Kopfhaut Pilzinfektion und Haarausfall

Kopfhaut Pilzinfektion und Haarausfall
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Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Bemerkst du einen Haarverlust und starkes Jucken auf der Kopfhaut, könnte es sich um eine Kopfhaut Pilzinfektion und Haarausfall handeln. Der Pilz Tinea capitis kann die Kopfhaut und andere Körperstellen befallen. Ein Kopfpilz kann auf der Kopfhaut Entzündungen hervorrufen und den Haarverlust verursachen. An den kahlen Stellen bilden sich häufig Narben.

Kopfhaut Pilzinfektion und Haarausfall – die verschiedenen Arten von Pilzen

Es gibt verschiedene Arten von Kopfpilz. Die häufigste Form ist Tinea capitis. Er ist laut der Weltgesundheitsorganisation für 80 bis 90 Prozent der Pilzinfektionen der Kopfhaut in Europa und Amerika verantwortlich. Es handelt sich um einen Fadenpilz (Dermatophyt), der zu einer Dermatophytose führt. Ein Infektion der Kopfhaut mit diesem Pilz wird auch als Ringelflechte bezeichnet.

Eine weitere Gruppe der Kopfpilze ist Malassezia, ein Pilz, der Malassezien-Dermatitis (Pityrosporie) verursacht. Diese entzündlichen Prozesse auf der Kopfhaut können zu Schuppenbildung und damit verbunden zu Haarverlust führen.

Die dritte Gruppe der Kopfpilze verursacht Trichosporie (Piedra). Diese Pilze führen zur Bildung von Knötchen in der Nähe der Basis der Haarfollikel.

Wie du Pilzinfektionen der Kopfhaut vermeiden kannst

Pilzinfektionen der Kopfhaut vermeiden
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Pilzinfektionen der Kopfhaut treten am häufigsten bei Kindern im Schulalter auf, doch können auch Erwachsene darunter leiden. Solche Infektionen sind hochansteckend. In der Schule können sich Kinder gegenseitig anstecken, wenn sie engen Kontakt miteinander haben. Hast du Kinder im Schulalter, die unter Kopfpilzen leiden, musst du damit rechnen, dass du dich ebenfalls infizierst. Die Pilzinfektion ist sehr langwierig. Eine Behandlung kostet viel Geduld. Damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommt, solltest du die Risikofaktoren für Pilzinfektionen kennen:

  • Kontakt mit Haustieren, vor allem mit Katzen
  • stark fettendes Haar
  • ungeeignete Pflegeprodukte
  • unbehandelte Kopfhautverletzungen
  • Haare bleiben über längere Zeit feucht und bieten ein ideales Klima für Pilze
  • Teilen von persönlichen Gegenständen wie Handtüchern, Kämmen und Bürsten mit infizierten Personen.

Kennst du diese Risikofaktoren und vermeidest du sie, kannst du bereits viel tun, um dich nicht mit Pilzen zu infizieren.

Symptome einer Pilzinfektion der Kopfhaut

Leidest du unter Haarverlust und unter Juckreiz der Kopfhaut, solltest du eine Pilzinfektion in Erwägung ziehen. Die verschiedenen Arten von Kopfpilzen können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Tinea, der Fadenpilz, dringt direkt in das Haar ein und besiedelt die Kopfhaut. Ein Befall mit diesem Pilz macht sich mit starkem Juckreiz und scharf abgegrenzten, runden und kahlen Stellen auf dem Kopf bemerkbar.

Die Form des Haarverlustes erinnert an den kreisrunden Haarausfall. An den kahlen Stellen brechen die Haare ab und wirken spröde. Sie sind kürzer als die übrigen Haare. In schweren Fällen erscheinen die kahlen Bereiche rot und schuppig. An den kahlen Stellen können sich Blasen bilden. Vor allem bei Erwachsenen kann es zu verdickten, weichen Schwellungen kommen. Die kahlen Stellen sind häufig grau. Damit dieser Haarverlust nicht weiter fortschreitet, besteht Handlungsbedarf. Du solltest einen Hautarzt konsultieren.

Malassezia trägt zu einer seborrhoischen Dermatitis, einer Entzündung der Kopfhaut, bei. Diese fettige, entzündliche Kopfhaut macht sich mit gelblichen Schuppen und rotbraunen, juckenden Flecken auf der Kopfhaut bemerkbar. Da die Hefepilze Fett für ihr Wachstum benötigen, treten sie vor allem bei Menschen mit überaktiven Talgdrüsen auf.

Eine Trichosporie erkennst du an schwarzen und weißen cremigen Knoten an der Basis der Haarfollikel. Die Haare können in schweren Fällen in kleine Stücke brechen. Sie erscheinen kürzer als die übrigen Haare.

Diagnose bei Kopfhaut Pilzinfektion und Haarausfall

Um ein Fortschreiten des Haarausfalls zu verhindern, solltest du bei den ersten Anzeichen einer Pilzinfektion einen Hautarzt konsultieren. Er kann die Kopfhaut untersuchen und, um genauer zu sehen, ein Dermatoskop verwenden. Er wird dich zu den Symptomen und zu deinen Lebensumständen befragen. Um festzustellen, um welchen Pilz es sich handelt, kann der Hautarzt eine Probe von Haaren und Kopfhaut entnehmen, unter dem Mikroskop untersuchen und eine Pilzkultur anlegen. Handelt es sich bei der Pilzinfektion um Tinea, kommt es darauf an, die Ursache herauszufinden, um erneute Infektionen zu vermeiden.

Behandlung von Pilzinfektionen der Kopfhaut

Behandlung von Pilzinfektionen der Kopfhaut
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Die Behandlung von Kopfhaut Pilzinfektion und Haarausfall kann medikamentös erfolgen. Zunächst wird der Arzt ein Breitband-Antimykotikum verordnen, das gegen verschiedene Arten von Pilzen wirkt, da die Pilzkultur etwas Zeit in Anspruch nimmt. Neben äußerlich anwendbaren Medikamenten wird der Arzt auch Medikamente zur Einnahme verordnen, da die äußerlich anwendbaren Medikamente nicht immer bis tief in die Kopfhaut vordringen.

Zur äußeren Anwendung können auch Shampoos verwendet werden, die Selensulfid, Zinkpyrithion, Azole, Povidon-Jod, Kohle und Teer enthalten. Die äußere und innere Behandlung sollte mindestens über einen Zeitraum von acht Wochen erfolgen. Um sicher zu sein, dass der Erreger tatsächlich abgetötet wird, kann die Behandlung auch noch länger erfolgen.

Wird die Behandlung nur über einen kurzen Zeitraum vorgenommen, besteht die Gefahr, dass der Pilzbefall erneut auftritt. Sind die Haarfollikel an den kahlen Bereichen bereits abgestorben, wachsen dort keine Haare mehr. Wurde die Pilzinfektion erfolgreich behandelt, kann eine Haartransplantation erfolgen.

Fazit: Pilzinfektionen der Kopfhaut erfordern längere Behandlung

Kopfhaut Pilzinfektion und Haarausfall werden zumeist durch den Fadenpilz Tinea capitis verursacht. Ein Befall macht sich mit starkem Juckreiz und mit scharf begrenzten kahlen Stellen bemerkbar. Damit die Haarfollikel nicht absterben, sollte eine schnelle Behandlung erfolgen. Auch andere Formen von Kopfpilz können auftreten und zu einem Haarverlust führen.

Um festzustellen, um welchen Pilz es sich handelt, legt der Arzt eine Pilzkultur an. Die Behandlung erfolgt zuerst mit einem Breitband-Antimykotikum, das gegen verschiedene Pilze wirkt. Wurde der Pilz als Verursacher festgestellt, kann er gezielt behandelt werden. Die Behandlung solltest du mindestens über acht Wochen vornehmen, da sonst der Pilz noch nicht vollständig abgetötet ist und es zu einem erneuten Befall und Haarausfall kommen kann.

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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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