht verstanden fühlen und so entsteht ein Teufelskreislauf aus Meinungsverschiedenheiten und Streitereien, die immer wieder kehren. Häufig bleiben Probleme jahrelang unausgesprochen. Dem anderen wird nicht gesagt, womit man unzufrieden ist. Es wird nicht über Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte geredet und so ist es nur eine Frage der Zeit, dass sich beide langsam auseinander leben. Am Ende steht das große Schweigen oder der alles beendende Zank und Streit. Doch auch jetzt hält wieder jeder den anderen für schuldig, da einfach schlichtweg zu wenig geredet wurde. Man geht in Unverständnis, Ablehnung und Wut auseinander.

Kommunikationsprobleme in der Beziehung – beide haben sich irgendwann nichts mehr zu sagen

Wenn die Kommunikation mit dem Partner nicht gepflegt wird, verbirgt sich dahinter noch ein weiteres Risiko: Irgendwann haben sich beide möglicherweise kaum noch etwas zu sagen. Kommunikationsprobleme sind daher in vielfältiger Hinsicht ein Beziehungskiller. Viele Partnerschaften scheitern daran. Meinungsverschiedenheiten sind aus keiner Partnerschaft wegzudenken. Doch Partner, die dagegen viel miteinander reden und kommunizieren, können ihre Liebe stetig vertiefen und am Leben erhalten. Probleme werden schneller erkannt, sodass ein rascheres Einschreiten möglich ist. Dadurch kann oftmals eine Menge Frust vermieden werden. Sie sind in der Lage, Konflikte zu erkennen und zu lösen, anstatt die Krise immer weiter zu verschärfen. Solange man fair und respektvoll bleibt, kann man seinem Partner auch mal seine Meinung oder Ansichten mitteilen. Dieser Punkt ist natürlich sehr wichtig, denn Worte können schöpferisch, aber manchmal auch zerstörend sein. Sie können verletzen und nicht zurückgenommen werden. Daher ist ein bewusst gewähltes Gespräch sehr wichtig. Insbesondere Aussagen, die in sehr emotionalen Momenten herausplatzen, schaden oftmals mehr, als sie helfen und nutzen. Wenn Emotionen überkochen, ist das Schweigen und Zurückziehen eine Form des Schutzes. In diesem Fall ist es meist sinnvoll, eine Nacht darüber zu schlafen und im Anschluss einen günstigen Moment für die Aussprache zu suchen.

Mal anhand eines Fallbeispiels erklärt, wie es nicht ablaufen sollte:

Robert und Heike sind seit sieben Jahren ein Paar. Sie haben sich viel zu erzählen. Heike berichtet ihm alles von ihrer Kollegin, über die sie sich häufig ärgert und Robert erzählt gern von seiner Leidenschaft Tennis. Daneben reden beide auch viel über ihren Sohn. Das Problem ist, es wird nur über das Gute geredet. Dass sich Robert um ihre Beziehung sorgt, da der Sex immer weniger wird, darüber redet er nicht. Im Inneren ist er immer mehr verärgert und vermutet sogar eine Affäre ihrerseits dahinter. Doch nach wie vor wird das Thema verschwiegen. Die Kommunikation lässt aus Ärger und Enttäuschung immer mehr nach. Beide fürchten, dass ihre Liebe verloren geht und das tut sie auch. Robert unternimmt immer häufiger etwas mit seinen Freunden, statt mit seiner Partnerin. Sie weiß gar nicht, warum. Aus Ärger zieht auch sie sich immer mehr zurück. Plötzlich ist da der nette Arbeitskollege, der ihr wieder die Komplimente gibt, die sie einst von ihrem Partner bekommen hat. Das tut ihr gut und sie verliebt sich, immer mehr und mehr. Nach 9 Monaten kommt es zur Trennung mit Robert. Der Grund: Kommunikationsprobleme innerhalb der Beziehung. Hätte Robert über seine Wünsche und Zweifel geredet oder Heike die Bedenken angesprochen, statt es stillschweigend hinzunehmen, hätte die Trennung vielleicht vermieden werden können.

Über Probleme reden

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, über negative Aspekte zu sprechen. Dies gilt vor allem für Paare, die schon seit langem in einer festen Beziehung sind. Sie gehen seltener aus, beide sprechen nicht mehr über ihre Wünsche und Bedürfnisse und es wird im Allgemeinen weniger miteinander geredet, da man meint, dass man ja sowieso schon alles über den anderen weiß. Streitpunkte werden oftmals gar nicht mehr angesprochen, damit der Abend nicht schon wieder mit mieser Laune endet. Doch genau das alles kann über kurz oder lang zur Trennung führen. Niemand kann in den anderen hineinschauen. Daher sind Kommunikationsprobleme absolut gefährlich. Sie können dazu führen, dass sich beide immer weiter voneinander entfernen, bis sie sich schließlich fremd werden und aneinander vorbei leben. Wenn Probleme tot geschwiegen werden, können sie nicht gelöst werden. Die Liebe innerhalb der Beziehung zu erhalten, erfordert es diesen oftmals schmalen Grat zu finden, zwischen einem Aussprechen und Zerreden, einem Reden und Schweigen.

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Fazit

Kommunikation ist sehr wichtig, doch sie benötigt Einfühlungsvermögen und emotionale Ruhe, damit sie die gewünschte Wirkung erzielt. Wenn dich in deiner Beziehung etwas stört oder du dich um irgendetwas sorgst, dann sprich es an, damit ihr beide als Paar zusammen Lösungen finden könnt. Kommunikationsprobleme sind einer der größten Beziehungskiller. Für eine glückliche Partnerschaft ist es nicht sinnvoll, Sorgen, Ängste oder Wut in sich hineinzufressen. Dadurch ändert sich absolut nichts an den Tatsachen. Es macht auch keinen Sinn, mit Freunden oder Verwandten darüber zu sprechen, sondern mit dem Partner selbst, zumal solch ein Verhalten ihm gegenüber ohnehin sehr unfair ist. Der einzige, wirklich hilfreiche Schritt ist das ruhige Gespräch ohne Vorwürfe mit dem Partner. Hierfür sollte der passende Moment und ein Tag, an dem beide entspannt sind, gewählt werden.

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Über Der Philosoph 634 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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