Handgeschriebener Brief schlägt E-Mail Newsletter

Brief Illustration by Sarah MacKinnon

Wer hätte gedacht, dass die Öffnungsrate eines von Hand geschriebenen Briefes weit über 90 % ist und den E-Mail Newsletter alt aussehen lässt. Wann hast du das letzte Mal einen handgeschriebenen Brief zugesendet bekommen? Höchstwahrscheinlich war es ein Liebesbrief, eine Ansichtskarte vom Urlaub oder Glückwünsche eines Bekannten. Sie wecken bei vielen Empfängern Neugierde und emotionale Gefühle. Deshalb lässt es sich mit handgeschriebenen Briefen große Erfolge erzielen. Wir zeigen dir, wie du eine Öffnungsrate von über 90 % mit außergewöhnlichen Briefen erreichen kannst und den E-Mail Newsletter in den Schatten stellst.

Marketing: Ist die Handschrift im Kommen?

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Marketing: Ist die Handschrift im Kommen?

Gute Frage, erinnerst du dich an deinem handgeschriebenen Brief? Wenn nicht, dann muss es sehr lange zurückliegen. Nichts desto trotz haben wir das Gefühl, dass marketingtechnisch immer mehr Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Kunden zu überraschen. Online-Newsletter gehören heutzutage zum totalen Standard, nur blöd, wenn die meisten E-Mails im Spam landen und erst gar nicht geöffnet werden. Anders ist es bei handgeschriebenen Briefen, die geöffnet werden müssen, um an die Informationen zu gelangen.

Auf der South by Southwest (SXSW), wo die weltweit größte Digitalkonferenz in Austin stattfindet, wurde das Thema Handschriften als wahres Wundermittel gefeiert. Die Kommunikationsagentur Ogilvy & Mather meint, dass die Handschrift gerade dabei sei, den E-Mail-Newslettern den Podestplatz abzuknöpfen.

Die Conversationsraten der E-Mail-Newsletter gehen zurück

Der E-Mail Newsletter ist vielen Firmen bekannt, als das Marketingwerkzeug der Zukunft. In kürzester Zeit wird die Newsletter Kampagne erstellt und automatisiert an die Kunden abgesendet. Die Newsletter wirken oftmals langweilig und total störend. Maclean und Stallard berichten, dass sich die Öffnungsraten seit dem Jahr 2006 aufgrund vermehrter Spams deutlich halbiert haben. Im Jahr 2015 wurden gerade einmal 16,8 Prozent aller E-Mails geöffnet. Dies ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den älteren Online-Newsletter-Statistiken.

„Marketers need to think outside the inbox“, sagte Maclean und empfiehlt daher, vermehrt auf handgeschriebene Marketing-Kampagnen zu setzen. Es ist nicht falsch, weiterhin E-Mail Newsletter laufen zu lassen, allerdings bringt eine Handschrift eine ganze Reihe von positiven Eigenschaften mit sich, die der Marketingbranche nützlich kommen könnten.

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Entwurf der Firma: inkpact

Verschiedenste Studien beweisen, dass handgeschriebene Briefe zu den weit unterschätzten Marketingmaßnahmen unserer Zeit gehören. Die Öffnungsrate liege laut mehrerer Studien bei sage und schreibe 99 Prozent. Dies beweisen sogar mehrere unabhängige Studien. Zu selten warfen Empfänger einen ungelesenen Brief in den Papierkorb.

Das Ziel eines handgeschriebenen Briefes weckt bei Menschen ein emotionales Erlebnis und erhöht den Überraschungsfaktor. Auch viele Leute sind von einer Unmenge an E-Mails einfach nur überfordert. Viele Unternehmen übersehen diesen Fakt und setzen nach wie vor auf elektronische Newsletter Mails, dadurch nehmen die verschickten Briefe rapide ab. Während des Öffnens eines handgeschriebenen Briefes wird im Gehirn die Amygdala (Gehirnzone) aktiviert, dadurch wird die lustbetonte Empfindung gesteigert. Die volle Aufmerksamkeit wird dabei dem Produkt geschenkt.

Unternehmen haben Angst vor den Kosten

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Unternehmen haben Angst vor den Kosten

Viele Unternehmen glauben, dadurch sparen zu können, indem sie den Schwerpunkt auf Online-Newsletter setzen. Maclean glaubt jedoch, dass es nur ein Irrglaube ist, denn wie viel Kunden werden schon mit einem Newsletter erreicht. Handgeschriebene Briefe können laut seiner Meinung sogar helfen, Kosten einzusparen. Das beste Beispiel kommt von BRFkredit. Dabei filtern sie Kunden, die auf Anrufe, wie auch gewöhnliche Briefe nicht antworteten und versendeten ihnen hochwertige, per Handschrift beschriftete Umschläge. Was dabei passierte, verwunderte die ganze Marketingbranche. 1.300 Briefe trafen bei den Kunden ein, über 90 Prozent dieser Kunden meldeten sich zurück. Dabei konnten Ausfallkosten in Höhe von bis zu 24 Millionen Euro vermieden werden.

Fazit – Handgeschriebene Briefe sind eine optimale und erfolgsversprechende Alternative

Handgeschriebene Briefe sind eine sehr gute Alternative, der man eine Chance geben sollte. Sie haben viele positive Eigenschaften, eine Kostenkalkulation sollte Abhilfe schaffen, ob sie sich auch wirklich in deiner Unternehmung auszahlt. Dazu gibt es im Internet einige Online-Dienste, die bei der Durchführung solcher Kampagnen helfen. Das Schreiben, wie auch das Versenden wird von den Anbietern übernommen.

Außerdem empfehlen Maclean und Stallard, die Briefe mit einer persönlichen Note („be a human“) zu versehen und seine Zielgruppe genau zu definieren („be a fisherman“). Am Ende entscheidet dann nur die Pfiffigkeit („be a creative“) über den Erfolg der eigenen handgeschriebenen Werbebotschaft.

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Über Der Visionär (195 Artikel)
Mario Radivojev (Der Visionär) ist im Jahre 1989 geboren worden. Er ist diplomierter Werbegrafiker und Gründer einer Internetagentur mit Schwerpunkten in der Markenbildung (Corporate Design) und einer zukunftsorientierten Webentwicklung profiliert er sich in der heutigen internetlastigen Zeit, des Weiteren ist er auch mit den Herausforderungen des Online-Marketings vertraut. Das Bloggen hat schon seit geraumer Zeit einen hohen Stellenwert in seiner Freizeitgestaltung. Sein Ziel ist es, den Lesern Wissen in einer leicht verständlichen Schreibart weiterzugeben.

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