Die Geschichte der Liebespuppe

Liebespuppe
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So gut wie jeder kann sich etwas unter dem Begriff Sexpuppe oder Liebespuppe vorstellen, doch die damit verbundenen Gedanken sind meist unterschiedlicher als bei anderen Themen. Bei den einen ist es der Gedanke an eine aufblasbare Gummipuppe, bei den anderen ein typisches Sexspielzeug.

Im Laufe der Zeit wurden aus unrealistischen, schwer benutzbaren und unangenehmen Liebespuppen realistische und nicht mehr dem Klischee entsprechende Puppen.

Vielleicht bist du auf der Suche nach einer weiteren Liebespuppe oder du möchtest deine ersten Erfahrungen mit einer Puppe machen, wie dem auch sei, mit diesem Beitrag möchten wir dich aufklären über das Thema Liebespuppe und die Geschichte, die sich dahinter verbirgt.

Bevor wir dir in einer fachlichen Sprache alles kompliziert erklären, probieren wir es einmal mit einem Beispiel, was du dir unter eine Sexpuppe vorstellen kannst. Stell dir deine Traumfrau vor, es kann eine Schauspielerin sein, eine Sängerin, mit der du, wann du es dir wünscht, Sex haben kannst, so ungefähr kannst du dir eine Liebespuppe vorstellen.

Hast du gewisse Wünsche, die du nie äußern würdest, die dir einfach unangenehm sind, so kann deine Puppe nach diesen Vorlieben angepasst werden.

Wir beginnen unsere Reise im Zeitalter der Antike, vor mehr als 2000 Jahren. Man vermutet, dass der Bildhauer Pygmalion sich in eine von sich selbst gemeißelte Statue verliebt hat. Sie bekam den Namen Galatea und verzauberte von nun an Pygmalion.

Die Legende besagt, dass die Liebe zu der Statue so intensiv war, dass die Göttin der Liebe Aphrodite die Statue zum Leben erweckte. Von nun an stand der Liebe zwischen Pygmalion und Galatea nichts mehr im Wege. Ob Pygmalion nun die Liebespuppe erfunden hat, bleibt offen. Die Legende verrät uns nicht, ob Pygmalion die Statue für sexuelle Handlungen verwendet hat.

Traurig und voller Sehnsucht, so würden wohl niederländische Seefahrer ihr Leben beschreiben. Da ihre Trauer und Sehnsucht so stark war, starten sie den Versuch, aus Stoffen eine weibliche Figur nachzubilden. Die weibliche Figur sollte den Männern helfen, ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Dieser Sehnsucht gebrühte Versuch wurde „Dutch – Wives“ genannt.

Doch bis es dazu kam, dass solch Puppen für jedermann verfügbar waren, dauert es noch bis Ende des 19. Jahrhunderts. Der erste Verwendungszweck der Liebespuppen war als Heilmittel für psychische Krankheiten gedacht. Liebespuppen hast du verschrieben bekommen, um dich aus verschiedenen Leiden zu befreien. Danach erst wurden sie unter der Hand verkauft.

Dem 20. Jahrhundert haben wir es zu verdanken, dass Gummipuppen offiziell geworden sind. Fragt man nach dem Erfinder der Puppe, so bekommt man als Antwort Oskar Kokoschka. Es ist das Jahr 1918, als Kokoschka, ein österreichischer Maler, eine lebensgroße Puppe der österreichischen Künstlerin Alma Mahler anfertigen ließ.

Nicht nur ließ Alma Mahler Kokoschkas Herz höherschlagen, sondern auch das vieler anderer Männer. Voller Leidenschaft, aber auch voller Komplikationen, so kann man die Beziehung zwischen den beiden am besten beschreiben. Die realistische Puppe diente Oskar Kokoschka oft als Modell, für seine Kunstwerke.

Als wirkliche Gummipuppen könnte man die realistischen Nachbildungen von Hans Bellmer bezeichnen. Für den psychiatrischen Zweck hat er lebensechte Frauen aus Gummi hergestellt und verkauft, diesen wurden später auch bekannt in der Kunstszene. 1933 baute er seine erste Puppe.

Es ist der Anfang der 1930er, schon da beschäftigte sich Bellmer mit erotischen Abbildungen des weiblichen Körpers. Es ist das Jahr 1934, als der deutsche Künstler sein weltbekanntes Buch „Die Puppe“, wo er die Schritte seiner Puppe dokumentiert, veröffentlicht.

Bist du schon etwas länger auf der Suche nach dem Erfinder der Liebespuppen, dann bist du wahrscheinlich häufig auf die Geschichte des zweiten Weltkriegs gestoßen. Es sind die 1940er Jahre, als das deutsche Militär Gummipuppen erfunden hat, um Krankheiten zu vermindern.

Du wirst bei der Recherche gemerkt haben, dass das Nazideutschland zu dieser Zeit Liebespuppen erfunden haben soll. Da es Soldaten durch die lange Zeit ohne sexuellen Handlungen eher schwierig hatten, fühlten sie sich oft einsam.

So wurde in der Erfindung von Liebespuppen die perfekte Lösung gefunden, denn es werden die sexuellen Bedürfnisse befriedigt und es wird vor Krankheiten geschützt. Dieser Mythos konnte allerdings nicht bestätigt werden.

Wie bei anderen Sexspielzeugen haben die Hersteller immer mehr am Design und an der Optik verändert, damit dem Kunden, also dir, mehr Realismus geboten wird. Seit der Erfindung der Sexpuppen steigt das Interesse mehr und mehr, es ist kein wirkliches Ende in Sicht. Man stellte sich mit der Zeit die Frage, wie kann eine Liebespuppe noch realistischer ausschauen?

So wurden die Puppen mit Kleidung angezogen, damit der Verwender sie noch attraktiver findet. Auch kam die Idee auf, neue Stoffe zu verwenden, wie Vinyl oder Silikon. Die Größe der Sexpuppen hatte auch eine Veränderung nötig, so wurden sie lebensgroß gemacht, damit man sie noch leichter verwenden kann.

Durch die Veränderungen haben die Gummipuppen immer mehr Beliebtheit für sich gewonnen. In den 1960er Jahren war die sexuelle Revolution, wo Sexpuppen immer mehr Akzeptanz gefunden haben und endlich für jedermann zugänglich waren.

Diese Beliebtheit hat die Liebespuppe Pornomagazinen und verschiedenen anderen Katalogen zu verdanken. Nicht nur wurden Pornomagazine benutzt, um auf die Gummipuppe aufmerksam zu machen, sondern auch diverse andere Medien.

Die Popularität des Internets hat dazu geführt, dass immer mehr Online-Seiten gestartet wurden. So beginnen viele Hersteller, dieses Medium für sich zu nutzen und verkaufen ihre Liebespuppen digital.

Anders als früher können Sexpuppen nun einfach und schnell vertrieben und verkauft werden. Seit der Erfindung von Gummipuppen haben immer mehr Menschen international Zugang zu schönen Frauen.

Dank fortschrittlicher Technologie können Sexpuppenhersteller ihre Liebespuppen auch mit künstlicher Intelligenz ausstatten. Kunden erwarten, dass Sexpuppen realistischer und beweglicher sind. Hersteller haben sich diese Nachfrage zunutze gemacht, indem sie Gummipuppen mit künstlicher Intelligenz auf den Markt gebracht haben, die neben der Bewegung auch andere neuartige Funktionen wie das Sprechen aufweisen.

Es ist immer noch spannend zu sehen, wie sich die Zukunft der Liebespuppen entwickeln wird. Natürlich werden Schönheiten immer lebensechter und können Menschen auf vielfältige Weise glücklich machen. Eines ist sicher: die Branche wird uns wahrscheinlich weiterhin überraschen!


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Über Der Philosoph 1706 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 15 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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