Häufiges Wasserlassen – Reizblase und die Behandlungsmöglichkeiten

Häufiges Wasserlassen - Reizblase
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Häufiges Wasserlassen kann ein ernsthaftes Problem darstellen. Als Ursache wird meistens eine Blaseninfektion vermutet. Bei einer Reizblase liegt keine Infektion vor. Schlimmstenfalls kann es zu unkontrolliertem Harnverlust kommen. Die Ursachen sind nervlich bedingt. Für viele Betroffene führt das Problem, da es peinlich ist, zu einer sozialen Isolation. So weit muss es aber nicht kommen, wenn Du einen Arzt konsultierst.

Häufiges Wasserlassen – unangenehm und peinlich

Häufiges Wasserlassen ist unangenehm und ziemlich nervig. Gerade hast Du Deine Blase entleert, nun drückt sie schon wieder. Der Harndrang kann in einer Infektion begründet sein. Eine Blasenentzündung ist die häufigste Ursache. Allerdings kann auch eine Reizblase die Ursache für das häufige Wasserlassen sein.

Sie wird auch als überaktive Blase bezeichnet. Die Ursachen der überaktiven Blase sind nervlich bedingt, doch sind sie nicht vollständig geklärt. Eine Entzündung ist nicht die Ursache. Der Harndrang kann jedoch in einer bereits überstandenen, schon einige Zeit zurückliegenden Harnwegsinfektion begründet sein. Peinlich ist dieses Problem, da das Wasser schlimmstenfalls nicht mehr gehalten werden kann und unkontrolliert abgeht.

Nicht nur die nasse Hose, sondern auch die damit verbundene Geruchsbelästigung stellen ein Problem dar. Die Betroffenen fühlen sich häufig verunsichert und ziehen sich aus dem öffentlichen Leben zurück. Soweit muss es nicht kommen.

Du solltest daher einen Arzt konsultieren, wenn Du häufig Wasser lassen musst, aber nur geringe Harnmengen abgehen. Kann der Harndrang nicht mehr unterdrückt werden, kommt es zu einem unkontrollierten Harnverlust, der als Dranginkontinenz bezeichnet wird. Von einer überaktiven Blase sind etwa 17 Prozent der Bevölkerung betroffen. Viele Betroffene gehen nicht zum Arzt, da es ihnen peinlich ist, über dieses Problem zu sprechen. Frauen sind deutlich häufiger als Männer betroffen.

Wie sich eine Reizblase bemerkbar macht

Die Harnblase kann im Schnitt ungefähr 500 Milliliter Urin fassen. Sie ist dehnbar und signalisiert bereits ab 300 Milliliter Urin, dass Du zur Toilette musst. Hast Du eine überaktive Blase, macht sie sich schon deutlich früher bemerkbar. Du verspürst Harndrang, auch wenn Du gerade erst Deine Blase entleert hast.

Die Blase meldet sich wesentlich häufiger, als das körperlich notwendig wäre. Die Symptome der überaktiven Blase werden häufig mit den Symptomen einer Harnwegsinfektion verwechselt. Von einer überaktiven Blase ist die Rede, wenn Du innerhalb von 24 Stunden mindestens achtmal Wasser lassen musst. Der Harndrang setzt häufig ohne Vorwarnung ein. Kennzeichnend ist, dass nur eine geringe Harnmenge abgegeben wird.

Bei einigen Patienten treten gegen Ende des Wasserlassens Schmerzen auf, da sich die Blase beim Entleeren verkrampft. Noch kurz nach dem Wasserlassen kann Urin nachtropfen. Anders als bei einer Harnwegsinfektion brennt es bei einer überaktiven Blase nicht beim Wasserlassen. Die Symptome können auch in der Nacht auftreten und zu Schlafstörungen führen. Der medizinische Fachausdruck für das häufige Wasserlassen in der Nacht ist Nykturie.

Die Ursachen der überaktiven Blase

Eine überaktive Blase kann verschiedene Ursachen haben, die noch nicht vollständig erforscht sind. Eine fehlerhafte Weiterleitung von Nervenimpulsen wird als Ursache angenommen. Auch wenn die Füllgrenze der Blase längst noch nicht erreicht ist, melden die Nerven dem Gehirn, dass es Zeit ist, sie zu entleeren. Die Sensitivität der Blasenmuskulatur ist erhöht.

Durch die Füllung und Anspannung der Blase kann die Wahrnehmung des erhöhten Blasendrucks jedoch auch reduziert sein. Das führt zu plötzlichem Harndrang und teilweise zu unkontrollierten Harnabgängen. Häufig wird bei einer Reizblase zwischen einer primären und einer sekundären Form unterschieden. Bei der primären Form liegt die Ursache im Nervensystem. Sie kann auch in verschiedenen neurologischen Erkrankungen wie

  • Morbus Parkinson (Schüttellähmung)
  • Schlaganfall
  • Multiple Sklerose

begründet sein.

Die sekundäre Form entsteht meistens infolge einer anderen Erkrankung, beispielsweise einer bereits überstandenen Blasenentzündung, Tumoren der Blase oder Blasensteinen. Als Folge einer chronischen Blasenentzündung, wenn eine Infektion nicht mehr nachgewiesen werden kann, bleibt in einigen Fällen eine überaktive Blase zurück. Auch sexuelle oder psychologische Traumata können zu einer überaktiven Blase führen.

Die erforderlichen Untersuchungen

  • Bemerkst Du häufiges Wasserlassen, solltest Du einen Urologen konsultieren. Er kann die Ursachen feststellen und die entsprechende Behandlung einleiten. Zuerst erfolgt ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Du solltest dabei kein Blatt vor den Mund nehmen und dem Arzt alle Deine Beschwerden schildern. Der Arzt wird Dich auch über
  •  Einnahme von Medikamenten
  • tägliche Trinkmenge
  •  familiäre Häufung von Harnwegserkrankungen
  •  bekannte Blasen- und Nierenerkrankungen
  • in der letzten Zeit aufgetretene Erkrankungen
  • Operationen

befragen. Damit der Arzt die Ursache feststellen und effizient die erforderliche Behandlung einleiten kann, solltest Du bereits, wenn der Arzttermin feststeht, ein Tagebuch führen. Du solltest jeden Tag Deine Trinkmenge, die abgegebene Urinmenge und die Häufigkeit des Wasserlassens in Deinem Tagebuch verzeichnen.

Um andere Ursachen auszuschließen und Aufschluss über die Reizblase zu erhalten, muss der Arzt körperliche Untersuchungen vornehmen.

Der Arzt untersucht Deinen Urin, um festzustellen, ob sich Erreger darin befinden. Weiterhin untersucht er Deine Geschlechtsorgane. Bei dieser Gelegenheit kann er eine Untersuchung der Prostata durch Tasten mit dem Finger vornehmen. Das dabei abgegebene Prostatasekret wird ebenfalls auf Erreger untersucht. Um Tumore und Blasensteine festzustellen, nimmt der Urologe eine Ultraschalluntersuchung vor.

Per Ultraschall kontrolliert er nach dem Wasserlassen auch, ob die Blase komplett entleert wurde. Als weiterführende Untersuchung können eine Blasenspiegelung zur Erkennung von Tumoren sowie Blasensteinen und eine neurologische Untersuchung erfolgen.

Häufiges Wasserlassen und die Behandlung

Hat der Arzt die Ursache ermittelt bzw. eine andere Blasenerkrankung ausgeschlossen, kann er die Behandlung der überaktiven Blase vornehmen. Nicht immer kann die tatsächliche Ursache beseitigt werden. Eine Linderung der Beschwerden ist jedoch möglich. Häufig erfolgt eine Verhaltenstherapie, für das Dein Tagebuch die Grundlage bildet. Im Tagebuch solltest Du verzeichnen, wann Du Wasser lassen musst.

Ziel ist die Vergrößerung der Intervalle zwischen den einzelnen Blasenentleerungen. Darüber hinaus kannst Du Beckenbodengymnastik erlernen. Eine Elektrostimulation bestimmter Nerven kann erfolgen. Mit verschiedenen Medikamenten kann die Behandlung unterstützt werden. Du solltest trotz Beschwerden nicht vergessen, ausreichend zu trinken. Können die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen nicht gelindert werden, kann die Behandlung operativ oder mit Botulinumtoxin erfolgen.

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Fazit: Reizblase mit schwer festzustellenden Ursachen

Häufiges Wasserlassen kann verschiedene Ursachen haben. Oft ist eine Entzündung die Ursache, doch kann auch ein Tumor oder ein Blasenstein die Beschwerden verursachen. Können diese Ursachen ausgeschlossen werden und musst Du häufig Deine Blase entleeren, handelt es sich wahrscheinlich um eine Reizblase. Die Ursachen dafür sind nicht vollständig erforscht. Vermutet werden nervliche Ursachen.

Nach einer gründlichen Untersuchung erfolgt die Behandlung mit einer Verhaltenstherapie, Physiotherapie in Form von Beckenbodengymnastik oder Elektrostimulation, aber auch medikamentös. Die Beschwerden können mit der Behandlung gelindert werden, auch wenn die Ursache nicht immer vollständig beseitigt werden kann. Wird mit den Behandlungen kein Erfolg erzielt, ist eine Operation der letzte Ausweg.

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Über Der Philosoph 1140 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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