Warum ist der Reifendruck beim Auto so wichtig?

autoreifen Warum ist der Reifendruck beim Auto so wichtig?

Dem Reifendruck wird meist weniger Beachtung geschenkt, als es beispielsweise bei den Felgen, der Soundanlage, dem Lack etc. der Fall ist. Dabei ist der Reifendruck hinsichtlich der Fahrsicherheit und des Komforts sowie eines umweltschonenden und kraftstsoffsparenden Fahrens eines der wichtigsten Parameter, die es unbedingt zu beachten gilt. Bei Kontrollen ist der Reifendruck bei der Mehrzahl der Fahrer zu niedrig. Dies führt zu Reifenschäden, einem hohen Spritverbrauch und letztendlich zu einer verminderten Sicherheit beim Autofahren. Ein etwas höherer Reifendruck hingegen stellt kein Problem dar.

Warum ist der richtige Reifendruck so wichtig? Die Sicherheit

Die Antwort auf diese Frage ist ganz klar: Für die Sicherheit. Etwa 6 Prozent der Todesunfälle werden durch ein Zerreißen, einen Durchschlag des Reifen oder eines Abfalls des Reifendrucks verursacht. Durch einen zu geringen Reifendruck wird der Bremsweg bis zu 22 Prozent verlängert. Die Steuerung des Fahrzeugs verschlechtert sich dadurch ganz entscheidend. Fahrzeuge mit einem zu niedrigen Reifendruck zieht es bei einer geraden Fahrt an die Seiten und während die Kurven durchfahren, „schwimmen“ sie. Bei einer hohen Belastung des Fahrzeugs, einem geringen Reifendruck, einer hohen Geschwindigkeit sowie einer hohen Außentemperatur ist das Risiko extrem hoch, dass ein Reifen explodiert, da ein Reifen, der nicht vollständig aufgepumpt ist, viel wärmer wird. Dementsprechend führt die hohe Temperatur nicht nur zur Beschädigung des Reifens, sondern ebenso zum Zerreißen. Ein zu geringer Reifendruck verändert die Fahreigenschaften massiv, wobei die größte Gefahr bei einem Regenwetter droht. Die Gefahr eines Aquaplanings ist in diesem Fall doppelt so hoch. 1 bar weniger Reifendruck genügt bereits, um die Fahreigenschaften etwa die Hälfte zu verschlechtern.

Höherer Verbrauch und geringere Lebensdauer durch einen zu niedrigen Reifendruck

Ein zu geringer Druck auf dem Reifen führt zum höheren Kraftstoffverbrauch. Der Grund hierfür ist: Reifen mit einem zu niedrigen Druck brauchen mehr Energie, um die erhöhten Rollwiderstände zu überwinden. Die Energie wird aus dem Tank entnommen. Zudem haben diese Reifen eine viel geringere Lebensdauer. Ein zu niedriger Reifendruck kann die Lebensdauer bis zu 40 Prozent reduzieren. Zudem verschleißen ebenso die Aufhängung und Felgen schneller. Des Weiteren ist auch der Faktor Umweltschutz nicht zu vergessen. Wenn Reifen vorzeitig verschließen und unnötigen Kraftstoff verbrauchen, werden dadurch jedes Jahr Megatonnen an CO2 in unsere Umwelt freigesetzt.

Was führt zu Druckverlusten im Reifen?

Bei einem normalen Betrieb des Reifens verliert dieser pro Monat rund 3 Prozent des ursprünglichen Drucks. Laut Untersuchungen resultiert ein geringer Reifendruck bei etwa 85 Prozent aus einem allmählichen geringen und regelmäßigen Verlust des Luftdrucks im Reifen. Bei 15 Prozent aller Fälle findet sich die Ursache des Druckverlustes in einem Aufprall gegen Bordsteine oder sonstige Gegenstände. Für einen allmählichen Druckverlust im Reifen kann es mehrere Ursachen geben. Dies beginnt bei einer falschen Montage, aufgrund derer die Luft durch den Reifen durchdringt. Weitere Gründe sind eine Temperatureinwirkung, denn bei einer Temperaturveränderung von 10 Grad beträgt der Druckwechsel des Reifens rund 0,07 bar. Auch kleine Beschädigungen können zu Druckverlusten im Reifen führen, beispielsweise ein undichtes Ventil etc.

Wie oft und wo sollte der Reifendruck überprüft werden?

Der Druck im Reifen sollte im Abstand von zwei Wochen oder mindestens einmal monatlich am kalten Reifen überprüft werden. Zudem ist wichtig, dass der Reifendruck vor allen weiten Strecken überprüft wird. Sein Wert sollte an die vorgesehene Fahrzeugbelastung angepasst werden. Auch der Druck im Reserverad sollte überprüft werden. Der Reifendruck kann optimal bei einem Besuch an der Tankstelle überprüft werden. Der empfohlene Druck steht meist im Tankdeckel auf dem Etikett oder ebenso an der B-Säule, teilweise auch im Rahmen deiner Fahrer- oder der Beifahrerseite. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Serienbereifung, die ebenso angegeben ist. Für eine abweichende Kombination der Reifen und Felgen kannst du die Werte für den empfohlenen Reifendruck der Allgemeinen Betriebserlaubnis des erworbenen Reifensatzes entnehmen. Dies solltest du auch unbedingt tun, schon allein für deine Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer.

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