Ziele erreichen: Ziele – Wünsche – Visionen

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Ziele – Wünsche – Visionen und dazu kommt noch das „manipulierte Wollen“. Diese Wörter werden oft wild durcheinander geworfen.

Wünsche zu haben ist für jeden Menschen sehr wichtig. Aber Vorsicht! Wenn man ein starkes Verlangen hat – von allen positiv bewertet zu werden – macht man sich verletzbar, manipulierbar und angreifbar. Die nächste Falle – Wünsche in Negation zu denken, z.B. „Wieso habe ich nicht diese Beförderung bekommen…. ich halte das nicht mehr aus…..“ Wünsche auszusprechen, macht uns sehr oft Angst, weil wir es nicht ertragen könnten, wenn sie nicht erfüllt werden. Fehler! Wünsche sind keine Ziele!

„Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen“ (Goethe)

Visionen sind sehr große Motivatoren. Das ist ein langfristiges Zukunftsbild ohne eine klare Vorstellung, wie man das erreicht z.B. ich sehe ein klares Bild von meinem Traumhaus, aber du hast noch keine Strategie wie, wo und wann du das auch umsetzten wirst.
Visionen sind keine Ziele!

„Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.“ (Erich Fromm)

Das manipulierte Wollen wird sehr häufig als eigenes Ziel verstanden. Das sind Ziele, die wir erreichen wollen, weil die anderen (das soziale Umfeld – Eltern, Familie, Freunde…) es von uns erwarten. Vielleicht kennst du das aus deinem eigenen Leben. Du hast schon so viele Methoden von Zielerrechnung umgesetzt, einige Methoden des positiven Denkens konsequent durchgezogen und bist sehr fleißig in deiner Arbeit, aber du hast das Gefühl, das du dich im Kreis drehst. Es könnte sein, dass das nicht dein Ziel ist, sonder jemand möchte durch dich eigene Ziele erreichen oder etwas wieder gut machen. Es wäre sehr gut, das zu überprüfen! Ist das wirklich dein Ziel?

Deine Ziele zu erreichen, dabei helfen dir vielleicht folgende Fragen:

  • Was würde ich bereuen, nicht getan, versucht oder erreicht zu haben?
  • Worauf hast du in der Vergangenheit verzichtet oder worauf verzichtest du auch heute noch (warum auch immer)?
  • Was verbietest du dir selbst oder was hast du dir in der Vergangenheit verboten?

Vielleicht hast du in deiner Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass jemand dir etwas nicht zutraute oder dass man dich ausgelacht hat. Vielleicht sind die Narben aus diesen Erfahrungen so tief, dass du dich unbewusst dafür entschieden hast, nie wieder in eine solche Situation zu geraten. Folglich vermeidest du heute alles, was dich in eine vergleichbare Lage bringen könnte.

Eine andere Möglichkeit ist, dass du irgendwann in deinem Leben für dich unerträglich gescheitert bist. Das war nachhaltig ein so unangenehmes Erlebnis, dass es dir nun lieber ist, nichts Neues mehr anzugehen, nur damit du nicht wieder versagst.

Auch verinnerlichte Glaubenssätze anderer (wie z.B. „Erwarte nie zu viel vom Leben“ oder „Denke immer zuerst an die anderen“ oder „Nur mit harter Arbeit bringt man es im Leben zu etwas“) können einen nachhaltig daran hindern, sich mit den wirklichen eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu befassen.

Wozu Ziele gut sind – Die Yale-Studie

An der bekannten Yale-Universität wurde 1953 eine Studie gestartet. Zu diesem Zweck wurden von einer Forschergruppe die Absolventen dieses Jahrgangs interviewt. Sie wurden nach ihren persönlichen Zielen befragt. Die Befragung ergab, dass nur drei Prozent der Absolventen ein klares Ziel vor Augen hatte und auch einen Plan, wie sie dieses Ziel erreichen können. Die Studie war damit aber noch nicht erledigt. Diese Studienabgänger wurden genau zwanzig Jahre später (1973) nochmals ausgekundschaftet und befragt. Und das Ergebnis dieser erneuten Befragung war dann doch eindrucksvoll:

Jene 3%, die 1953 angaben, ein klares Ziel zu haben, hatten

  • eine geringere Scheidungsrate,
  • weniger Krankheitstage,
  • hatten einen Anteil am gesamten Vermögen aller Absolventen des Jahres 1953 von 95%. Die anderen 97% der Absolventen des gleichen Jahrgangs teilten sich die übrigen 5% des Vermögens.

Wer will, findet Wege, wer nicht will, Gründe.

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