An virtuellen Automatenspielen haben Spieler in Deutschland im zweiten Quartal 2026 insgesamt 1,214 Milliarden Euro eingesetzt, nach 1,201 Milliarden Euro im ersten Quartal. Beim Online-Poker sanken die Einsätze von 186 auf 158 Millionen Euro. So steht es im Marktmonitor der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die von Halle aus das länderübergreifende Glücksspiel im Internet beaufsichtigt.
Der Zuwachs bei den Automatenspielen ist klein, der Wert liegt noch knapp unter dem des vierten Quartals 2025. Beim Poker fällt der Rückgang deutlich stärker aus. In der Statistik stehen beide Spielformen in eigenen Zeilen, und für virtuelle Automatenspiele verbietet der Glücksspielstaatsvertrag sogar die Begriffe Casino und Casinospiele.
Kein Autostart am virtuellen Automaten
Nach deutschem Recht startet ein virtuelles Automatenspiel erst, wenn der Spieler es nach dem Ende der vorigen Runde selbst auslöst. Eine Runde dauert im Schnitt mindestens fünf Sekunden und kostet höchstens einen Euro, zwei Spiele gleichzeitig sind untersagt. Über das Ergebnis entscheidet der Zufall.
Beim Online-Poker verlangt jede Hand eigene Entscheidungen der Spieler, und am virtuellen Tisch dürfen ausschließlich Menschen gegeneinander antreten. Höchstgrenzen für den Mindesteinsatz je Hand und das Geld am Tisch legt die Behörde für jede Pokervariante in deren Erlaubnis fest.
Auszahlungsquote neben dem Einsatzfeld
Bei jedem Automatenspiel muss ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis dort, wo der Einsatz getätigt wird, die Wahrscheinlichkeit des Höchstgewinns und die durchschnittliche Auszahlungsquote je Euro anzeigen. Regeln und Gewinnplan müssen leicht aufrufbar sein. Über ein Spiel sagen diese Angaben mehr als die Zahl der Titel im Katalog. Ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist, verraten sie nicht. Das klärt allein die Whitelist der GGL.
Vom Spiel aus sollten auch Einzahlungslimit und Zahlungswege ohne Umweg erreichbar sein, ebenso die Hilfeseite. Nach 60 Minuten Spielzeit muss ein Hinweis auf die verstrichene Zeit erscheinen, den der Spieler bestätigt. Bei Automatenspielen geht es danach erst fünf Minuten später weiter.
Schuldenstand in der ambulanten Beratung
Die Pause nach der vollen Stunde richtet sich gegen langes Spielen am Stück. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, nennt auf dem Datenportal seines Amtes „Online-Angebote mit schnellen Spielrunden und permanenter Verfügbarkeit“ als Faktor, der das Risiko erheblich erhöhe. Von den Menschen, die 2024 wegen pathologischen Spielens eine ambulante Beratung begannen, waren laut Jahrbuch Sucht 2026 nur 27,4 Prozent schuldenfrei. Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern wertet Verschuldung als eigenen Risikofaktor, der häufig den Wunsch verstärke, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen. Eine Budgetgrenze vor dem ersten Einsatz und eine leicht auffindbare Pausenfunktion gehören deshalb in jede Bewertung eines Angebots.
Vergleiche in Österreich und das Glücksspielgesetz
Budgetgrenze und Pausenfunktion bilden einen eigenen Prüfpunkt neben Spielart und Auszahlungsquote. Ein Vergleich wird nachvollziehbar, wenn er diese Ebenen einzeln ausweist, denn eine hohe Quote sagt nichts über die Limits des Kontos, auf dem das Spiel läuft.
Amtliche Stellen veröffentlichen Konzessionen und Marktzahlen, aber keine Gegenüberstellung einzelner Spiele nach Auszahlungsquote oder Limits. Diese Lücke füllen Vergleichsportale, die erstklassige Casinoseiten in Österreich nach eigenen Kriterien einstufen und dabei Zahlungswege neben Schutzfunktionen stellen. Bei einer solchen Einstufung zählt, ob die Kriterien und ihre Gewichtung offen auf der Seite stehen. Für Automatenspiele gehört die Auszahlungsquote dazu, für Poker die Tischlimits. Steht bei jedem Eintrag das Datum der letzten Aktualisierung, lässt sich auch erkennen, wie aktuell eine Einstufung ist. Ein Portal, das beide Spielformen in getrennten Rubriken bewertet, bildet die Unterschiede ab, die auch die deutsche Statistik getrennt ausweist.
Die Statistik im Marktmonitor der GGL erfasst nur Einsätze bei Anbietern unter deutscher Aufsicht. Für Angebote in Österreich gilt das Glücksspielmonopol des Bundes, das im österreichischen Glücksspielgesetz verankert ist. Glücksspiel über das Internet fällt dort unter die elektronischen Lotterien. Für diese Lotterien darf immer nur eine Konzession bestehen, über deren Vergabe das Finanzamt Österreich entscheidet. Zugleich verpflichtet das Gesetz das Finanzministerium, eine eigene Stelle für Spielerschutz einzurichten, finanziert über einen Beitrag, der gemeinsam mit den Glücksspielabgaben erhoben wird. Deutschland erteilt Erlaubnisse an mehrere Anbieter, Österreich bündelt diese Spiele bei einem Konzessionär. Ob ein Angebot in Österreich zugelassen ist, ergibt sich aus der Konzessionslage, gleich wie es in einem Vergleich oder einer deutschen Marktzahl abschneidet.
Budget und Spieldauer vor der ersten Einzahlung festlegen
Den Betrag legt man vor jedem Vergleich und vor der ersten Einzahlung als festen Monatswert fest. Er gehört zu den regelmäßig anfallenden Kosten eines Haushalts, als Ausgabe und nicht als mögliche Einnahme. Ein Spiel mit festem Höchsteinsatz je Runde lässt sich gegen diesen Betrag leichter rechnen als ein Pokerturnier, bei dem für die weitere Teilnahme erneut gezahlt werden kann. Auch für diese Turnierbeträge setzt die deutsche Erlaubnis Höchstgrenzen. Bei Poker kommen die Regeln der gewählten Variante hinzu, etwa ob mit festen Einsatzstufen oder als No Limit gespielt wird; beim Automatenspiel genügt der Gewinnplan.
Am Pokertisch geben die Mitspieler das Tempo vor, weil jede Hand auf ihre Entscheidungen wartet. Am Automaten bestimmt das der Spieler allein. Für beide Spielformen bieten Smartphones eigene App-Zeitlimits, die nach der eingestellten Nutzungsdauer greifen und um Mitternacht zurückspringen. Unter Android schließt sich die App, sobald die Zeit abgelaufen ist, und ihr Symbol wird grau.
Bei Smartphones mit iOS stehen die App-Limits in den Einstellungen unter Bildschirmzeit, ein Limit kann mehrere Apps umfassen und über „Tage anpassen“ je Wochentag anders ausfallen. Android führt den App-Timer je nach Hersteller unter Digital Wellbeing oder Digitales Wohlbefinden.


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