Es ist kein Geheimnis, dass Männer anders einkaufen als Frauen. Geht es um Klamotten, sind die meisten eher gelangweilt und überlassen vieles auch gerne ihrer besseren Hälfte. Zwar sind jüngere Generationen deutlich modebewusster, dennoch bevorzugen die meisten Männer das zweckorientierte Einkaufserlebnis, befassen sich mit dem Kauf von Elektronik, Technik, Schmuck und Outdoor-Produkten. Besonders attraktiv sind Schnäppchenangebote und Werbekampagnen, wo getestet und probiert werden darf. Allgemein sehen Männer den Einkauf eher im praktischen Sinne und schätzen dabei durchaus auch eine gute Beratung.
Männer wollen nicht shoppen, sondern einkaufen
Wenn Frauen unterwegs sind, kommen sie an keinem Geschäft vorbei, ohne dieses zu betreten. Dort hängt ein schönes Kleid, im anderen Laden stehen die neuesten Designerschuhe, die Buchhandlung hat einen neuen Krimi im Schaufenster stehen und der Juwelier zeigt die neueste Serie der Luxusuhren und Colliers, die einen genaueren Blick erfordern. Frauen lieben das Shoppen und zeigen entsprechend auch ein völlig anderes Einkaufsverhalten als Männer. Gemeinsames Einkaufen betrifft bei vielen Ehepaaren höchstens die Besorgung der Lebensmittel, ansonsten begeben sich beide eher getrennt auf Shoppingtour, wobei Männer das Ganze anders angehen und selten von Shopping, sondern immer von Einkaufen sprechen, unabhängig davon, ob es den Kauf einer Herrenjeans oder von Werkzeug und Elektronik geht. Schon beim Anstehen an der Kasse zeigen sich die Unterschiede. Frauen sortieren den Einkauf und benötigen mehr Zeit. Männer legen ihn schnell, jedoch chaotisch aufs Band. Beim Einpacken der Waren verhalten sich beide relativ gleich, nicht so bei der Begegnung mit der Kassiererin. Hier können Frauen auch gut und gerne ein Schwätzchen halten, während Männer gestresster sind und alles hinter sich bringen möchten. Das bedeutet, sie sind deutlich wortkarger und selten an einem längeren Gespräch interessiert.
Warum ist das Einkaufen geschlechtsspezifisch?
Das Einkaufserlebnis ist stark von Emotionen geprägt und unterliegt kaum rationellen Gesetzmäßigkeiten. Frauen wünschen sich dabei natürlich immer etwas anderes als Männer, die eher pragmatisch veranlagt sind. Einfluss auf das Kaufverhalten hat auch das Visual Merchandising, das bestimmt, wie Waren präsentiert werden, um Kunden anzusprechen. Daher konzentrieren sich viele Läden, die bevorzugt Männermode verkaufen, auf ein Schaufenster, das visuell begeistert und zentrale Elemente enthält, die die Neugierde wecken sollen. Bei Frauen ist das in der Regel nicht notwendig, da sie von vornherein wissen, was sie sich ansehen möchten. Schon bei den Lebensmitteln zeigen sich die Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der Auswahl der Produkte. Männer kaufen Fleisch, Frauen Gemüse. Das ist nicht nur ein Klischee, denn tatsächlich hat hier das einstige Jäger- und Sammlerverhalten einen Einfluss auf die Vorlieben. Während Frauen länger bei Kosmetik und Körperpflegeprodukten verweilen, zieht es Männer zum Wein- oder Süßigkeiten-Regal. Gleiches gilt für andere Käufe, sodass viele Geschäfte Wert darauf legen, die Spontaneinkäufe für beide Geschlechter zu vereinfachen.
Das Verhalten beim Einkauf unter der Lupe
Da Frauen das Shopping genießen, schlendern sie langsam durch die Gänge und bleiben bei vielen Auslagen stehen, um alles genauer zu betrachten. Ganz anders verhalten sich Männer. Diese möchten am liebsten alles schnell erledigt haben und nicht erst stundenlang zwischen verschiedenen Herrenhemden auswählen, um dann doch die Farbe zu kaufen, die auch die Hemden aufweisen, die bereits im Schrank zu Hause hängen. Während Frauen zwar wissen, was sie wollen, ist eine konkrete Kaufabsicht oft nicht vorhanden. Wenn Männer dagegen losziehen, möchten sie das Gewünschte schnell finden, bezahlen und den Laden wieder verlassen. Beim gemeinsamen Einkauf benötigen Frauen in der Regel dann auch die doppelte Zeit. Entsprechend sorgen kundenorientierte Geschäfte dafür, dass sich Männer irgendwo beschäftigen können, sei es bei einem Glas Bier, beim Schauen der Sportnachrichten oder in bequemer Lage in einem Massagestuhl. Stehen diese Möglichkeiten bereit, ist der Verkaufsumsatz meistens gesichert und beide Kunden, ob weiblich oder männlich, sind zufrieden.

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