Old Money Style ist kein neuer Trend. Er war nie weg. Was sich in den letzten Jahren veraendert, ist die Aufmerksamkeit dafür – vor allem bei jüngeren Männern, die genug von Logoware, Streetwear-Hype und kurzlebigen Trends haben. Der Old Money Look steht für das Gegenteil: zurückhaltend, hochwertig, zeitlos. Kein Schreien nach Aufmerksamkeit, aber sofortige Wirkung.
Dieser Artikel zeigt dir 10 konkrete Looks, wie der Stil funktioniert, welche Kleidungsstücke wirklich zählen und was Old Money Fashion von verwandten Stilen wie Business Casual oder Preppy unterscheidet.
Was ist der Old Money Look?
Old Money beschreibt ursprünglich alten Familienreichtum – Vermögen, das über Generationen weitergegeben wurde, ohne dass man darüber spricht. Der Stil, der damit verbunden ist, folgt derselben Logik: Qualität ist sichtbar, aber dezent. Markenlogos fehlen. Schnitte sind klassisch. Die Farbpalette ist zurückhaltend.
Der Old Money Aesthetic für Männer entstand in den Kreisen amerikanischer Eliteunis – Harvard, Yale, Princeton – und britischer Gentlemen-Kultur. Tweed, Kaschmir, Loafer, weißes Leinenhemd. Kleidung, die nicht beweisen muss, was sie kostet.
Was ihn heute relevant macht: Er funktioniert nicht nur auf dem Campus oder im Segelclub. Er funktioniert im Büro, beim Date, auf Reisen. Der erste Eindruck entsteht in Sekunden – und der Old Money Look sendet dabei ein Signal, das keine Erklärung braucht.
Old Money vs. Business Casual vs. Preppy: Der Unterschied
Die drei Stile werden häufig durcheinandergebracht. Sie haben eine gemeinsame DNA, aber klare Unterschiede:
- Old Money: Zeitlose Klassiker, hohe Materialqualität, keine sichtbaren Logos, gedeckte Farben. Wirkt mühelos – nicht wie Anstrengung.
- Business Casual Männer: Professionell aber nicht formal. Anzughose mit Poloshirt oder Strickjacke. Eher funktional als stilistisch durchdacht.
- Smart Casual Männer: Flexibler als Business Casual, persönlicher. Ein Blazer über einem weißen T-Shirt zählt hier. Näher an Old Money, aber oft mit moderneren Elementen.
- Preppy Style Männer: Amerikanische Ivy-League-Tradition, buntere Farben, manchmal verspielt. Oft mit Bootsschuhen, Karos und Streifenpullover. Verwandt mit Old Money, aber nicht identisch.
Old Money ist die ruhigste dieser Varianten. Er verzichtet auf Signalfarben und möchte nicht auffallen – und fällt gerade deshalb auf.
Die 10 Old Money Looks für Männer
1. Der klassische Blazer-Look
Der Blazer ist das wichtigste Einzelstück im Old Money Stil – und das aus gutem Grund. Ein strukturierter Tweed- oder Wollblazer in Navy, Dunkelgrün oder Camel hat eine Tragweite, die kein Fast-Fashion-Sakko erreicht. Der Schnitt muss klassisch sein: Schulternaht genau auf der Schulter, die Ärmel zeigen exakt einen Zentimeter Hemdsärmel. Darunter ein weißes Oxford-Hemd, offen am Kragen – kein Krawattenzwang. Dazu eine gut sitzende Chino in Beige oder Khaki und Loafer aus glattem Leder. Kein Gürtel mit sichtbarem Logo. Dieser Look funktioniert tagsüber und abends gleichermaßen. Er erfordert keine großen Kosten, aber ein gutes Auge für Passform. Wer einmal in einen wirklich sitzenden Blazer investiert hat, greift immer wieder darauf zurück – weil er mit fast allem funktioniert.
Blazer auf einen Blick
KernteileTweed- oder Wollblazer, weißes Oxford-Hemd, Chino Beige/Khaki, Loafer Leder
FarbenNavy, Dunkelgrün, Camel, Beige, Weiß
SaisonGanzjährig
AnlassBüro, Date, Abend, Wochenende
Fehler vermeiden: Blazer zu eng oder zu weit – Passform ist alles
2. Der Polo-Look
Das Polo-Shirt ist das lässigste Gesicht des Old Money Stils – und einer der einfachsten Einstiege. Entscheidend ist das Material: kein synthetisches Sportpolo aus Polyester, sondern eines aus Pima-Baumwolle oder feinem Strick. Der Unterschied ist sofort sichtbar – im Fall, im Griff, in der Art, wie es getragen wird. Farben: Weiß, Navy, Dunkelgrün, Bordeaux. Nichts Grelles, nichts mit grossem Logo auf der Brust. Dazu eine helle Chino oder eine gut sitzende Bermudahose – Knie sollte knapp freigelassen werden, nie zu weit. Das Polo-Hemd wird leicht gebläst getragen, nicht straff gestopft. Loafer aus Leder oder weiße Ledersneaker mit flacher Sohle. Eine schlichte Uhr am Handgelenk. Dieser Old Money Style Männer Sommer-Look trägt sich von morgens bis abends, ohne Kompromisse einzugehen.
Polo auf einen Blick
KernteilePima-Baumwollpolo, helle Chino oder Bermuda, Loafer oder weiße Ledersneaker
FarbenWeiß, Navy, Dunkelgrün, Bordeaux
SaisonFrühling/Sommer
AnlassWochenende, Urlaub, legeres Büro, Lunch
Fehler vermeiden: Synthetisches Sportpolo – Material macht den gesamten Look
3. Der Rollkragen-Look
Der Rollkragen ist das eleganteste Basisteil des Old Money Looks für Herbst und Winter. Ein feiner Kaschmir- oder Merinorollkragen in Creme, Grau oder Dunkelblau sitzt direkt auf der Haut und hat eine Weichheit, die Polyester niemals erreicht. Getragen unter einem strukturierten Blazer oder Mantel entsteht ein Look, der formell genug für das Büro ist und zugleich entspannt wirkt. Dazu eine dunkle Flanellhose in Grau oder Dunkelblau. Keine Uhr mit Plastikaband, kein auffälliger Schmuck. Der Rollkragen ersetzt das Hemd vollständig – er wirkt formeller als ein T-Shirt, aber weicher als ein Krawattenhemd. Gerade für Männer, die Krawatten meiden aber trotzdem Klasse ausstrahlen wollen, ist das die eleganteste Lösung im Winter-Portfolio. Kaschmir kostet, aber er hält Jahrzehnte.
Rollkragen auf einen Blick
KernteileKaschmir- oder Merinorollkragen, strukturierter Blazer oder Mantel, Flanellhose
FarbenCreme, Grau, Dunkelblau, Camel
SaisonHerbst/Winter
AnlassBüro, Date, Kulturveranstaltungen, Weihnachtsessen
Fehler vermeiden: Billiger Acrylrollkragen – nur Kaschmir oder Merino
4. Der Trenchcoat-Look
Ein klassischer Trenchcoat in Beige oder Camel ist eines der langlebigsten Kleidungsstücke überhaupt – und der definitiv beste Mantel für den übergang. Er hat eine Geschichte, die bis in den Ersten Weltkrieg reicht, und wirkt trotzdem oder gerade deshalb zeitlos modern. Kombiniert mit einer dunklen Anzughose, einem weißen Hemd und Oxford-Schuhen aus glattem Leder entsteht ein Look, der seit Jahrzehnten funktioniert. Der Trenchcoat sollte bündig über dem Knie enden – zu kurz wirkt billig, zu lang macht schmächtig. Der Gürtel wird mit dem Schnallensystem geschlossen, nicht in einer Schleife gebunden. Darunter darf auch ein Rollkragen oder ein Blazer getragen werden. Dieser Look funktioniert im Büro genauso wie auf der Straße und in jedem europäischen Stadtbild. Qualitätsmerkmal: ein Futter aus Baumwolle, kein Synthetik.
Trenchcoat auf einen Blick
KernteileTrenchcoat Beige/Camel, dunkle Anzughose, weißes Hemd, Oxford-Schuhe
FarbenBeige, Camel, Weiß, Dunkelgrau, Schwarz (Schuhe)
SaisonHerbst/Frühling, milder Winter
AnlassBüro, Stadt, Kulturveranstaltungen, Reisen
Fehler vermeiden: Gürtel in Schleife binden – immer mit Schnalle schließen
5. Der Leinen-Look
Leinen ist das Material des Sommers im Old Money Fashion – und wer es einmal richtig getragen hat, kehrt jedes Jahr zurück. Ein Leinenhemd in Weiß, Hellblau oder Sandfarben hat eine Textur und Luftigkeit, die Baumwolle im Hochsommer nicht erreicht. Es wird leicht gebläst getragen, die Ärmel aufgekrempelt. Dazu eine beige Chino aus leichtem Stoff und helle Lederschuhe oder Espadrilles. Der Look lebt bewusst von der Leichtigkeit des Materials – Leinen knittert, und das ist gewollt. Kein aufgebügeln bis zur Steifheit. Wer das versteht, wirkt mühelos elegant. Im Urlaub in Südfrankreich, in Italien oder auf einer Terrasse im Sommer ist dieser Look sein bestes Ich. Wichtig: das Hemd sollte nicht zu weit sein – der Old Money Look ist schmaler als die Hippie-Variante desselben Materials.
Leinen auf einen Blick
KernteileLeinenhemd, leichte Chino, Espadrilles oder helle Lederschuhe
FarbenWeiß, Hellblau, Sand, Beige, Khaki
SaisonSommer
AnlassUrlaub, Wochenende, Terrassenrestaurant, Sommer-Aperitif
Fehler vermeiden: Zu weites Leinen – der Schnitt bleibt schlank, auch bei leichtem Material
6. Der Ivy-League-Look
Der Ivy-League-Stil ist die amerikanische Wurzel des Old Money Aesthetic und einer der entspanntesten Looks in diesem Spektrum. Er entstand auf den Campussen von Harvard, Yale und Princeton in den 1950er und 1960er Jahren – eine Mischung aus College-Tradition und gepflegter Lässigkeit. Kariertes oder gestreiftes Oxford-Hemd, eine gut sitzende Chinohose in Khaki, Bootsschuhe aus Leder. Dazu ein Shetlandpullover oder eine Strickjacke mit V-Ausschnitt in gedeckten Farben – Braun, Dunkelgrün, Weinrot. Keine Sporttaschen, keine Sneaker mit zu viel Profilsohle. Klassische Leder- oder Segeltuchrucksäcke passen perfekt. Dieser Look ist der entspannteste der zehn und trägt sich von Montag bis Sonntag ohne Anstrengung. Er funktioniert im Büro genauso wie an Wochenenden – und wird nie zu lässig und nie zu steif.
Ivy-League auf einen Blick
KernteileOxford-Hemd kariert/gestreift, Chino Khaki, Bootsschuhe, Shetlandpullover oder V-Neck-Strickjacke
FarbenBraun, Dunkelgrün, Weinrot, Khaki, Weiß
SaisonGanzjährig
AnlassWochenende, Uni, legeres Büro, Reisen
Fehler vermeiden: Sportrucksack – klassischer Leder- oder Segeltuchrucksack ist Pflicht
7. Der Wintermantel-Look
Ein schwerer Wollmantel ist der Old Money Look für kalte Tage – und einer der Momente, in denen Qualität sich am deutlichsten zeigt. Ein guter Wollmantel in Dunkelgrau, Dunkelblau oder Camel hat ein Eigengewicht, das man sieht und fühlt. Günstige Varianten fallen durch die dünne Silhouette und das faltige Material sofort auf. Darunter ein Rollkragenpullover in Kaschmir oder ein klassisches Hemd mit Krawatte, je nach Anlass. Dazu eine dunkle Hose und schwarze oder dunkelbraune Oxford-Schuhe aus glattem Leder. Der Mantel wird geschlossen getragen – offen über die Schultern geworfen ist eine andere Kategorie. Kein Schal in grellen Farben, kein Mütze mit Bommel. Ein einfacher Kaschmirschal in Grau oder Navy ist das richtige Accessoire. Wer diesen Look einmal zusammenstellt, trägt ihn zehn Jahre.
Wintermantel auf einen Blick
KernteileSchwerer Wollmantel, Rollkragen oder Hemd mit Krawatte, dunkle Hose, Oxford-Schuhe
FarbenDunkelgrau, Dunkelblau, Camel, Schwarz (Schuhe)
SaisonWinter
AnlassBüro, Stadtbummel, Theater, Abendessen
Fehler vermeiden: Dünner Mantel aus Polyester – Wollgewicht unter 400g wirkt nicht
8. Der Maritime Look
Der maritime Look ist die nautische Variante des Old Money Stils – entstanden auf Segeljachten und in Strandclubs an der Ostseeküste, in der Normandie und in den Hamptons. Er hat etwas Entspanntes und gleichzeitig Gepflegtes, das kaum ein anderer Stil erreicht. Gestreiftes Bretonershirt oder klassisches Marineshirt in Weiß-Navy kombiniert mit einer weißen oder beigen Chino und weißen Ledersneakern oder Bootsschuhen. Eine leichte Segeljacke oder ein Blazer in Dunkelblau ergänzt den Look für kühlere Abende. Kein Neon, keine Kunstfasern, keine Plastikuhren. Dieser Look funktioniert besonders im Frühling und Sommer und ist eine der lässigsten Varianten des Old Money Fashion. Er verträgt sich gut mit einer klassischen Segelschuhe-Sandale und einem einfachen Lederarmband als einziges Accessoire.
Maritimer Look auf einen Blick
KernteileBretonershirt Weiß-Navy, Chino weiß/beige, Bootsschuhe oder weiße Ledersneaker, Segeljacke optional
FarbenWeiß, Navy, Beige, Hellblau
SaisonFrühling/Sommer
AnlassUrlaub, Wochenende, Hafenrestaurant, Segeltour
Fehler vermeiden: Zu viele maritime Symbole – ein Streifen reicht, kein Anker-Print zusaetzlich
9. Der Abend-Look
Für formellere Anlässen hat der Old Money Stil seine eleganteste Variante: Ein gut sitzender Anzug in Dunkelblau oder Charcoal, ein weißes Hemd mit feiner Struktur, eine schlichte Krawatte in dunkel oder ein seidenes Einstecktuch. Schwarze Oxford-Schuhe aus glattem Leder, poliert. Keine Anzüge mit sichtbaren Markenlogos auf dem Knopf, kein auffälliges Muster. Das Einstecktuch wird locker gefaltet, nicht maschinell vorgefertigt und gesteckt. Der Anzug muss sitzen – nicht eng, nicht zu weit. Taillierung ist erlaubt, aber kein Stretch. Manschetten schauen einen Zentimeter unter dem Sakko hervor. Eine klassische Uhr mit Leder- oder Metallband ist das einzige Accessoire, das hier zählt. Gerade die kleinen Details machen den Unterschied zwischen einem guten und einem wirklich starken Abend-Outfit.
Abend auf einen Blick
KernteileAnzug Dunkelblau/Charcoal, weißes Hemd, Krawatte oder Einstecktuch Seide, Oxford-Schuhe schwarz poliert
FarbenDunkelblau, Charcoal, Weiß, Schwarz
SaisonGanzjährig
AnlassGaladinner, Hochzeit, Theater, Geschäftsessen
Fehler vermeiden: Einstecktuch maschinell gefaltet – immer locker und handgemacht stecken
10. Der Casual-Old-Money-Look
Der entspannteste Old Money Look für den Alltag braucht nur drei Teile – und ist trotzdem sofort erkennbar. Ein weißes oder creme-farbiges T-Shirt aus schwerem Baumwollstoff in 200g oder mehr – kein Logo, kein Print, kein aufgedrucktes Markenzeichen. Kombiniert mit einer gut sitzenden Chinohose in Beige oder Dunkelblau und Loafern aus glattem Leder. Kein Gürtel, wenn möglich. Eine klassische Uhr am Handgelenk als einziges Accessoire. Dieser Look lebt davon, dass jedes einzelne Teil hochwertig ist – nicht teuer, aber hochwertig. Das weiße T-Shirt aus 15 Euro schlechter Baumwolle fällt durch. Das aus 60 Euro schwerem Pima-Stoff wirkt wie ein Statement. Männer mit echtem Selbstbewusstsein brauchen keine Logos – ihre Haltung und ihr Auftreten sprechen für sich.
Casual-Old-Money auf einen Blick
KernteileSchweres weißes T-Shirt (200g+), Chino Beige/Dunkelblau, Loafer Leder, klassische Uhr
FarbenWeiß, Creme, Beige, Dunkelblau
SaisonGanzjährig
AnlassAlltag, Wochenende, Cafe, Supermarkt, Spaziergang
Fehler vermeiden: Billiges dünnes T-Shirt – Materialgewicht entscheidet alles
Farben und Materialien im Old Money Stil
Wer den Old Money Look aufbauen will, muss keine teure Designergarderobe kaufen. Er muss die richtigen Farben und Materialien kennen:
- Farben: Navy, Dunkelblau, Camel, Beige, Weiß, Cremeweiß, Dunkelgrün, Weinrot, Grau, Braun. Keine Neonfarben, kein Knallrot, kein Schwarz als einzige Hauptfarbe.
- Materialien: Wolle, Kaschmir, Merinowolle, Baumwolle (Oxford, Pima), Leinen, Leder. Keine Polyestermischungen als Hauptstoff, kein Kunstleder.
- Muster: Dezente Karos wie Glencheck oder Houndstooth, feine Streifen, einfarbige Flächen. Keine auffälligen Prints, keine Logoware.
Old Money Haare und Grooming
Zur Ästhetik des Old Money Looks gehört auch das Haar. Der klassische Old Money Männer Haarschnitt ist sauber, strukturiert und zurückhaltend: seitlich kurz, oben länger, nach hinten oder seitlich gekammt. Der Mittelscheitel ist eine der stärksten Varianten für diesen Stil – er wirkt klassisch und hat zuletzt ein deutliches Comeback erlebt.
Bart ist möglich, aber immer gepflegt: kurzer Dreitagebart oder ein sauber rasiertes Gesicht. Kein ungepflegter Vollbart. Parfum: zurückhaltend, holzig oder aquatisch – kein süßlicher Massenduft. Hände und Nägel gepflegt. Schuhe immer poliert. Dieser Aspekt wird häufig unterschätzt: Im Old Money Look ist das Gesamtbild entscheidend, nicht ein einzelnes Kleidungsstück.
Auf einen Blick: 10 Old Money Looks für Männer
| Look | Kernstücke | Saison |
|---|---|---|
| 1. Klassischer Blazer-Look | Tweedblazer, Chino, Loafer, Oxford-Hemd | Ganzjährig |
| 2. Polo-Look | Pima-Baumwollpolo, helle Chino, Loafer | Frühling/Sommer |
| 3. Rollkragen-Look | Kaschmirrollkragen, Blazer, Flanellhose | Herbst/Winter |
| 4. Trenchcoat-Look | Beiger Trenchcoat, Anzughose, Oxford-Schuhe | Herbst/Frühling |
| 5. Leinen-Look | Leinenhemd, Chino, Espadrilles | Sommer |
| 6. Ivy-League-Look | Oxford-Hemd, Chino, Bootsschuhe, Strickjacke | Ganzjährig |
| 7. Wintermantel-Look | Schwerer Wollmantel, Rollkragen, Oxford-Schuhe | Winter |
| 8. Maritimer Look | Bretonershirt, Chino, Segeljacke, Bootsschuhe | Frühling/Sommer |
| 9. Abend-Look | Dunkelblauer Anzug, weißes Hemd, Einstecktuch | Ganzjährig |
| 10. Casual-Old-Money-Look | Schweres weißes T-Shirt, Chino, Loafer, Uhr | Ganzjährig |
Fazit
Old Money Style für Männer ist kein teures Hobby. Er ist eine Haltung gegenüber Kleidung: weniger kaufen, besser kaufen, länger tragen. Wer einmal eine gute Chinohose besitzt, einen sauber sitzenden Blazer und ein paar Loafer aus echtem Leder, hat die Grundlage für alle zehn Looks in diesem Artikel.
Der entscheidende Unterschied zu anderen Stilen liegt nicht im Preis, sondern in der Konsequenz. Kein Logohemd zum Tweedblazer. Keine Trainingshose zum Leinenhemd. Jedes Teil passt zum nächsten – nicht weil es teuer ist, sondern weil es ausgewählt ist.
Fang mit einem Look an, der zu deinem Alltag passt. Der Casual-Old-Money-Look ist der einfachste Einstieg: weißes T-Shirt, gute Chino, Loafer. Kauf diese drei Stücke in guter Qualität – und beobachte, was passiert.
Häufig gestellte Fragen zum Old Money Style
Was bedeutet Old Money Style bei Männern?
Old Money Style bezeichnet einen zeitlosen, zurückhaltenden Kleidungsstil, der auf hochwertigen Materialien, klassischen Schnitten und einer gedeckten Farbpalette basiert. Er verzichtet vollständig auf sichtbare Markenlogos und orientiert sich an der Garderobentradition amerikanischer Ivy-League-Kreise und britischer Gentlemen-Kultur. Der Begriff Old Money kommt aus dem Englischen und beschreibt alten Familienreichtum, der über Generationen weitergegeben wurde – Geld, über das man nicht spricht. Der Stil folgt dieser Logik: Qualität ist sichtbar, aber dezent. Tweed, Kaschmir, Leder und Leinen sind die Materialien dieses Stils. Wer ihn trägt, signalisiert Geschmack ohne Anstrengung – und genau das ist sein Kern.
Wie unterscheidet sich Old Money Fashion von New Money?
New Money kommuniziert Reichtum durch sichtbare Logos, erkennbare Marken und auffällige Teile. Gucci-Gürtel, Supreme-Hoodie, aufgedruckte Logoware – alles signalisiert: Ich kann mir das leisten. Old Money tut das Gegenteil. Die Qualität ist da, aber sie drängt sich nicht auf. Wer weiß, der weiß – alle anderen müssen es nicht sehen. Ein Mann im Old Money Look trägt einen Tweedblazer ohne sichtbares Label und Loafer aus echtem Leder ohne Markenlogo außen. Wer das Material anfasst und den Schnitt sieht, erkennt die Qualität. Wer nicht hinsieht, sieht einen schlicht gekleideten Mann. Genau dieser Unterschied ist der Kern des Old Money Aesthetic.
Welche Kleidungsstücke braucht man für den Old Money Look?
Die Grundausstattung ist kleiner als viele denken. Ein strukturierter Blazer in Navy oder Camel ist das wichtigste Einzelstück. Dazu zwei Chinohosen – eine in Beige, eine in Dunkelblau. Weiße und hellblaue Oxford-Hemden. Ein Rollkragenpullover in Kaschmir oder Merino für den Winter. Ein klassischer Trenchcoat in Beige. Loafer aus glattem Leder. Ein schweres weißes T-Shirt ohne Print. Ein Leinenhemd für den Sommer. Mit diesen zehn bis zwölf Teilen lassen sich alle Looks in diesem Artikel aufbauen. Keines dieser Stücke muss ein Designerlabel tragen – Passform und Materialqualität entscheiden, ob ein Look funktioniert oder nicht.
Muss Old Money teuer sein?
Nein – aber er muss nicht billig sein. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in der Materialqualität und der Passform. Viele Stücke des Old Money Looks gibt es bei Massimo Dutti, COS, UNIQLO oder Arket in guter Qualität zu vernünftigen Preisen. Ein Wollblazer für 150 Euro von COS schlägt einen Polyesterblazer für 400 Euro jederzeit, wenn der Schnitt stimmt. Was sich lohnt zu investieren: Schuhe aus echtem Leder, ein guter Rollkragen aus Merino oder Kaschmir, ein strukturierter Blazer. Was günstig sein darf: Chinohosen, Oxford-Hemden, Gürtel. Das Fundament ist Material und Passform – nicht das Preisschild.
Wie trägt man Old Money Style im Sommer?
Im Sommer wechselt der Old Money Look auf leichte Materialien und hellere Farben. Das Leinenhemd in Weiß oder Hellblau ersetzt das Oxford-Hemd. Das Polo-Shirt aus Pima-Baumwolle ist das lässigste Sommer-Statement. Die Chino bleibt, wird aber in hellem Beige oder Khaki getragen. Espadrilles oder helle Lederschuhe ersetzen die Loafer aus glattem Leder. Die Farbpalette bleibt zurückhaltend – Weiß, Hellblau, Beige, Sand, helles Khaki. Kein Neon, keine grellen Prints, keine synthetischen Stoffe. Eine schlichte Uhr am Handgelenk, kein Plastikarmband. Der Sommer-Look des Old Money Stils ist der mühelos-elegante Look für Urlaub, Wochenende und jede Terrasse.
Welche Frisur passt zum Old Money Look?
Der klassische Old Money Haarschnitt ist sauber, strukturiert und zurückhaltend. Seitlich kurz gehalten, oben länger, nach hinten oder seitlich gekammt. Der Mittelscheitel ist eine der beliebtesten Varianten und hat in den letzten Jahren ein starkes Comeback erlebt – er wirkt klassisch ohne altbacken zu sein. Ein seitlicher Scheitel mit glattem Deckhaar funktioniert genauso gut. Das Haar wird mit einem leichten Hold-Pomade oder -Creme gestylt, nie mit Hochglanz-Gel. Kein ungekämmtes Naturlook-Haar, das nach keiner Entscheidung aussieht, aber auch kein überstyltes Gel-Ergebnis aus den 2000ern. Bart ist möglich – kurz, gepflegt, klar definiert. Das Gesamtbild muss bewusst und kontrolliert wirken, ohne übertrieben zu sein.
Weitere Informationen
- Low Taper Fade: Schnitt, Wirkung und Styling
- Der richtige Manschettenknopf zum richtigen Hemd
- Brillentrends für Männer: Diese Modelle sind angesagt
- Das Outfit macht den Mann: Was Kleidung über dich sagt
- Mittelscheitel beim Mann: Trend und Styling
- Crew Cut Frisuren: Der Männertrend des Jahres
- Vokuhila Frisur für Männer: Comeback eines Klassikers
- Avatar Frisur: 10 Arten die sofort auffallen
- Caesar Cut beim Mann: 10 Arten dieser markanten Frisur
- Schachbrett Frisur: Der auffälligste Haartrend gerade
- Selbstvertrauen aufbauen: 12 Wege die bei Männern wirklich funktionieren












Seien Sie der erste, der einen Kommentar abgibt