Selachophobie: Die Angst vor Haien

Selachophobie
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Es ist völlig natürlich, dass Du Dich vor Haien fürchtest, wenn Du ihnen beim Schwimmen oder bei Bootstouren in fernen Meeren begegnest. Sie wirken in der Tat gefährlich, doch Menschen gehören nicht zu ihrer bevorzugten Beute. Wird die Angst vor Haien jedoch krankhaft, handelt es sich um eine Selachophobie. Diese Hai-Phobie gehört zu den speziellen Phobien, da die Betroffenen vor etwas Bestimmten, in diesem Fall vor Haien, Angst haben.

Werden die Betroffenen nicht mit Haien konfrontiert, müssen sie keine Angst haben. Sie entwickeln jedoch oft schon Ängste bei dem Gedanken daran, von einem Hai angegriffen zu werden. Diese Angststörung kann behandelt werden. Die richtige Anlaufstelle ist der Psychotherapeut, der die Ursachen ermittelt und dann die geeignete Behandlung vornimmt.

Eine Selachophobie ist eine spezielle Phobie, da sie sich auf ein bestimmtes Objekt, den Hai, bezieht. Die Betroffenen haben Angst vor Haien und davor, von ihnen angegriffen zu werden. Die Hai-Phobie äußerst sich nicht nur mit Panik, Atemnot oder Schweißausbrüchen, wenn sich die Betroffenen in unmittelbarer Nähe von Haien oder an Gewässern befinden, in denen sich Haie aufhalten.

Begegnest Du einem Hai in einem fernen Meer, wenn Du dort schwimmst oder mit dem Boot unterwegs bist, ist es völlig normal, wenn Du davor Angst hast. Die Betroffenen von einer krankhaften Angst vor Haien fürchten mitunter jedoch schon Gewässer und den Aufenthalt in deren Nähe, in denen sich gar keine Haie befinden, beispielsweise Ostsee, Nordsee, Binnenseen, Baggerseen oder Schwimmbäder. Sie meiden daher solche Gewässer und verzichten auf einen Urlaub am Meer oder an einem See.

Auch Taucher können unter einer krankhaften Angst vor Haien leiden, da sie ihnen beispielsweise schon einmal begegnet sind. Bei Tauchern ist diese Angst durchaus begründet. Gefährlich wird es, wenn die Hai-Phobie krankhaft wird.

Die Angst vor Haien äußert sich darin, dass die Betroffenen mit Panik reagieren, wenn sie Haien begegnen oder fürchten, dass in einem Gewässer Haie leben können. Sie entwickeln oft nicht nur große Ängste, wenn sie die Nähe von Haien spüren oder fürchten, sondern sogar in der Nähe von Gewässern können sie Ängste zeigen, unabhängig davon, ob dort Haie leben oder nicht. Es sind oft schon die Bilder von Haien im Fernsehen, im Internet oder in Büchern, die Ängste auslösen.

So wie alle Phobien kann sich auch die Hai-Phobie mit verschiedenen Symptomen äußern:

  • Atemnot
  • Zittern
  • Schweißausbrüche
  • Schwindelgefühl
  • Nervorsität

Die Symptome einer Selachophobie sind bei jedem Betroffenen anders. Einige Betroffene reagieren nur mit Zittern, während es bei anderen zu schweren Panikattacken und sogar zu Ohnmacht kommen kann. Ist die Phobie stark ausgeprägt, können die Symptome immer stärker auftreten.

Die Angst vor Haien kann verschiedene Ursachen haben, die im Kindes- oder Erwachsenenalter aufgetreten sind. Nicht immer muss eine direkte Begegnung mit einem Hai oder sogar ein Haiangriff vorgelegen haben. Es reicht oft aus, wenn Kinder beispielsweise durch Erwachsene über die Gefahr von Haien informiert wurden. Eltern oder andere Erwachsene sind mitunter einen Schritt zu weit gegangen, da sie ihren Kindern erzählt haben, dass Haie Menschen töten oder ihnen Gliedmaßen abbeißen.

Menschen, die keine Nähe zu Haien erlebt haben, können eine unbegründete Selachophobie entwickeln. Die Ursache einer Hai-Phobie kann auch in Horrorfilmen liegen, in denen Menschen von Haien angegriffen oder getötet wurden. Nachdem 1975 der Film „Der weiße Hai“ in die Kinos kam, waren plötzlich deutlich mehr Menschen von der Angst vor Haien betroffen, die vorher nicht mit diesen Tieren konfrontiert wurden. Sie haben die Angst aufgrund der aggressiven Szenen im Film entwickelt. Auch die Medien haben den Menschen über lange Zeit suggeriert, dass Haie gefährliche, aggressive Tiere sind.

Die Angst vor Haien kann beim Psychotherapeuten gut behandelt werden. Die Erfolgsaussichten sind umso größer, je früher die Behandlung erfolgt. Der Psychotherapeut klärt die Menschen darüber auf, dass Haie wichtig für das Ökosystem der Meere sind und einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leisten. Er ermittelt in einem Gespräch die Ursachen für die Selachophobie.

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung einer Hai-Phobie ist die Hypnose. Zumeist erfolgt sie in mehreren Sitzungen. Während der Hypnosesitzungen suggeriert der Psychotherapeut den Patieten, dass sie sich nicht vor Haien fürchten müssen. Auch eine Verhaltens- und Konfrontationstherapie können mitunter hilfreich sein.

Die Patienten müssen gemeinsam mit dem Psychotherapeuten einen Film über Haie anschauen oder ein Aquarium, in denen Haie ausgestellt sind, besuchen. Hilfe kann auch eine Entspannungstherapie bringen, beispielsweise durch Atemtherapie oder Yoga. Der Psychotherapeut berät seinen Patienten über das geeignete Verhalten.

Die Selachophobie ist eine spezielle Phobie. Es handelt sich um eine krankhafte Angst vor Haien. Die Betroffenen, die unter einer Hai-Phobie leiden, meiden mitunter sogar den Aufenthalt in der Nähe von Gewässern, in denen gar keine Haie leben. Die Angst kann sich mit Panikattacken, Atemnot, Zittern oder Schwindel äußern. Gute Heilungsaussichten bestehen beim Psychotherapeuten, der mit Hypnose behandelt.

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Über Der Philosoph 1640 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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