Vegane Ernährung – kann sie zu Haarausfall führen?

Vegane Ernährung und Haarausfall
Bigstock I Copyright: Dmitry Lobanov
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Egal, ob für mehr Tierschutz, der Gesundheit zu Liebe oder aus ethischen Gründen, immer mehr Menschen entscheiden sich für die vegane Ernährung. Betroffene verzichten auf jegliche tierische Nahrungsmittel, anders als bei Vegetariern auch auf Milch, Milchprodukte und Eier. Der Speiseplan besteht komplett aus pflanzlichen Lebensmitteln.

Bis auf Vitamin B12 ist es damit möglich, alle notwendigen Nährstoffe zu erhalten. Doch dies bedarf einer sorgfältigen Planung, damit es zu keinem Haarausfall kommen kann. Im Durchschnitt verlieren wir täglich 100 bis 200 Haare. Wenn du bemerkst, dass es mehr sind, solltest du hellhörig werden und deine Ernährung hinterfragen, falls du andere Gründe wie Erkrankungen, Stress oder Hormonschwankungen ausschließen kannst.

Fügst du deinem Körper ausreichend Kalorien, Vitamine, Mineralien und Proteine zu, um deine Haare gesund zu halten? Lies nachfolgend, was mögliche Ursachen für einen Haarverlust bei veganer Ernährung sind und was du tun kannst, um Mangelerscheinungen zu verhindern? Zudem erfährst du, ob Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind und wie du als Veganer deine Haare von außen stärken kannst.

Wenn beim Kämmen oder Bürsten die Haare erheblich ausgehen, ist dies oftmals ein großer Schreck. Es gibt zahlreiche Gründe für vermehrten Haarverlust. Es gilt, die Ursachen zu erforschen. Gegen einen erblich bedingten Haarausfall kannst du leider nicht so viel ausrichten, außer dich für eine Haartransplantation entscheiden, falls das Problem zu belastend oder optisch auffällig wird.

Leidest du hingegen unter Haarausfall als Veganer, kannst du mit guter Planung das Problem lösen. Die vegane Ernährung kann sehr gesund sein und sich beispielsweise auf das Herz-Kreislaufsystem, die Haut und Haare positiv auswirken.

Doch liegt ein Mangel vor, kann es unter Umständen auch zu Haarausfall kommen. Möglich sind folgende Gründe:

Eiweiß- und Eisenmangel: Da Veganer tierische Eiweiße komplett meiden, kann der Körper einen Mangel an Eiweiß und Eisen aufweisen, wenn der Bedarf nicht ausreichend durch pflanzliche Lebensmittel gedeckt wird. Die Haare benötigen diese Stoffe für eine Stabilität der Follikel, zum Nachwachsen und für die Bildung gesunder Wurzeln. Mangelt es daran, kann es zu brüchigen Haaren und letzten Endes zum Ausdünnen und Haarverlust kommen.

Zink und Biotin: Neben Eiweiß und Eisen brauchen die Haare auch Zink und Biotin, um gesund und kräftig wachsen zu können.

Ernährst Du Dich vegan, zeigt sich ein Haarschwund gleichmäßig auf dem gesamten Kopf. Ein diffuser Haarausfall kann verschiedene Ursachen, beispielsweise eine Autoimmunerkrankung, Einnahme von Medikamenten oder Infektionskrankheiten mit hohem Fieber, haben. Bei einer veganen Ernährung kann es zu einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kommen, der alle Haare betrifft.

Die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich, da die Haarfollikel vorzeitig in die Ruhephase eintreten. Die Haare werden immer dünner, bis schließlich die Kopfhaut sichtbar wird. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass ein Totalverlust aller Haare eintritt, da Du Deinem Körper bei einer veganen Ernährung mit viel Obst und Gemüse eigentlich genügend Vitamin C, Folsäure, Vitamin E und andere wichtige Stoffe zuführst.

Dein Körper und deine Gesundheit können grundsätzlich davon profitieren, wenn du auf pflanzliche Kost setzt oder tierische Produkte lediglich in geringer Menge zu dir nimmst. Doch wie bei jeder Ernährungsweise ist es wichtig, sie gut zu planen, denn die Haarwurzeln benötigen einige Nährstoffe unbedingt.

Setze, um einen Haarausfall als Veganer zu vermeiden, vermehrt auf deinen Speiseplan:

  • reichlich frisches Obst und Gemüse
  • Hülsenfrüchte und Getreide
  • hochwertige pflanzliche Öle
  • Nüsse
  • Kräuter und Gewürze

Wähle die richtigen Lebensmittel, die einen Mangel verursachen könnten:

  • Vitamin C fördert die Durchblutung und trägt zum Haarwachstum bei. Es ist in vielen Obst- und Gemüsesorten wie Zitrusfrüchten, Paprika, Äpfel, Kiwis und Karotten zu finden. Spinat, Kohl wie Grünkohl und Brokkoli enthalten viel Eisen.
  • In Paprika, Äpfeln, Kiwis und Karotten stecken viele Vitamine. In Hülsenfrüchten sind Eisen, Zink und Biotin enthalten, die gesundes Haarwachstum fördern.
  • Die wertvollen B-Vitamine, die für gesundes Haarwachstum sorgen, sind in Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten. Folsäure gehört ebenso zu den B-Vitaminen. Es unterstützt die Zellteilung der Haare und sorgt dafür, dass sie gesund nachwachsen. Folsäure steckt in Spargel und Getreide. Biotin (Vitamin B7) macht die Haare stärker und glänzender und kann dabei helfen, Haarausfall zu vermeiden. Bananen, Erdbeeren, Spinat und Haferflocken liefern deinem Körper Biotin.
  • Avocados bieten gesunde Fette, die den Feuchtigkeitsgehalt fördern, der die Haare stark wachsen lässt.
  • Mandeln sind eine super Quelle für Proteine und das Vitamin E. Dadurch werden die Feuchtigkeit und Elastizität verbessert.
  • Auch Superfoods sind eine ideale Quelle für vegane Ernährung. Insbesondere Chia-Samen können haut- und haarverjüngend wirken. Sie sind reich an Eisen, Kalzium und Vitamin B. Diese Nährstoffe tragen zum gesunden Haarwachstum bei.
  • Leinsamen enthalten Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren. Sie versorgen die Kopfhaut und Haarwurzeln und helfen dabei, die Haarfollikel zu nähren. Vitamin E ist auch in Nüssen wie Mandeln und vielen Ölen enthalten, beispielsweise Sonnenblumen- oder Olivenöl.

    In Obst und Gemüse stecken große Mengen an lebensnotwendigen Nährstoffen, die der Körper benötigt, um gesund zu bleiben, aber auch, um die Haare zu kräftigen und zum Wachsen anzuregen.

Es sollte jeden Tag reichlich verzehrt werden. Auch frische Kräuter regen die Durchblutung und den Haarwuchs an. Um Haarausfall vorzubeugen, darfst du nicht vergessen, dass ausreichend Abwechslung auf dem Speiseplan essentiell ist.

Haarverlust kann ein Anzeichen für einen Vitamin B12-Mangel sein. Es ist das einzige Vitamin, bei dem bei Veganern eine Supplementierung dringend empfohlen wird. Alle anderen Nährstoffe können auch durch eine vegane Ernährung zugeführt werden. Anhand eines Blutbildes kann sicher festgestellt werden, ob ein Mangel an Stoffen vorliegt.

Ein Mangel an Vitamin B12 macht sich oft erst bemerkbar, wenn er schon seit einiger Zeit besteht, da der Körper das Vitamin bis zu einem bestimmten Maß speichern kann. Sind die Speicher leer, kann nicht nur ein Haarverlust die Folge sein. Ein Mangel kann sich auch mit einer Verschlechterung des Hautbildes, Muskelschwäche, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Depressionen bemerkbar machen.

Es gibt einige wenige pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, in denen Vitamin B12 in geringer Menge enthalten ist. Diese Lebensmittel reichen jedoch nicht aus, um den Bedarf zu decken. Bei Veganismus solltest Du Deinem Körper daher unbedingt dieses Vitamin zufügen, um für einen guten Haarwuchs zu sorgen.

Liegt ein Mangel an Eisen vor, solltest Du nicht eigenmächtig Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen kaufen, da sie Nebenwirkungen haben können. Der Arzt kann anhand einer Blutuntersuchung feststellen, ob ein Mangel vorliegt. Er kann ein Medikament als Nahrungsergänzungsmittel verordnen und Deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren.

Eine wichtige Rolle spielen die Pflegeprodukte: Verzichte auf schädliche Inhaltsstoffe wie Silikone und Parabene. Sie können die Poren verstopfen, Wurzeln belasten und Haut reizen. Verwende lieber Produkte aus der Naturkosmetik, die frei von Chemikalien sind, und achte auf genügend Feuchtigkeit.

Du kannst die Haarwurzeln durch Massagen stärken, denn die Durchblutung wird angeregt und die Versorgung mit wichtigen Wirkstoffen verbessert. Lasse deine Haare lieber an der Luft trocknen, denn heißes Föhnen strapaziert sie.

Für eine Massage kannst Du Olivenöl als Haarkur verwenden. Es enthält verschiedene wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die den Haarwuchs fördern. Am besten lässt Du das Öl über Nacht einwirken und wäschst es am Morgen aus. Diese Haarkur wendest Du dreimal wöchentlich an.
Eine weitere Möglichkeit für einen gesunden Haarwuchs ist Schwarzkümmelöl, das Du nach dem Haarewaschen in die noch feuchten Spitzen massierst.

Die gute Nachricht: Sind die Haarfollikel noch intakt und ist der Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen durch eine vegane Ernährung wieder ausgeglichen, können die Haare wieder nachwachsen. Die Haarfollikel erholen sich wieder und bringen wieder gesunde, kräftige Haare hervor. Voraussetzung ist jedoch, dass Du auch bei Veganismus auf eine ausgewogene Ernährung achtest und dem Körper ausreichend Vitamin B12 zuführst.

Mit der Entscheidung für eine vegane Ernährung hast du den Fokus auf deine Gesundheit gelenkt. Doch achte darauf, dass du dich abwechslungsreich ernährst und deinem Körper alle wichtigen Nährstoffe zuführst, denn sonst kannst du unter Haarausfall als Veganer leiden. Mit einer ausgewogenen, pflanzlichen Kost kannst du das vorbeugen.

Im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel solltest du als Veganer Vitamin B12 supplementieren, denn es ist vorwiegend in tierischen Lebensmitteln enthalten. Die beste Behandlung von Haarverlust basiert auf der Beseitigung der Ursachen und eine Kompensierung des Mangels.

Falls der Haarverlust an anderen Gründen liegt wie einem genetisch bedingten Haarausfall, bieten eine Haartransplantation und anschließende PRP Therapie durch Experten gute Erfolge.

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Über Der Philosoph 1473 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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