Twitter: Die neue Übermacht in den Social Media

twitter übermacht Twitter: Die neue Übermacht in den Social Media

Viele werden sich jetzt die Frage stellen was ich mit den Titel: „Twitter die neue Übermacht in den Social Media“ bezwecken will. Bevor ich zum Hauptthema komme, möchte ich erklären um was es sich eigentlich in diesem Beitrag handelt. Ich habe in den letzten 4 Monaten aktiv in Facebook und Twitter daran gearbeitet unsere Fangemeinschaft von „Der neue Mann“ aufzubauen.Um auch stichfeste Fakten und präzise Parameter zu haben, habe ich Google Analytics als Auswertungtool genutzt. Vielen Webmaster oder Bloggern ist dieses Thema schon bekannt. Ich werde euch in diesem Bericht genau erklären welche Vor- und Nachteile Facebook und Twitter haben und was das Ergebnis unserer Testung war. Nicht nur wir waren fassungslos, sondern auch viele andere aus unserer Umgebung die sich ebenfalls mit Social Media Marketing beschäftigen, hat das Ergebnis verwundert da sie sich anscheinend nicht tiefgehender mit Twitter beschäftigt haben. Ich habe vor 12 Jahren mit Internet Marketing angefangen und Twitter war bis jetzt für mich nicht wirklich relevant. Diese Meinung habe ich natürlich geändert.

In Twitter von 0 auf 100

Ich legte für „Der neue Mann“ einen Accont an und fing an Leuten zu folgen, die sich mit den gleichen Themen beschäftigen wie wir. Da wir ein breites Spektrum an Themen haben war es nicht schwer, Accounts zu ermitteln verschiedene Interessen mit uns teilen. Parallel dazu habe ich pro Tag ein Thema aus „Der neue Mann“ – Männermagazin getwittert und habe auch Hashtags genutzt. Ich merkte sehr schnell, dass mir die Leute ebenfalls folgen. Sie favorisierten unsere Beiträge und retweeteten sie. Das tat ich natürlich auch. Themen die uns interessierten, haben wir favorisiert und kommentiert. Ich merkte schnell, wenn man sich ein wenig mit Twitter auseinandersetzt und sich aktiv am Geschehen beteiligt, dass die eigene Webseite davon profitiert.

Facebook = Schnecken-Tempo

Auch in Facebook habe ich eine Fanpage angelegt. Alle meine Freunde habe ich eingeladen und dies ist nicht wenig. Insgesamt haben wir gemeinsam ca. 5800 Einladungen verschickt, um die Fanpage zu liken und machten Werbung in Gruppen die themenrelevant war. Das Ergebnis war aber nicht zufriedenstellend. Obwohl sehr viele Besucher auf unsere Webseite kommen war der Aufwand sehr mächtig gegenüber Twitter. Wie auch in Twitter haben wir pro Tag ein Beitrag veröffentlicht und zusätzlich noch in Gruppen Werbung gemacht. Die veröffentlichten Beiträge haben wir zusätzlich mit unseren privaten Accounts geteilt, um so eine höhere Reichweite zu erreichen -leider war die Arbeit sehr zeitintensiv. Um das alles zusätzlich zu fördern, haben wir ein kleines Budget von 30 Euro in Facebook-Werbung investiert. Facebook ist einfach nicht an Twitter rangekommen, obwohl sogar ein höherer Aufwand betrieben worden ist. Ich denke Facebook wird sehr viele User verlieren, wenn sie eine Politik betreiben die nur auf Geld ausgerichtet ist.

Viralität: Twitter vs Facebook

Wir haben auch die virale Verbreitung der Beiträge unter die Lupe genommen. In Facebook müssen die Leute regelrecht gezwungen werden einen Beitrag zu teilen. Dies ist wiederum in Twitter ganz anderes. Die Leute retweeten (Teilen) die Themen sehr gerne wenn sie sie interessieren. Dadurch wird natürlich automatisch eine breitere Masse an Leuten erreicht. Der Grund dafür ist das Facebook die Viralfunktion sehr eingeschränkt hat und profitorientiert arbeitet. Wird keine Werbung für den eigenen Beitrag geschaltet, ist die Reichweite sehr eingeschränkt. Manche sprechen davon, dass nur 5-10% der Leute die die Fanpage geliked haben den Beitrag in der Timline sehen.

Aufenhaltsdauer der Besucher

Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass mehr Besucher nicht gleich heißt dass die Besucher auch „qualitative“ Besucher sind. Darum möchten wir euch auch die Besucherdauer der User zeigen.

Twitter: 3,32 Minuten
Facebook: 2,56 Minuten

Wie man hier sehen kann, punktet Twitter ganz klar. Die Besucher, die unser Männermagazin von Twitter aus besuchen, halten sich auf unserer Webseite viel länger auf als die User aus Facebook.Der Besucheranteil in unserem Männermagazin

gesamtstatistikDer Besucheranteil in unserem Männermagazin

Unser Männermagazin hat pro Monat ca im Durchschnitt 40.000 Unique User.

29,20% aus den Suchmaschinen
26,80% aus den Social Media
24,40% von Backlinks
19,70% die direkt unsere Webseite angesurft haben

Hier sieht man sehr gut, dass der Social Media Anteil nicht zu unterschätzen ist. Ca. 10720 Besucher kommen aus den Social Media pro Monat.

Der Social Media Besucheranteil

Die meisten Besucher kommen aus Twitter. Wir waren verwundert als wir die Statistik ausgewertet haben. Denn sehr viele Leute schwören auf Facebook und viele behaupten auch, dass es nicht lohnt sich im deutschsprachigen Raum mit Twitter zu beschäftigen. Ich denke, dass wir dies mit diesen Fakten und unserem Test wiederlegen konnten.

socialmediastatistik39,39% kommen aus Twitter
29,05% kommen aus Facebook
31,56% aus den restlichen Social Media Kanäle

Genau aus diesem Grund heisst der Titel: Twitter die neue Übermacht in den Social Media. Denn Twitter wird noch immer sehr unterschätzt. Besonders für Blogger oder Leute die gewisse Informationen haben möchten, ist Twitter sehr interessant.

Das Ergebniss nach 4 Monaten:

Facebook: 704 Likes
Twitter: 1799 Follower

Kritik: Facebook

Seit längerem ist bei Facebook die Reichweite sehr begrenzt und dadurch verliert die Fanpage an Qualität. Dies soll nicht heißen, dass Facebook nicht genutzt werden soll. Wir möchten nur den Unterschied zwischen Twitter und Facebook zeigen. Unsere Testung hat ergeben, dass man in Facebook sehr schwer vorankommen kann wenn kein Geld investiert wird. Facebook hat die Reichweite sehr eingeschränkt, nicht jeder Fan der die Fanpage geliked hat, sieht die aktuellen News der Fanpage in seiner Timline. Der Aufwand ist viel höher als bei Twitter.

Kritik: Twitter

Die Kommunikation zwischen den User ist sehr begrenzt. Es muss sehr genau überlegt werden, wie man am besten mit wenig Wörtern sehr viel Informationen in einen Satz packt. Wenn man einen langen Titel, Hashtag und eine Url nutzen möchte kann es oft vorkommen, dass es sich nicht ausgeht. Genau aus diesem Grund müsst sehr kreativ sein.

Fazit

Für uns ist klar, dass wir unsere kostbare Zeit lieber in Twitter investieren möchten als in Facebook. Wir sind auch weiterhin in Facebook aktiv aber nicht mehr in diesen Ausmaß wie früher. Twitter ist definitiv der bessere Weg für Blogger. Man muss sich die Zeit nehmen und sich ein wenig mit Twitter beschäftigen um Erfolg in Twitter zu haben.

Über Der Philosoph (391 Artikel)
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

1 Kommentar zu Twitter: Die neue Übermacht in den Social Media

  1. Ich habe bei nichts gemessen, möchte das oben Gesagte aber uneingeschränkt bestätigen.

    Ich war einige Jahre bei Facebook (und Xing), bin dann noch zu Google+ und habe mich lange gegen Twitter „gewehrt“. Aus dem gleichen Grund wie hier beschrieben: In Deutschland nicht relevant, kostet nur zusätzliche (unnütze) Zeit, bringt nicht viel etc.
    Andererseits habe ich gemerkt, dass es mir sehr wohl etwas bringt, wenn ich mein Netzwerk ausbaue und dass ich zwar viel Zeit auf Facebook verbringe, dort sehr nette Kontakte pflegen und gute Gespräche führen kann. Auch so mancher unterhaltsame Chat hat sich ergeben – also Facebook wollte ich nicht missen – andererseits merke ich, dass ich von vielen, mit denen ich befreundet bin, keine Nachrichten höre. Aber nicht, weil sie nichts posten, sondern weil mir Facebook immer nur eine ganz enge Auwahl in die Timline stellt.
    Beruflich – ich bin Autorin und (Wissenschafts)Journalistin – hat mir Facebook dagegen im Verhältnis zum Aufwand recht wenig gebracht. Auch wenn es dort eine Menge an Gruppen speziell für Autoren gibt.

    Seit ich auf Twitter aktiv bin, hat sich viel geändert. Ich habe innerhalb von einem halben Jahr mehr Fans und echte Unterstützer gesammelt als auf Facebook innerhalb von zwei Jahren.
    Und mit Unterstützer meine ich nicht einfach Leute, die mich retweeten oder auf meine Website kommen (letzteres habe ich ja gar nicht gemessen, kann aber sagen, dass ich, seit ich auf Twitter unterwegs bin, insgesamt einen rasanten Besucheranstieg verzeichnen kann), nein, ich meine Leute, die mir Kooperationen anbieten, Aufträge erteilen, Gastartikel anbieten, für Interviews anfragen, Bücher von mir rezensieren usw.
    Auch ich hätte das nie erwartet aber Twitter ist für mich das wichtigste Netzwerk überhaupt geworden.

    Und tatsächlich schätze ich diese Kürze der Posts, denn das ermöglicht es, in kurzer Zeit sehr viele Infos durchzugehen und nur die relevanten näher anzuschauen. Ich finde es angenehm, dass die wichtigen Infos sich hinter Links verbergen. So lässt sich – nicht zurletzt auch mit Hilfe der Hashtags – auch gut recherchieren bzw. stoße ich hier fast täglich auf richtig gute Infos!
    Ich nutze zur Verwaltung Themen-Listen und „TweetDeck“, das auch wunderbar geeignet ist, Tweets terminiert abzusetzen, so dass ich die vielen Followers und Co kanalisieren und thematisch zuordnen kann. Damit verliert man viel weniger Leute aus den Augen, selbst wenn man mit mehr asl Tausend verbunden ist, als wenn man auf Facebook versucht 500 im Blick zu behalten.

    Danke für diesen Artikel. Ich finde es äußerst befriedigend, dass mein ganz persönlicher Eindruck so fundiert belegt wird.

    Rosemarie
    http://www.rosemarie-benke-bursian.de

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