Blasenschwäche bei Männern – Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten?

Blasenschwäche bei Männern
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Im heutigen Bericht dreht sich alles rund um die Blasenschwäche bei Männern. Sie geht mit einem ständigen Harndrang, unwillkürlichen Harnverlust und Kontrollverlust über die Blasenentleerung einher. Die Blasenschwäche ist für die Betroffenen sehr unangenehm und belastend im Alltag. Im folgenden Ratgeber werden neben den Symptomen auch die Ursachen und Möglichkeiten der Behandlung erläutert.

Blasenschwäche bei Männern – welche Symptome treten auf?

Betroffenen ist es nicht mehr möglich, Urin in ihrer Harnblase zu speichern. Sie können auch nicht mehr den Ort oder Zeitpunkt der Entleerung bestimmen. Nächtlicher Harndrang, Probleme beim Wasserlassen und Schmerzen beim Urinieren, das alles ist bei Männern, meist ab 50, keine Seltenheit. Die Beschwerden führen zu einer verminderten Lebensqualität und bei starker Ausprägung oftmals sogar zur sozialen Isolation. Von der Erkrankung sind viele Menschen betroffen.

Was sind die Ursachen für eine Blasenschwäche bei Männern?

Es gibt vielfältige Ursachen für eine Blasenschwäche. Wenn die ersten Symptome auftreten, sollten diese auf jeden Fall vom Arzt abgeklärt werden. Zu den häufigsten Ursachen gehören bei Männern:

  • vergrößerte Prostata: Dies führt zur überaktiven Blase. Schon bei geringem Füllungsvolumen gibt diese das Signal zur Blasenentleerung, was mit einem unwillkürlichen Harnabgang einhergeht. Betroffene verspüren den Drang, zur Toilette zu gehen. Sie können den Urin dann nicht oder nur noch teilweise halten.
  • Übergewicht: Die Muskulatur der Beckenregion wird durch das höhere Gewicht zusätzlich belastet, wodurch die Häufigkeit des Wasserlassens deutlich ansteigt. Auch nachts müssen übergewichtige Männer in der Regel mehr zur Toilette gehen.
  • Das Risiko für eine Blasenschwäche steigt mit zunehmendem Lebensalter. Dabei tritt Inkontinenz bei Männern allerdings nicht nur im hohen Alter auf. Männer eines jeden Alters können davon betroffen sein.
  • Zu den möglichen Gründen gehören Erkrankungen oder Verletzungen des Rückenmarks oder Gehirns. Betroffene Männer verspüren dadurch keinen Harndrang und verlieren die Kontrolle über ihre Blasenentleerung.
  • Harnwegsinfektion: Viele Männer leiden mit zunehmendem Alter am Infekt der Harnwege. Die vergrößerte Prostata spielt wieder eine wichtige Rolle. Sie führt zur Verengung der Harnröhre und somit zu einer gestörten Harnentleerung. Der zurückbleibende Restharn ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Dadurch kann eine Blasenentzündung entstehen. Zu den Symptomen gehören ständiger Harndrang und starke Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Blasensteine entstehen bei Männern meist, wenn der Urin-Abfluss aus der Blase behindert ist, beispielsweise aufgrund einer vergrößerten Prostata. Typische Symptome sind ständiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Harnröhrenverengungen sind ebenso häufige Ursachen. Hierbei kommt es zur Überdehnung der Harnblasenmuskulatur bis hin zum Harnrückstau.
  • Auch die Prostataoperationen, die immer häufiger bei Prostatakrebs durchgeführt werden, führen zum großen Anstieg der Komplikation einer zeitweiligen oder sogar dauerhaften Harninkontinenz. Auch Prostatakrebs an sich kann der Auslöser sein. Ist der Tumor weiter fortgeschritten, treten Beschwerden auf, die ähnlich einer gutartigen Prostatavergrößerung sind, beispielsweise Schmerzen beim Wasserlassen oder nächtlicher Harndrang. Eine dauerhafte Inkontinenz kann nach einer Operation auch möglich sein, wenn es dabei zu Verletzungen an den Nerven oder am Harnblasenschließmuskel kommt.
  • Neurologische Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Alzheimer oder Schlaganfall können weitere Auslöser für eine Blasenschwäche sein, wenn die Blase nicht mehr einwandfrei über das Gehirn gesteuert werden kann.
  • Des Weiteren können diverse Medikamente wie Antidepressiva, Betablocker zur Behandlung von Bluthochdruck oder Cholinesterase-Hemmer bei Alzheimer den Harndrang verstärken und eine Blasenschwäche bei Männern begünstigen. Der Grund ist, dass sie den Blasenmuskel stimulieren.

Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten bei der Blasenschwäche bei Männern?

Es gibt mittlerweile eine Reihe an Therapiemöglichkeiten. Doch es ist wichtig, die Ursache zu ermitteln. Welche Begleiterscheinungen mit der Blasenschwäche einhergehen, ist davon abhängig, welche Form vorliegt. Meist handelt es sich um keine eigenständige Krankheit, sondern eher um ein Symptom. Diesem können verschiedene neurologische oder anatomische Auslöser zugrunde liegen.

Der Reflexinkontinenz liegen beispielsweise neurologische Erkrankungen zugrunde. Daher ist es wichtig, diese zu behandeln, um die Blasenschwäche bei Männern zu beseitigen. Abhängig von der Art der Blasenschwäche bei Männern, der Ursache und vom Schweregrad wird der Arzt eine angepasste Therapie einleiten. Auf jeden Fall ist eine Untersuchung durch einen Urologen erforderlich.

Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung stehen beispielsweise Medikamente zur Verfügung: Alphablocker verringern die Drangsymptomatik, während Alpha-Reduktase-Hemmer das Prostatavolumen verkleinern. Bei einer Harninkontinenz nach einer Prostataoperation sollte unmittelbar nach der Operation ein professionell angeleitetes Beckenbodentraining erfolgen.

Zusätzlich zu jeder Behandlungsform eignen sich Inkontinenzeinlagen oder andere saugende Inkontinenzhilfsmittel. Einlagen sind in verschiedenen Saugstärken erhältlich. Bei einer stärkeren Blasenschwäche bei Männern können Windeln und Windelhosen notwendig sein.

Wie erfolgt die Diagnose bei einer Blasenschwäche bei Männern?

Die Ermittlung der Diagnose stützt sich in erster Linie auf das Anamnesegespäch. Der Arzt erkundigt sich im Gespräch mit dem Patienten nach den vorliegenden Beschwerden und der Krankengeschichte. Ein Toilettentagebuch und Trinkprotokoll können zur Beantwortung der Fragen sehr hilfreich sein. Liegt der Verdacht vor, dass die Blasenschwäche aus einer vergrößerten Prostata resultiert, wird diese vom Mediziner durch den After getastet.

Wird ein Harnstau vermutet, werden die Blase und Nieren per Ultraschall untersucht. Harnwegsinfekte können per Urinstreifentest nachgewiesen werden. Bei Verdacht auf Prostatakrebs sind Blutuntersuchungen hilfreich. Resultiert die Blasenschwäche bei Männern aus einer Operation, ist zum Teil eine OP zur Wiederherstellung des Harnröhrenverschlusses nötig.

Zusammenfassung

Zu den häufigen Ursachen der Blasenschwäche bei Männern gehören eine gutartige Prostatavergrößerung und Prostatoperationen. Zur Behandlung steht ein großes Spektrum an nicht-operativen oder operativen Therapien zur Verfügung. Sie richtet sich stets nach der Grunderkrankung. Unterstützend können diverse Hilfsmittel wie Einlagen oder Windeln verwendet werden. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung. Dauerkatheter zur Behandlung einer Harninkontinenz sollten vermieden werden, da diese in fast allen Fällen zu häufigen Harnwegsinfektionen führen.

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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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