Albanien – Zwischen Alpenglühen und Mittelmeerstrand

Albanien
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Wer in unseren Breiten an Albanien denkt, der wird in erster Linie an die vielen Unruhen auf dem Balkan denken, die diese Gegend für lange Zeit im Griff hatten. Doch dieses Bild ist ziemlich schief. Die Geschichte dieses außergewöhnlichen Landes ist viel komplexer und im Großen und Ganzen wesentlich friedfertiger, als es in der Medienlandschaft der westlichen Welt repräsentiert wird. Wir wollen Dir daher nun zeigen, warum es sich in Deinem nächsten Urlaub lohnt, einen Abstecher in den wunderschönen Landstrich zu machen, und was es hier alles zu entdecken gibt.

Wer sich unter Tirana, der Hauptstadt Albaniens, eine ärmliche, ehemals kommunistische Stadt voller Bunker vorstellt, der wird sehr überrascht sein, was ihn oder sie hier erwartet. Denn Tirana hat alles, was eine moderne, europäisch geprägte Großstadt für den Tourismus braucht. Es finden sich hier eine Reihe von schönen Hotels, klasse Bars und Restaurants, die an den Nachbarn Italien erinnern, und eine Menge Ausflugsziele um die Stadt herum.

Der kleine Flughafen, etwa eine Stunde außerhalb der Innenstadt, verbindet Tirana mit den wichtigsten Hauptstädten Europas. Von dort kannst Du direkt in die Innenstadt fahren, was man vorzugsweise mit dem Taxi tun sollte, da sie zügig fahren und einen festen Preis für die Fahrt verlangen. Innerhalb von Tirana kann man hingegen den günstigen Bus benutzen. Allerdings leidet die Stadt sehr unter dem fehlenden Ausbau des Nahverkehrs. Die meisten Albanerinnen und Albaner sind Autobesitzer, weshalb gerade Tirana regelmäßig zu den Stoßzeiten zum Erliegen kommt und für Busse gibt es in den Straßen keine eigenen Busspuren.

Schnelles Internet findest Du in Albanien aber an jeder Ecke und es lohnt sich, eine albanische SIM-Karte mit dem besten Internet-Tarif zu kaufen. Dann kannst Du für neue Spielautomaten Freispiele ohne Einzahlung erhalten und mit zahlreichen Online Casino Spielen Zeit totschlagen, wenn Du einmal wieder in Tirana im Stau stehst.

Der fehlende Ausbau der Infrastruktur ist ein konsequenter Begleiter für jeden Albanien-Urlaub. Insgesamt kommt man ohne Auto nur schwer im Land voran oder zumindest deutlich langsamer. Wer Zeit hat und die Albanerinnen und Albaner kennenlernen will, der sollte jedoch eine Fahrt mit dem Bus nicht aussparen. Kleine Busse, genannt Furgon, bringen Dich von Tiranas zentralem Busbahnhof in jede Ecke des Landes, und das für sehr wenig Geld. Allerdings fahren diese Busse meist nicht nach einem Fahrplan, sondern dann, wenn genügend Fahrgäste an Bord sind.

Albanien Urlaub
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Die Landschaft Albaniens ist im Norden alpin und im Süden mediterran. Perfekt also für Urlauberinnen und Urlauber, die beides haben wollen oder sich nicht entscheiden können. Der Norden ist von den sogenannten Albanischen Alpen geprägt. Wer dort hinfährt, sollte Shkodra nicht verpassen. Sie gilt als die kulturelle Hauptstadt des Landes und ist für den Tourismus herausgeputzt. Die kleine Stadt liegt an dem großen Skutarisee, der Montenegro und Albanien für einen Teil der Grenze voneinander trennt. Es ist ein großer Nationalpark, der in der Region zum Verweilen einlädt.

Weitere beeindruckende Nationalparks liegen weiter oben im Norden. Dort befinden sich der Parku Maranai und der Nationalpark um Theth. Diese Gebirgsregionen kann man nur noch mit Allradantrieb erreichen, denn die Straßen sind hier vielfach nicht befestigt. Wer Outdoor-Aktivitäten liebt, der sollte wandern gehen. Dort kann man von Ort zu Ort wandern, weshalb die Regionen oft von Rucksacktouristen bereist werden. Theth ist dabei der Höhepunkt jeder Reise und erinnert mit den grauen Holzhäusern sehr an Dörfer in den Alpen, nur weit weniger touristisch. Generell ist in vielen Regionen des Landes noch viel ursprüngliche Natur zu finden.

Weiter südlich kannst Du in weniger hohen Gefilden den türkisblauen Koman-Stausee ansehen, den man entspannt mit Tagestouren per Boot erkunden kann. Geht es weiter in den Süden, wird die Landschaft immer lieblicher. Die schroffen Felsen und nebligen Berge werden von sanften Hügeln abgelöst, auf denen vereinzelt Ziegen und Schafe grasen. Die Landschaft erinnert stark an Süditalien, das an der nächsten Stelle nicht einmal 100 km entfernt liegt. Diese Nähe zu Italien spürt man auch kulturell. Zumindest was die Essenskultur angeht.

Die mediterrane Küche ist an der Küste deutlich zu spüren. Hier wird guter Kaffee getrunken und hervorragende Pizza findet man unter verschiedenen anderen leckeren Gerichten in den touristischen Orten ebenfalls.

Albanien Moschee
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Wer jedoch von den Hauptattraktionen Meer und Berge genug hat, der sollte nicht verpassen, das Hinterland zu besuchen. Eine der Hauptattraktionen des Landes, das Syri i Kaltër (das blaue Auge), ist eine Bergquelle, die aus den Tiefen des Gebirges kommt und die schönsten Blautöne präsentiert. Weiter geht die Fahrt dann nach Gjirokastra, eine der im Bezug auf die Architektur schönsten Städte der Welt, die deswegen zum Weltkulturerbe zählt.

Wer noch tiefer in das Hinterland fährt und aufmerksam ist, der wird jedoch ein Merkmal des Landes sehen, was es in Europa wohl nur einmal gibt. Die meisten Dörfer und Städte präsentieren Kirchen neben Moscheen. Tatsächlich wohnen in diesem Balkan-Land alle großen monotheistischen Religionen Europas direkt nebeneinander, und das seit Jahrhunderten friedlich.

Hier interessiert es kaum jemanden, welche Religion Du ausübst. Die Harmonie zwischen den Religionen ist so groß, dass sogar seit Jahrhunderten untereinander geheiratet wird, was bis heute für viele Deutsche noch ein Problem darstellen würde. Die Religionen des Landes bestehen aus 60% Muslimen, zurückzuführen auf die Besatzung des Osmanischen Reichs, etwa 17% Christen, davon 10% Katholiken und 7% Orthodoxe, und 23% Bektaschi, einem Derwischorden.

Doch Albanerinnen und Albaner definieren sich nicht über ihre Religion. Sie sind stolze Landsleute, die ihr Land und ihre gemeinsame Kultur lieben, auch wenn sehr viele mittlerweile im Ausland leben und arbeiten. Gerade die jüngeren Einwohnerinnen und Einwohner verlassen das Land, das seit Jahren darum kämpft, in die EU aufgenommen zu werden. Verdacht auf Korruption und fragwürdige Entscheidungen der Regierungen haben die EU bisher davon Abstand nehmen lassen.

Albanien ist wirtschaftlich noch lange nicht soweit, mit den anderen EU-Staaten mitzuhalten. Gerade das Hinterland zeigt noch einige Probleme des Landes, zuletzt vor allem durch das Erdbeben 2019 und die Auswirkungen von Covid-19. Wer sich in Tirana jedoch ein klein wenig Zeit nimmt und eines der Museen besucht, der wird erkennen, was für Turbulenzen die Bevölkerung vor allem seit den Jahren unter der Enver Hoxha-Diktatur bereits überstanden hat. Wer das versteht, der wird nichts anderes als Bewunderung für die albanische Bevölkerung empfinden und dieses Land und seine Menschen mit Sicherheit nicht zum letzten Mal besuchen.

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Über Der Philosoph 1425 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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