Zinkmangel – ein Grund für Haarausfall?

Zink bei Haarausfall
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Seit einiger Zeit stellst Du fest, dass Dein Haar augenscheinlich dünner und brüchiger wird. Auf Deiner Kleidung und auf dem Kopfkissen findest Du zahlreiche Haare. Auch der Abfluss der Dusche ist von einem dichten Haarteppich verstopft. Hinzu kommt, dass sich das Styling immer schwieriger gestaltet und dass die Frisur trotz aller Mühe platt und ohne jegliches Volumen ist. Während Du es anfangs noch auf den momentanen Stress geschoben hast, bereitet Dir der Haarausfall nun immer mehr Sorgen.

Es kann durchaus möglich sein, dass Du wie viele Frauen und Männer unter Zinkmangel leidest. Hast Du kürzlich eine Diät gemacht oder Deine Ernährung auf fleischlos, vielleicht sogar auf vegan umgestellt? Dann könnte sich darin die Ursache für die Mangelerscheinung und ihre Folgen im Bezug auf Deine Kopfbehaarung finden lassen. Wenn es durch den Mangel von Zink zu Haarausfall kommt, kannst Du gegensteuern und deine Haarwurzeln mit dem wichtigen Spurenelement versorgen.

Bei Zink handelt es sich um ein für den Haarwuchs und die Hautgesundheit essenzielles Spurenelement. Doch Dein Körper kann es nicht selbst produzieren und ist darauf angewiesen, dass Du den Nährstoff durch entsprechende Lebensmittel zuführst. Verzichtest Du auf rotes Fleisch, auf Innereien und auf Milchprodukte, kann es zu einer Unterversorgung mit Zink und damit zur Brüchigkeit sowie zum Verlust der Haare kommen. Sehr häufig geht Zinkmangel mit einer Diät einher.

Du nimmst weniger Nährstoffe auf und lässt bei einer Diät vor allem die Lebensmittel weg, die viel Zink – aber eben auch viel Fett enthalten. Der vegane Lebensstil begünstigt den Mangel ebenfalls. Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten Zink, aber nur in sehr geringer und für die tägliche Versorgung nicht ausreichenden Menge. Bei Frauen kann der Mangel zusätzlich in der Schwangerschaft und innerhalb der Wechseljahre auftreten.

Es gibt einige Symptome, die Dich auf die richtige Spur führen können. Ehe es durch zu wenig Zink zu Haarausfall kommt, äußert sich der Defizit durch vermehrten Haarbruch, eine trockene und manchmal schuppige Haut sowie vermehrten Juckreiz auf der Kopfhaut. Bist Du dazu noch müde, fühlst Dich abgeschlagen und antriebslos oder kannst Dich kaum auf eine Sache konzentrieren, handelt es sich oftmals um einen Zinkmangel. Dein Körper benötigt das Spurenelement für die Zellteilung, aber auch für den Energiestoffwechsel.

Fehlt Dir Zink, sind sowohl körperliche wie psychische Symptome feststellbar. Als Laie kannst Du natürlich nur mutmaßen. Ein Dermatologe findet durch die Haut- und Blutuntersuchung heraus, ob Du mit Deiner Vermutung richtig liegst oder ob der Haarausfall eine andere Ursache hat. Um einen Mangel an Zink bei Haarausfall zu diagnostizieren, wird der Arzt ein großes Blutbild vornehmen. Auf diesem Weg werden Erkrankungen mit gleicher Symptomatik ausgeschlossen und Du erhältst die Sicherheit, dass sich Dein Haarschwund durch die zusätzliche Zinkaufnahme aufhalten lässt.

Der Haarwuchs beruht auf der Zellteilung, für die Dein Körper eine ausreichende Menge an Zink benötigt. Auch die Bildung von Keratin, dem Grundelement Deiner Haare, ist bei mangelnder Verfügbarkeit des Spurenelements nicht möglich. Bei Zinkmangel sinkt der Energiestoffwechsel und die Haarwurzeln werden nur marginal mit Nährstoffen versorgt. Das wiederum hat zu Folge, dass die Follikel früher in die Ruhephase eintreten und ausfallen. Eine weitere Aufgabe des Spurenelements beruht auf der Regulierung der Talgbildung. Produzierst Du eine zu große Menge Talg, verstopfen die Poren. Wird zu wenig Talg produziert, trocknet Deine Kopfhaut aus und wird schuppig.

Das Zusammenspiel aller Aufgaben des Spurenelements verdeutlicht, warum es bei zu wenig Zink zu Haarausfall kommt. Je nach Ernährungsgewohnheit ist es nicht immer möglich, eine ausreichende Versorgung allein über die verzehrten Lebensmittel zu gewährleisten. Daher empfiehlt es sich zum Beispiel bei Vegetariern und Veganern, durch Nahrungsergänzung mit Zink gegen Haarausfall und andere Mangelsymptome vorzubeugen.

Fällt Dein Haar aufgrund einer Zinkmangelerscheinung aus, kann die zusätzliche Aufnahme durch Nahrungsergänzung zur Umkehr führen. Liegt Dein Haarschwund in den Genen begründet oder beruht er auf einer Erkrankung, wirst Du durch eine vermehrte Zinkaufnahme keine Besserung erzielen. Ob Zink bei Haarverlust hilft, hängt von der Ursache ab.

Es handelt sich zwar um ein für den Haarwuchs essenzielles Spurenelement, doch ist es kein Wundermittel und damit auch keine Patentlösung gegen jegliche Form von Haarverlust. Wenn es durch Zinkmangel zu Haarproblemen kommt, erkennst Du es daran, dass Dein ganzer Kopf betroffen ist und dass die Haare diffus ausfallen. Bei kreisrundem oder partiellem Haarschwund kannst Du davon ausgehen, dass eine Mehraufnahme von Zink keine Linderung bringt. Auf Nummer sicher gehst Du mit einer Blutuntersuchung, durch die ein Zinkmangel frühzeitig und sicher erkannt wird.

Ein ausgeglichener Vitalstoffhaushalt und ein guter Energiestoffwechsel sind grundlegend für gesunde Haut und Haare wichtig. Gerade das Spurenelement Zink nimmt im Bezug auf den Haarwuchs eine wichtige Bedeutung ein, da es die Zellteilung und damit die Basis für den Haarwuchs fördert. Wenn Du zu wenig Zink über die Nahrung aufnimmst, kommt es perspektivisch zu einem Mangel. Im Frühstadium äußert sich die Mangelerscheinung durch trockene Haut und sprödes Haar. Erkennst Du die Signale nicht, kann es zu Haarschwund kommen.

Ist die Zinkmangelerscheinung der Grund für Deinen Haarausfall, kannst Du verhältnismäßig einfach gegensteuern und durch Supplements eine Kehrtwende einläuten. Bei krankheits- oder medikamentenbedingten Ursachen, bei androgenetischer Alopezie oder bei anderen Vitalstoffmängeln wird eine Behandlung mit Zink nicht helfen. Daher ist die Ursachenforschung die wichtigste Basis dafür, dass Du zielführend behandelst und Deinem Haar die notwendige Versorgung mit den richtigen Vitalstoffen bietest.

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Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

2 Kommentare

  1. Hallo Herr Djurin, Sie schreiben “Auf Nummer sicher gehst Du mit einer Blutuntersuchung, durch die ein Zinkmangel frühzeitig und sicher erkannt wird.” – doch diese Aussage entspricht nicht dem, was in der Fachliteratur zu lesen ist. Dort heißt es, dass nur schwerer Zinkmangel im Blutbild entdeckt wird oder wenn jemand aus Nebenwerten die richtigen Schlüsse zieht. Unser Körper scheint darauf zu achten, dass im Blut auch dann noch ausreichend Zink vorhanden ist, wenn es sonst schon ziemlich wenig ist, also genau genommen ein Mangel vorliegt.

    Was hingegen sinnvoll ist: Einen Zinkmangel-Risikotest durchführen, wie er im Internet zu finden ist und dann eine ex-juvantibus-Diagnose: “Wenn Zink hilft, war es ein Zinkmangel.” (Dr. H.P. Bertram)

    Wenn man genau hinschaut, wie man sich ernährt (z. B. zinkarm), welche Beschwerden auftauchen (und ob die mit Zinkmangel assoziiert sind) sowie auf welche Lebensmittel man permanent Heißhunger hat (etwa auf die zinkreichen wie Schokolade, Austern, Rindfleisch) – dann liegt es nahe, dass unserem Körper dieser essentielle Nährstoff fehlt. Denn unser Körper hat keinen Zinkvorrat (wie bei Calcium oder Eisen), aus dem er sich bedienen kann. Es fehlt dann einfach und richtet durch das Fehlen den von Ihnen beschriebenen Schaden an.

    Das kann ich nach 25 Jahren Beschäftigung mit Zink und Zinkmangel sowie reichlich Praxiserfahrung bestätigen. Bei den Mangelerscheinigungen würde ich noch die psychisch-mentalen Beschwerden mit aufnehmen; sie werden gerne vergessen oder unterschlagen. Manche Depression ist in Wirklichkeit schlicht die Folge von Zinkmangel, ebenso wie Schlafstörungen oder Wortfindungsstörungen.

    • Sehr geehrter Werner Winkler,

      Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie mir ein paar Quellen/Infos nennen würden, die wir noch im Beitrag ergänzen können. Wenn Sie zum diesem Thema 25 Jahre Erfahrung haben, wäre das natürlich eine große Bereicherung für unsere Leser noch spezifischer Informationen zu ergänzen.

      Mit freundlichen Grüßen aus Wien
      Darko

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