Die 5 häufigsten Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten
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Sex gilt als schönste Nebensache der Welt, allerdings können hierbei auch Geschlechtskrankheiten übertragen werden. Das Risiko, sich damit anzustecken, lässt sich durch die Verwendung von Kondomen verringern. Dies bedeutet nicht nur, auf die eigene Gesundheit Rücksicht zu nehmen, sondern ebenfalls auf die Gesundheit der anderen. Zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten gehören Chlamydien, Scheideninfektionen, HPV, Genitalherpes und Tripper. Nachfolgend wird alles Wissenswerte dazu erläutert.

Platz 1 der Geschlechtskrankheiten: Chlamydien

Chlamydien-Infekt
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Platz 1 und europaweit die häufigste Geschlechtskrankheit ist die Chlamydien-Infektion, die durch die Bakterien Chlamydia trachomatis übertragen werden. Dies erfolgt meist durch einen ungeschützten Geschlechtsverkehr, sodass Kondome verwendet werden sollten. Die Erkrankung verursacht keine oder nur schwach ausgeprägte Symptome, beispielsweise einen leichten dünnflüssigen, gelblichen Ausfluss, ein Juckreiz sowie Schmerzen beim Wasserlassen. Die Chlamydien-Infektion kann aber schwere Folgen nach sich ziehen. Bei Frauen und Männern gleichermaßen kann sie zu einer Unfruchtbarkeit führen. Die Erreger können bei Frauen zudem eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut sowie der Eileiter verursachen. Häufig kommt es außerdem zu einer Eileiterinfektion. Bei den Männern sind mögliche Spätfolgen eine dauerhafte Verengung der Harnröhre. Die Behandlung der Chlamydieninfektion erfolgt mit Antibiotika.

Platz 2 der Geschlechtskrankheiten: Scheideninfektionen

Bakterielle-Vaginose
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Am häufigsten tritt die bakterielle Vaginose auf, insbesondere in der Schwangerschaft. Daneben erkranken viele Frauen am Scheidenpilz (Vaginalmykose), wobei manche die Infektion scheinbar gar nicht mehr loswerden. Männer bekommen ebenfalls, wenn auch viel seltener, Pilzinfektionen im Genitalbereich. Die häufigsten Erreger sind Hefepilze („Candida albicans„). In geringer Zahl sind sie meist bei allen Menschen in der Keimflora nachweisbar, doch sie führen normalerweise zu keinen Krankheitssymptomen. Ein Problem werden sie erst, wenn sie sich vermehren und es zur Infektion kommt. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, beispielsweise eine übertriebene Hygiene durch Scheidenspülungen, durch die das biologische Gleichgewicht der Scheide gestört wird. Falsche „Abwischgewohnheiten“ nach dem Toilettengang, hormonelle Veränderungen durch Schwangerschaft, die Einnahme der Antibabypille oder eine Antibiotika-Therapie sind weitere Risikofaktoren. Pilze können auch durch ungeschützten Sex übertragen werden, sodass die Verwendung von Kondomen sinnvoll ist. Bei den Frauen gehören zu den möglichen Symptomen eine Schwellung, starker Juckreiz, eine entzündliche Rötung der Scheide und Schamlippen und ein weißlich-bröckeliger Ausfluss. Bei den Männern tritt eine Entzündung der Vorhaut und Eichel auf. Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs und beim Wasserlassen sind ebenfalls möglich. Zur Behandlung stehen verschiedene Antimykotika (Pilzmittel) zur Verfügung, beispielsweise als Creme, Salbe, Gel oder Vaginaltabletten. Bleibt die lokale Therapie erfolglos, kann auch eine innerliche Behandlung mit einem Pilzmittel erfolgen. In hartnäckigen Fällen bei einem immer wieder kehrenden Pilzbefall, zum Beispiel aufgrund einer Immunschwäche, wird manchmal eine mehrmonatige innerliche Behandlung erforderlich. Frauen sind ungefähr zehn Mal häufiger vom Pilz betroffen als Männer.

Platz 3 der Geschlechtskrankheiten: HPV (Feigwarzen)

Humanes-Papilloma-Virus
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Verursacher der Genitalwarzen (Feigwarzen) sind die humanen Papillomaviren (HPV). Sie verursachen an der Scheide, an den Schamlippen, am Penis sowie der Aftergegend spitze, hellrosa bis graue Warzen. Frauen und Männer sind von der Erkrankung gleichermaßen häufig betroffen. Nicht immer sind die Viren harmlos, denn bei etwa 20 Prozent handelt es sich um so genannte „High-risk“-Viren. Diese werden mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs in Zusammenhang gebracht. Die Behandlung der Feigwarzen ist umso leichter, je kleiner sie noch sind und je zeitiger die Therapie begonnen wird. Sie können durch ein Abtragen, Vereisen oder dem Wirkstoff Podophyllin entfernt werden, doch auch nach der Entfernung bleiben die Humanpapillomaviren im Körper, sodass sie nicht endgültig vernichtet werden können. Daher können sich die Warzen immer wieder bilden.

Platz 4 der Geschlechtskrankheiten: Genitalherpes (Herpes genitalis)

blutwerte-arzt
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Den Genitalherpes rufen die Herpes-simplex-Viren hervor, die weit verbreitet sind. Es handelt sich dabei um den Verwandten des noch mehr verbreiteten Herpes-Simplex-Virus des Typs 1 (HSV 1), der vorwiegend Lippenherpes verursacht, jedoch ebenso für die Entstehung des Genitalherpes verantwortlich sein kann. Schätzungen zufolge ist die Erkrankung bei 10 bis 30 Prozent der Bevölkerung weltweit nachweisbar. Zu den Symptomen von Genitalherpes gehören im Genitalbereich schmerzhaft kribbelnde und juckende Bläschenbildung und eine Verkrustung sowie an den Geschlechtsorganen Geschwulste, allerdings haben die meisten Infizierten keine Beschwerden, sodass das Risiko einer Übertragung wieder sehr hoch ist und zum Schutz von sich selbst und anderen Kondome verwendet werden sollten. Die Ansteckung mit Genitalherpes erfolgt fast ausschließlich durch einen ungeschützten Geschlechtsverkehr. Nach einer überstandenen Akuterkrankung ist es immer wieder möglich, Genitalherpes zu bekommen, denn die Herpesviren verbleiben lebenslang im Körper. Das Risiko, sich mit dem Genitalherpes anzustecken, ist für die Frauen größer als für die Männer.

Platz 5 der Geschlechtskrankheiten: Tripper

Tripper
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Der Tripper (Gonorrhoe) landet mit geschätzt 15.000 Neuinfektionen pro Jahr auf Platz fünf. Vor allem jüngere Erwachsene infizieren sich. Der so genannte „weiche Schanker“ wird durch die Gonokokken ausgelöst, bei denen es sich um Bakterien handelt. Die Übertragung erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die auslösenden Bakterien können jedoch auch durch Oral- und Analsex übertragen werden. Die Bakterien befallen nicht nur die Geschlechtsorgane und -wege, sondern sie finden sich zudem im Rachen oder Enddarm. Tripper ist extrem ansteckend. Das Tückische ist, dass manche Betroffene ihre Infektion nicht feststellen und somit unbemerkt andere mit dem Tripper anstecken. Die Krankheit verläuft zu Anfang oftmals symptomarm. Wenn sich doch Symptome zeigen, gehören dazu ein milchig-eitriger Ausfluss und brennende Schmerzen beim Wasserlassen, bei den Frauen und Männern. Nach einem Oralsex können Halsschmerzen auftreten. Sie kann, insbesondere bei Frauen, chronisch werden und der Grund für eine Unfruchtbarkeit werden. Bei den Männern kann ein unbehandelter Tripper zur Infektion der Prostata, Nebenhoden und Samenbläschen führen. Auch bei ihnen kann es zu einer Unfruchtbarkeit kommen. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Die Krankheit ist zwar gut behandelbar und heilbar, allerdings wurden in den vergangenen Jahren Gonokokken-Stämme gefunden, die gegen bestimmte Antibiotika resistent sind. Daher sollten Kondome verwendet werden, denn diese helfen beim Geschlechtsverkehr, einer Ansteckung vorzubeugen.

Fazit

Ausgerottet? Von wegen. Die Geschlechtskrankheiten sind nach wie vor ein aktuelles Thema. Dies waren die 5 häufigsten Geschlechtskrankheiten. Um eine Ansteckung zu vermeiden und somit sich selber und andere zu schützen, sollten Kondome verwendet werden, vor allem bei unbekannten und häufig wechselnden Sexualpartnern. Solange die Geschlechtskrankheiten nicht ausgeheilt sind, sollte auch in einer festen Partnerschaft geschützter Geschlechtsverkehr praktiziert werden. Werden die Krankheiten frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt, sind die Heilungschancen meist gut, doch mit Kondomen muss es oftmals gar nicht dazu kommen.

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Über Der Philosoph 605 Artikel

Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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