Was ist Ökopsychosomatik?

Ökopsychosomatik
Was ist Ökopsychosomatik?

Auch wenn die Ökopsychosomatik noch eine ziemlich junge Wissenschaft ist, haben sich die Experten schon seit vielen Jahrzehnten mit der Frage beschäftigt, wie die Natur auf die Psyche wirkt. Inwiefern hat die Ökopsychosomatik etwas zu tun? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns heute. Sie wird gern als evidenzbasierte interdisziplinäre Wissenschaft bezeichnet. Doch was verbirgt sich dahinter? Der Mensch und die Natur sind in vielfältiger Hinsicht miteinander verbunden. Die Ökopsychosomatik soll die Wechselwirkungen der Pflanzen, Tiere und Ökosysteme auf die psychische und körperliche Gesundheit des Menschen genauer erforschen.

Was bedeutet Ökopsychosomatik genau?

Pflanzen-Ökopsychosomatik

Der Begriff Ökopsychosomatik ist wissenschaftlich nicht etabliert und dies, obwohl er bereits 1150 von Hildegard von Bingen, der Universalgelehrtin, in ihrem Buch über die vielfältige Heilkraft der verschiedenen Pflanzen eingeführt wurde. Wir Menschen sind auf eine Rückbesinnung angewiesen. Diese soll wieder dazu führen, uns mehr mit der Natur zu verbinden, da es uns bekommt und auch der Erde als Ökosystem. Die Gesamtheit sämtlicher Lebewesen inklusive der Menschen gilt als lebender Organismus. Wir alle leben in einem ökologischen Gleichgewicht. Die Ökopsychosomatik setzt den Menschen und die Umwelt miteinander in Verbindung und untersucht die Wechselwirkungen. Sie befasst sich damit, welche gesundheitsschädigenden Umgebungsfaktoren vorliegen und wie die Auswirkungen derer sind. Gleichzeitig werden auch die gesundheitsfördernden Einflüsse der Umwelt und Natur auf die Menschen untersucht. Die Ökopsychosomatik erforscht also die medizinischen Wirkungen auf der körperlichen und psychischen Ebene, untersucht die Rolle der schädlichen Umweltstoffe bei der Entstehung körperlicher und psychischer Erkrankungen und stellt fest, inwiefern die Entfremdung der Natur dafür verantwortlich ist, dass die verschiedenen Krankheiten entstehen. Ihr Ziel besteht darin, einen naturnahen Lebensstil mit einer guten Selbstfürsorge und reichlich Naturkontakt zu entwickeln.

Studien belegen, dass die Natur dem Menschen gut tut

Natur-Ökopsychosomatik

Die Ökopsychosomatik zielt darauf ab, die positiven ökologischen Einflüsse durch ökopsychosomatische Methoden zu nutzen. Damit soll den umweltschädigenden Belastungsfaktoren entgegengewirkt werden, indem das wohltuende Potential der Natur genutzt wird, denn sie soll Heilungskräfte haben. Der Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur wird auf diese Weise eine wissenschaftliche Basis verliehen. Schon lange wird rund um die Ökopsychosomatik geforscht und es zeigen sich immer wieder neue Erkenntnisse, doch in einer Hinsicht ist das Ergebnis stets das Gleiche: Die Natur tut uns Menschen gut. Dies zeigt sich in vielfältiger Hinsicht:

  • Der Körper kann besser entspannen.
  • Der Blutdruck, Puls und Kortisolgehalt im Blut sinken.
  • Der Herzrhythmus reagiert durch das Einwirken der Natur flexibler auf Belastungen.
  • Auch Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme können dadurch gelindert werden.
  • Wenige Minuten in der Natur genügen oftmals schon, die Stimmung zu verbessern, den Frust gleichzeitig zu senken und die Konzentration zu erhöhen.
  • Es können positive Effekte der Naturerfahrungen auf die emotionale Stabilität und das Selbstwertgefühl beobachtet werden.

Dies zeigt, dass die Natur in vielerlei Hinsicht eine positive Wirkung auf den Menschen hat. Sie hilft dabei, sich mental losgelöst zu fühlen von der Routine, dem Alltagstress und den Pflichten. Nirgends gelingt dies so einfach wie in der Natur. Dabei spielt der genaue Aufenthaltsort gar keine so große Rolle, beispielsweise ein See, ein Wald, ein Park, eine Blumenwiese, weite Landschaften usw. Auch ein Golfplatz kann wunderbar entspannend sein. Golfern fällt es allein aufgrund der optimalen Landschaft leicht, sich zu entspannen. All diese Orte schaffen Ruhe, schöne Aussichten sowie die Möglichkeit zum Spazieren gehen, Schwimmen etc. Schon kurze Waldspaziergänge genügen, um das Immunsystem zu stärken. Die faszinierende Natur produziert eine Aufmerksamkeit, die nicht anstrengt. Ganz im Gegenteil: Sie ist angenehm und wohltuend. Sie zieht uns in ihren Bann. Die Natur ermöglicht es uns, ständig Neues zu entdecken.

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Fazit

Schon früh wurden die zahlreichen positiven Wirkungen der Natur zur Förderung der Gesundheit genutzt. Abschließend kann gesagt werden, dass die Ökopsychosomatik ein sehr wichtiger Bereich bzw. dass der Nutzen der Natur essentiell ist. Aufenthalte in der freien Natur führen nicht dazu, dass im Körper mehr Abwehrzellen gebildet werden, sondern sie bringen die Zahl und Aktivität auf ein natürliches Niveau. Dass die Zivilisationskrankheiten immer mehr zunehmen, liegt nicht nur an den hinzukommenden Umweltgiften, sondern auch an der Trennung von der wohltuenden Natur und den Heilungskräften, die daraus resultieren. Die Anzahl an Allergien beispielsweise hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Der Grund hierfür ist, dass die meisten Kinder mittlerweile lieber vor dem Computer sitzen, statt in der Natur herumzutoben. Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, haben im Vergleich zu Stadtkindern, wie Studien zeigen, ein viel geringeres Risiko, an Allergien zu erkranken. Wir Menschen sollten die Einsicht gewinnen, dass wir ein wertvoller Teil der Natur sind und sie für uns nutzen sollten. Wir haben letzten Endes unsere Zukunft selber in der Hand, zumindest wenn wir dafür sorgen, dass wir sie angenehm gestalten.

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Über Der Philosoph 520 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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