Was lässt sich von der EM 2021 erwarten?

EM 2021
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Wenn am 11. Juni in Rom der Anpfiff für die um ein Jahr verschobene Europameisterschaft 2021 fällt, geht für die Fußballfans das Zittern wieder los.

Schon jetzt stehen die Kader und die Trainingslager im Vordergrund, um die Chancen der jeweiligen Nationalmannschaften einschätzen und die ersten Wetten online setzen zu können. Klare Favoriten für die jeweiligen Gruppenrunden gibt es seit längerem, aber nicht zuletzt die jüngste Weltmeisterschaft in Russland hat 2018 gezeigt, wie sehr sich selbst Experten verschätzen können. Die als Favorit und Titelverteidiger angereiste deutsche Nationalmannschaft musste sich dort in der größten Blamage ihrer Karriere bereits in der Vorrunde verabschieden.

Diese Schmach will Nationaltrainer Joachim Löw, der nach der EM nach eineinhalb Jahrzehnten als Chefcoach das Zepter an den scheidenden Bayern-Trainer Hansi Flick überreicht, bei der Europameisterschaft ausbügeln. Doch allzu leicht wird ihm das nicht gemacht. Die deutsche Elf bestreitet ihr Auftaktspiel in Gruppe F am 15. Juni im Münchner Allianz-Stadion ausgerechnet gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich. Ob die Vertrautheit des schwarz-rot-goldenen Kaders, für den acht Spieler des Rekordmeisters Bayern München nominiert sind, mit dem Austragungsort den großen Unterschied macht, wagen die meisten Experten zumindest derzeit noch zu bezweifeln.

Gruppe F bei der EM 2021

Überhaupt gilt die Gruppe F als die härteste im gesamte Turnier. Als mutmaßlicher Zweiter wird der amtierende Europameister Portugal gehandelt, während Deutschland gerade mal der Sieg über Außenseiter Ungarn zugetraut wird.

Im Tor setzt Löw weiterhin auf Bayern-Keeper Manuel Neuer sowie Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt und Bernd Leno vom Premier-League-Verein FC Arsenal. Der mittlerweile 35 Jahre alte Neuer, der sein Nationaldebüt unter Löw im Juni 2009 hatte und seitdem in 98 Länderspielen im Tor stand, hat im vergangenen Jahr erst wieder bewiesen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen zählt. Neuer wurde 2020 außer zum deutschen Nationalspieler des Jahres auch zu Europas Torhüter des Jahres und Mitglied des UEFA Team of the Year gekürt. Zudem ist der Keeper weiterhin Kapitän der deutschen Elf.

Überhaupt setzt Löw auf vertraute Namen in seinem Kader. Die Bayern-Spieler Thomas Müller, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leon Goretzka und Leroy Sane sind allesamt Nationalkicker mit langjähriger Erfahrung. Hinzu kommen von anderen Vereinen Stammspieler wie Toni Kroos, Mats Hummels, Emre Can und Timo Werner.

Neue Talente bei der EM 2021

Der Nationaltrainer, der seine Elf unter anderem zu zwei EM-Titeln, einem Weltmeistertitel und einem Vizeweltmeistertitel geführt hat, gibt aber auch dem Nachwuchs eine Chance. Erstmals dabei im Aufgebot ist unter anderem der erst 18 Jahre alte Mittelfeldspieler Jamal Musiala von Bayern München.

Doch die Deutschen sind nicht die einzigen, die bei der Euro 2021 beweisen wollen, was in ihnen steckt. Die Niederlande, die bei der EM 2016 und der WM 2018 bereits an der Qualifikation gescheitert waren, werden als klarer Favorit in Gruppe C gehandelt. Neue Talente wie Frenkie de Jong und Matthijs de Ligt tragen genau so dazu bei wie der Heimvorteil der Niederländer. Die EM wird nämlich erstmals in zwölf verschiedenen europäischen Städten in mehreren Ländern statt in einem einzigen Gastgeberland ausgetragen, um das 60-jährige Bestehen des Wettbewerbs zu feiern. Obwohl die ursprünglichen Pläne aufgrund der Pandemie angepasst werden mussten, bleibt es bei diversen Austragungsorten, und für die niederländischen Gruppenspiele ist das jeweils Amsterdam.

Während die deutsche Elf aufgrund ihrer herausragenden Gruppengegner als Wackelkandidat gehandelt wird, stehen die Zeichen für den Nachbarn Österreich gut, zumindest die Gruppenrunde zu überstehen. Zwar wird ihrer Elf keine große Chance gegen die Holländer eingeräumt, aber der zweite Platz sollte gegen die Ukraine und Nordmazedonien durchaus machbar sein, obwohl Nordmazedonien jüngst durch einen unerwarteten Sieg über Deutschland Schlagzeilen gemacht hat.

Weitere EM 2021 Favoriten

In der Gruppe D gilt England dank Weltklassekickern wie Harry Kane und Marcus Rashford als klarer Anwärter auf die Spitze, gefolgt von Vizeweltmeister Kroatien.

In der Gruppe E stehen die Vorzeichen auf Sieg für Spanien mit Spielern wie Thiago und Saul Niguez. Für den zweiten Platz werden Schweden und Polen unter Kapitän Robert Lewandowski gehandelt, der schon fast eine Klasse für sich bildet. Die Slowakei wird es gegen diese Kader sehr schwer haben.

In der Gruppe B gilt Belgien mit Kickern wie Kevin de Bryne, Eden Hazard und Romelu Lukaku als haushoher Favorit. Finnland gilt als schwächster Kandidat, obwohl auch Russland und Dänemark nicht zu den starken Mannschaften zählen.

In der Gruppe A gibt es voraussichtlich kein Vorbeikommen an Italien. Zehn Siege in zehn Qualifikationsspielen sprechen eine deutliche Sprache. Der Schweiz werden ebenfalls gute Chance aufs Weiterkommen eingeräumt, obwohl auch die Türkei jüngst durch Siege unter anderem gegen Frankreich auf sich aufmerksam gemacht hat. Wales hingegen werden kaum Chancen zugestanden.

Als Titelanwärter stehen momentan England, Frankreich, Belgien und Spanien bei den Prognosen weit vorne. Aber internationale Turniere sind stets für Überraschungen gut, und bis zum Endspiel am 11. Juli in London kann sich einiges tun. Das gilt vor allem bei einer Europameisterschaft, wo für Fußballschwergewichte wie die Niederlande und Deutschland mehr als nur eine Trophäe auf dem Spiel steht. Hier geht es um die internationale Rehabilitation ihrer Ehre, und für die deutschen Kicker darum, Joachim Löw nach 15 Jahren die Art Abschied zu ermöglichen, die dem deutschen Bundestrainer gekürt. Wie ihre Chancen dafür stehen, werden die Fans demnächst endlich erleben können.

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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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