Computerspiele: Wie erkenne ich, ob mein Kind spielsüchtig ist

spielsüchtig Computerspiele: Wie erkenne ich, ob mein Kind spielsüchtig ist

Fast jedes Kind liebt wahrscheinlich Computerspiele und viele würden am liebsten den ganzen Tag ihre Zeit damit verbringen, doch dies sollte vermieden werden, denn so schnell kann man manchmal gar nicht schauen, wie das Kind spielsüchtig ist. Das Thema Spielsucht wird in den Medien und von den Medizinern nicht ohne Grund sehr oft thematisiert, denn es ist nicht zu unterschätzen. Der folgende Ratgeber erläutert dir, wie du erkennst, ob dein Kind spielsüchtig ist und wie du eine solche Spielsucht verhindern kannst.

Spielen ist wichtig für Kinder, aber es gilt zu vermeiden, dass das Kind spielsüchtig wird

Das Spielen gehört bei jedem Kind zu den Grundbedürfnissen, denn hierbei schafft es sich Freiräume. Wenn Kinder im Internet unterwegs sind, werden sie auch die Computerspiele entdecken. Diese versprechen jede Menge Spielespaß und Kinder lernen zudem beim Spielen auch sehr viel. Zu den Vorteilen gehören ein besseres Reaktionsvermögen, die Anregung von Denkprozessen und das spielerische Kennen lernen des Computers. Kinder sind von den Computerspielen ganz besonders fasziniert, denn durch die Animationen, die Fantasiewelt, in die das Kind abtauchen kann, die spannenden Abenteuer, mit denen zahlreiche Spiele begeistern und vieles mehr werden sie sehr schnell in den Bann gezogen.

Faszinierendes Spielen bis hin zu spielsüchtig – ein schleichender Prozess

Von Langeweile ist bei den Computerspielen keine Spur mehr, doch sie verbergen auch einige Risiken, denn leicht kann das Kind den Bezug zur Realität verlieren und spielsüchtig werden. Während die reale Welt unsicherer und unkalkulierbarer ist, empfindet ein Kind die virtuelle Welt als leichter zugänglich. Daher ziehen sich Kinder oftmals lieber in die Virtualität zurück, anstatt sich mit den Alltagsproblemen auseinanderzusetzen. Genau hier beginnt auch der Teufelskreis, denn je größer und unüberwindlicher die Probleme erscheinen, umso stärker ist auch die Gefahr, dass das Kind in die Computerspielwelt fliehen möchte.

Was passiert beim Spielen im Gehirn? Wie entsteht die Spielsucht?

Während des Spielens führen verschiedene Faktoren, beispielsweise positive Erlebnisse, dazu, dass das Dopamin, der Glücksbotenstoff, freigesetzt wird. Dadurch fühlt das Kind, dass das Spielen die optimale Möglichkeit ist, um sich selber zu belohnen. Damit entsteht eine psychische Abhängigkeit, die schnell dazu führt, dass das Kind spielsüchtig werden kann. Denn immerhin möchte es dieses schöne Gefühl von nun an regelmäßig spüren. Vor allem Kinder, die psychisch nicht gefestigt sind, sehen in den Computerspielen oftmals die einzige Möglichkeit, um mit Emotionen umzugehen. Bei ihnen vermitteln die Computerspiele ein gutes Gefühl und Unangenehmes wird dabei verdrängt. Zu den weiteren Ursachen, warum ein Kind eher spielsüchtig werden kann, gehören zum Beispiel Ärger mit Freunden, Hänseleien oder Mobbing in der Schule, ein kaltes familiäres Umfeld, ein fehlendes Selbstvertrauen, Langeweile etc. Dies sind Faktoren, die ein Fliehen in die virtuelle Welt begünstigen. Anfangs steht der Spaß an erster Stelle. Wenn das Kind jedoch spielsüchtig ist, dienen die Computerspiele ihm dazu, der schwierigen Realität zu entfliehen, Macht auszuüben, das eigene Selbstwertgefühl zu steigern und Stress zu bewältigen. Wenn dies mit den Spielen gelingt, lernt das Gehirn des Kindes, dass in der virtuellen Welt alles möglich und zu schaffen ist. Das Gefährliche ist jedoch, dass das Bewältigen realer Probleme hingegen immer schlechter gelingt.

Woran zeigt sich, dass ein Kind spielsüchtig ist und was sind die Folgen?

Wenn das Kind spielsüchtig ist, verliert es ein jegliches Gefühl dafür, wie lange es vor dem Computer sitzt. Spielt es nicht, stellen sich verschiedene Entzugserscheinungen ein, beispielsweise eine Nervosität, Unruhe, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen bis hin zu Schlafstörungen. In diesen Fällen ist es wichtig, die Computerspielsucht zu erkennen und dagegen zu steuern. Zunächst einmal sollte beobachtet werden, wie viel Zeit sich das Kind jeden Tag mit Computerspielen beschäftigt. Hierbei gilt es jedoch, zu differenzieren, denn ein neu erworbenes Computerspiel kann auch über Monate hinweg faszinieren. Allerdings darf der erhöhte Zeitaufwand für die Computerspiele nicht dauerhaft sein. Ist die Faszination für die Spiele beim Kind so groß, dass andere Freizeitbeschäftigungen nicht mehr reizvoll sind, es keinen anderen Hobbys mehr nachgehen und keine Freunde mehr treffen möchte und zudem die Schule vernachlässigt, sollten Eltern alarmiert sein.

Erkennen, wenn ein Kind spielsüchtig ist

Es gibt verschiedene Anzeichen, woran sich zeigt, ob ein Kind spielsüchtig ist. Es ist grundsätzlich schwer zu erkennen, da es heutzutage normal geworden ist, dass auch schon die Kinder viel Zeit am Computer verbringen. Dies muss nicht immer gleich bedeuten, spielsüchtig zu sein. Es sind verschiedene Komponenten, die hier zusammen spielen und neben den genannten Entzugserscheinungen und –symptomen dazu führen, dass ein Kind spielsüchtig ist. Diese gilt es zu erkennen. Die deutlichsten Anzeichen sind, wenn das Kind Hobbys aufgibt, Sozialkontakte vernachlässigt sowie das Schlafen und Essen sich verändern. Zudem kommt es oftmals zu einem Leistungsabfall. Es besteht kein Interesse mehr für die Schule. Das Kind zieht sich letzten Endes meist sozial völlig zurück, da sich alles nur noch um die Computerspiele dreht. Typisch ist, dass das Kind selbst dann noch weiter dabei bleibt, wenn sich negative Folgen einstellen, beispielsweise der Verlust von Freunden, schlechte Noten in der Schule etc.

Tipps zum Umgang mit den Computerspielen

Im Allgemeinen sollten Computerspiele nicht mehr als einen Drittel der Freizeit ausmachen. Nicht empfehlenswert sind täglich feste Zeiten, beispielsweise dass das Kind jeden Tag eine Stunde spielen darf. Besser ist es, wöchentliche Spielzeiten auszuhandeln, die das Kind selber einteilen kann. Kinder müssen lernen, wie sie kontrolliert mit dem Computer und dem Internet umgehen und ein gesundes Maß finden. Das gänzliche Verbot des PCs sollte jedoch vermieden werden, denn das Ziel besteht nicht in der Abstinenz des heutzutage so wichtigen Mediums.

Fazit

Dies waren die Tipps, wie Eltern erkennen können, ob ihr Kind spielsüchtig ist. Es ist wichtig, dass Eltern versuchen die Spielgewohnheiten ihres Kindes kennen zu lernen, um sie beurteilen zu können. Genauso wichtig ist es, sich damit auseinanderzusetzen, wie es dem Kind geht und ob es vielleicht Probleme hat, die der Grund dafür sind, dass sich das Kind immer mehr mit den Computerspielen statt mit der realen Welt beschäftigt. Oftmals muss bei diesem Prozess viel Verständnis durch die Eltern aufgebracht werden und auch die Bereitschaft der Familie, negative Verhaltensmuster zu verändern. Dies alles sollte möglichst früh geschehen, denn wenn das Kind einmal spielsüchtig ist, ist es meist sehr schwer, diesem Teufelskreislauf zu entkommen. Manchmal ist dies nur noch mit professioneller Hilfe möglich.

Über Der Philosoph (486 Artikel)
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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