16 Orte, die Du in Serbien besuchen solltest

Urlaub in Serbien
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Serbien ist die Heimat von rund sieben Millionen Einwohnern und liegt im Herzen des Balkans. Die Hauptstadt Belgrad zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten und Ă€ltesten StĂ€dten in SĂŒdosteuropa. Das Land verfĂŒgt ĂŒber einen unermesslichen Reichtum an atemberaubenden Naturwundern, wertvollen archĂ€ologischen Artefakten und StĂ€dten mit einem riesigen Angebot an kulturellen SehenswĂŒrdigkeiten, hervorragendem Essen und einem unterhaltsamen Nachtleben.

Dabei ist dieses einzigartige Balkanjuwel bisher vom Massentourismus weitestgehend verschont geblieben. Das liegt auch daran, dass Serbien dem Tourismus in den vergangenen Jahrzehnten keine große Bedeutung beigemessen hat. Das wird sich in Zukunft vermutlich Ă€ndern, denn das Land verfĂŒgt ĂŒber eine ausgezeichnete geographisch-verkehrstechnische Lage und wĂŒrde den Tourismus als Einnahmequelle dringend benötigen.

Doch noch ist Serbien ein Paradies fĂŒr alle Abenteurer, Naturliebhaber und Kosmopoliten, die gerne Neues entdecken und eine unberĂŒhrte Natur erleben möchten. Auch die freundlichen und aufgeschlossen Menschen des Landes tragen dazu bei, dass ein Urlaub in Serbien zum unvergleichlichen Erlebnis wird. Versuchen Sie die Suche nach dem besten Hotel auf ebooking.

Nationalpark Tara
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Der Nationalpark Tara wurde 1981 gegrĂŒndet und ist einer von fĂŒnf Nationalparks in Serbien. Das grĂ¶ĂŸtenteils bewaldete Gebiet, durch das ĂŒber 30 Wanderwege fĂŒhren, liegt auf einer Höhe zwischen 1.000 und 2.000 Metern. Es ist ein ein Traum fĂŒr Naturliebhaber, Wanderer, Bergsteiger, Kulturbegeisterte und Abenteurer. Neben ungefĂ€hr 60 SĂ€ugetierarten tummeln sich hier 140 Vogelarten, 19 Fischarten und 23 Arten von Amphibien und Reptilien.

Im Nationalpark Tara lebt auch die grĂ¶ĂŸte Gruppe von BraunbĂ€ren in Serbien. Unter den 1.156 vertretenen Pflanzenarten des Gebietes, das die Berge Tara und Zvijezda umfasst, befindet sich die gefĂ€hrdete Serbische Fichte, die in den Schluchten und TĂ€lern des mittleren Flusslaufs der Drina zu finden ist. Doch der Nationalpark Tara hat mehr zu bieten als unberĂŒhrte Natur. Hier gibt es etliche archĂ€ologische StĂ€tten von der Jungsteinzeit bis zur Neuzeit. Das mittelalterliche Kloster Raca und die Nekropole mit Grabsteinen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das preisgekrönte Sommer-Musikfestival Exit findet jedes Jahr auf der Petrovaradin-Festung in Novi Sad statt. Mehr als 1.000 KĂŒnstler aus den Genres Rock, Pop, Punk, Indie, Electronic und Alternative treten auf ĂŒber 40 BĂŒhnen und Festivalzonen auf. JĂ€hrlich reisen etwa 50.000 Fans aus aller Welt an, um das fantastische Spektakel live mitzuerleben. GegrĂŒndet wurde das Exit Festival im Jahr 2000 als Studentenbewegung, die fĂŒr Demokratie und Frieden in Serbien und auf dem Balkan kĂ€mpft.

Die Musik soll junge Menschen zusammenbringen und einen sozialen Wandel vorantreiben. Bis heute sind soziale Verantwortung, politischer Wandel und Umweltschutz zentrale Aspekte der Veranstaltung. Dass diese in Einklang mit Musik, Ausgelassenheit und purer Lebensfreude stehen können, hat das Exit Festival in Novi Sad in den vergangenen Jahren bewiesen. Eine einzigartige Kulisse fĂŒr das Festival bietet die Festung Petrovaradin, eine der grĂ¶ĂŸten und besterhaltenen Burgen Europas.

Resava-Höhle
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Lange Zeit kannten nur die einheimischen Hirten die Existenz der etwa 80 Millionen Jahre alten Reseva-Höhle. Als einer von ihnen im Jahr 1962 ein paar Bergsteigern die Höhle zeigte, kam das Geheimnis dieses Juwels ans Tageslicht. UngefĂ€hr 10 Jahre spĂ€ter wurden 800 Meter der insgesamt 4,5 Kilometer langen Resava-Höhle fĂŒr Besucher geöffnet. Das Innere ist reich an Kammern, KanĂ€len, Stalaktiten, Stalagmiten, Galerien, SĂ€ulen und SteinwasserfĂ€llen. Entstanden ist die Höhle vor der großen Eiszeit durch unterirdische FlĂŒsse, die sich ihren Weg in den Kalkstein bahnten.

Der begehbare Weg fĂŒhrt auf zwei Ebenen durch verschiedene SĂ€le mit zahlreichen Formationen. Die Resava-Höhle zĂ€hlt zu den Ă€ltesten in Serbien und ist die schönste Höhle des Landes. In der nĂ€heren Umgebung dieses geschĂŒtzten Naturdenkmals befinden sich zahlreiche weitere SehenswĂŒrdigkeiten wie die Klöster Despotovac, Ravanica und Manasija sowie die Quelle Veliko vrelo und der Wasserfall Veliki buk.

Aqua Park Jagodina
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Der Aqua Park in Jagodina liegt im Sport- und Touristenkomplex im schönsten Teil der Stadt. Auf einer FlĂ€che von rund 30.000 Quadratmetern stehen Schwimm- und Badebegeisterten sechs Schwimmbecken zur VerfĂŒgung. Das olympische Schwimmbecken ist fĂŒr FINA-Wasserball ausgestattet. Die Hauptattraktion des Parks ist eine Wasserrutschanlage mit einer GesamtlĂ€nge von ungefĂ€hr 400 Metern. Daneben gibt es PlĂ€tze fĂŒr Fußball, Basketball, Handball, Volleyball, Sandvolleyball und Rasentennis.

Damit die GĂ€ste gut versorgt sind und ihren Aufenthalt genießen können, gehören zum Aqua Park Jagodina auch ein Speiserestaurant und zwei Kaffeebars. Der Park ist tĂ€glich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, fĂŒr nĂ€chtliche Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen steht eine Flutlichtanlage zur VerfĂŒgung. Der Aqua Park Jagodina ist ein ideales Ausflugsziel fĂŒr den Urlaub in Serbien mit Kindern.

Dom des Heiligen Sava in Belgrad
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Imposant thront der monumentale Bau im neobyzantinischen Stil auf einem HĂŒgel im sĂŒdlichen Stadtzentrum von Belgrad. Die Kathedrale ist dem Heiligen Sava gewidmet, einem FĂŒrsten und Heiligen, der in der Geschichte Serbiens eine wichtige Rolle spielte. Er lebte im 12. Jahrhundert und war der erste Erzbischof der serbisch-orthodoxen Kirche. Die Bauarbeiten am Dom des Heiligen Sava begannen bereits im Jahr 1934, mussten aber mehrmals unterbrochen werden. Deshalb konnte er erst 85 Jahre spĂ€ter fertiggestellt werden.

Heute ist der prĂ€chtige Kirchenbau mit seiner 4.000 Tonnen schweren und 27 Meter hohen Kuppel das Wahrzeichen der serbischen Hauptstadt. Auf den Kuppeln prangen ĂŒber 18 vergoldete Kreuze und in den GlockentĂŒrmen hĂ€ngen mehr als 49 Glocken. Auch im Inneren ist der Prunkbau, in dem ĂŒber 10.000 GlĂ€ubige Platz finden, von Superlativen geprĂ€gt. Die aufwendigen Mosaike und Darstellungen von 1.500 Heiligen und historischen Personen sind von der serbisch-byzantinischen Kunst zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert geprĂ€gt.

Kloster Studenica
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Das Kloster Studenica an den HĂ€ngen des Berges Radocelo wurde im spĂ€ten 12. Jahrhundert von Stevan Nemanja, dem GrĂŒnder des mittelalterlichen serbischen Staates, kurz nach seiner Abdankung gegrĂŒndet. Es ist das grĂ¶ĂŸte und reichste der orthodoxen Klöster Serbiens. Seine beiden wichtigsten SchĂ€tze, die Kirche der Jungfrau und die Kirche des Königs sind aus weißem Marmor gebaut und beherbergen wertvolle Sammlungen byzantinischer Malerei aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Auch einige der schönsten mittelalterlichen serbischen Fresken sind hier zu finden.

Der heilige Sava grĂŒndete im Kloster Studenica die erste serbische medizinische Schule nach dem Vorbild der byzantinischen KlosterspitĂ€ler. Das Kloster wurde im Laufe der Zeit mehrmals zerstört und geplĂŒndert, doch die wertvollen Fresken blieben erhalten und das ursprĂŒngliche Aussehen der Klostermauern konnte wiederhergestellt werden. 1986 wurde das Kloster Studenica in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Guca Festival
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Das Dorf Guca liegt im beschaulichen, landschaftlich reizvollen Bezirk Dragacevo in Westserbien. BerĂŒhmt wurde die ansonsten ruhige Gegend durch die grĂ¶ĂŸte Trompeten- und Blaskapellenveranstaltung der Welt. Seit der FĂŒrst Milo Obrenovic im Jahr 1831 die GrĂŒndung der ersten MilitĂ€rkapelle anordnete ist die Begeisterung der Menschen fĂŒr Blasinstrumente, und vor allem die Trompete, hier ungebrochen.

Jedes grĂ¶ĂŸere Ereignis wie Geburten, Taufen, Hochzeiten, Feiertage und Beerdigungen wird vom Klang dieser schönen Instrumente begleitet. Die erste Versammlung der Trompeter von Dragacevo fand am 16. Oktober 1961 in Guca statt. Anfangs eher bescheiden, ist das Festival inzwischen zu einem wichtigen kulturellen Symbol mit weltweiter Bedeutung geworden.

Heute ist das jĂ€hrlich abgehaltene Guca-Trompetenfestival mit seinen 10-tĂ€gigen FestivitĂ€ten grĂ¶ĂŸer, beliebter und vielfĂ€ltiger als je zuvor und es kommen bis zu 700.000 Besucher. Als der berĂŒhmte amerikanische Jazz-Trompeter Miles Davis einst das Guca Festival besuchte, soll er angeblich gesagt haben: „Ich wusste nicht, dass man so Trompete spielen kann“.

Fluss Uvac
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Im SĂŒdwesten von Serbien sorgt der 119 Kilometer lange Fluss Uvac, dessen enge Windungen und Schleifen sich im Laufe der Jahrausende aus seinem Kalksteinbett herausgearbeitet haben, fĂŒr einen faszinierenden Anblick. Das tiefe, gewundene Tal ist von einer dramatischen Karstlandschaft, steilen Klippen, hoch aufragenden Berggipfeln und ausgedehnten Höhlen umgeben. An manchen Stellen ragen die CanyonwĂ€nde bis zu 100 Meter ĂŒber dem Fluss. Die MĂ€ander des Uvac liegen im 1971 gegrĂŒndeten Naturschutzgebiet, in dem eine Reihe seltener Vogel- und Fischarten beheimatet sind.

Neben Fischadlern und Uhus ist hier der GĂ€nsegeier zu Hause, dessen FlĂŒgelspannweite bis zu 3 Meter erreichen kann. Vor ein paar Jahrzehnten war das prĂ€chtige Tier, das auf vielen serbischen Wappen abgebildet ist, vom Aussterben bedroht. Die Population konnte sich aber mit Hilfe von Naturschutzgruppen erholen. Mit etwas GlĂŒck kann man die majestĂ€tischen Vögel auf den Klippen ĂŒber den MĂ€andern sehen.

Kalemegdan
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Die Festung von Belgrad steht eindrucksvoll auf einem weißen BergrĂŒcken ĂŒber dem Zusammenfluss von Save und Donau im Belgrader Stadtbezirk Stari Grad. Bereits im 2. Jahrhundert stand hier eine Befestigung der Römer. Im 16. Jahrhundert wurde die heutige Festung von Belgrad zum Schutz der Stadt erbaut und seither mehrmals zerstört. Doch das monumentale Symbol der Hauptstadt Serbiens wurde immer wieder aufgebaut.

Die Geschichte der Belgrader Festung ist eng mit dem Schicksal des serbischen Volkes verbunden, Römer, TĂŒrken, Österreich-Ungarn haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die Festung besteht aus der Ober- und Unterstadt und einem weitlĂ€ufigen Gebiet, das die TĂŒrken Kalemegdan nannten, den heutigen Park. Auf diesem fanden einst KĂ€mpfe gegen die Feinde statt. Die Festung von Belgrad wurde 1979 zum Kulturdenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung erklĂ€rt und steht unter dem Schutz der Republik Serbien. Sie ist die meistbesuchte Besucherattraktion in Belgrad.

Nationalpark Fruska Gora
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Die Legende nach hatten die Bewohner von Srem verschlafen, als Gott die Welt erschuf. Als sie am nĂ€chsten Tag ankamen und sich entschuldigten, hatte Gott schon alles vergeben. Da blieb ihm nichts anderes ĂŒbrig, als ihnen ein StĂŒck des Himmels zu schenken – Fruska Gora. Das Gebiet des heutigen Nationalparks Fruska Gora war einst eine Insel im Pannonischen Meer.

Nachdem das Meer austrocknete, blieb sie als einziger Berg in der sonst flachen Vojvodina zurĂŒck. Fruchtbare Weinberge, thermische Quellen sowie zwölf kĂŒnstlich angelegte Seen und der hier beheimatete Kaiseradler machen die Gegend zum perfekten Ausflugsziel fĂŒr Naturliebhaber.

Im Kurort Vrdnik wurde auf thermomineralischen Quellen ein modernes Rehabilitations- und Erholungszentrum gebaut. Auch fĂŒr Kulturinteressierte ist der Nationalpark Fruska Gora interessant. In den abgelegenen TĂ€lern wurden vom 15. bis 18. Jahrhundert ungefĂ€hr 35 Klöster errichtet, von denen heute noch 16 erhalten sind.

Im Westen Serbiens, wo sich die Berge Zlatibor und Tara treffen, hat einst der Filmregisseur Emir Kusturica ein traditionelles KĂŒstendorf fĂŒr seinen preisgekrönten Film Das Leben ist ein Wunder errichtet. Neben einer wunderschönen Aussicht auf die umliegende Landschaft gibt es in dem Ort einiges zu erkunden. Am Hauptplatz, der von BlockhĂŒtten umgeben ist, steht die Kirche des heiligen Sava. Sie wurde im Stil russischer Holzkirchen gebaut.

Die Dorfstraßen sind nach berĂŒhmten Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft benannt. Im KĂŒstendorf Drvengrad gibt es eine Kunstgalerie, ein unterirdisches Hotelkino, ein Stanley Kubrick-Theater, eine Bibliothek sowie ein Restaurant und eine traditionelle Konditorei. Jedes Jahr findet im Ort das internationale Filmfestival KĂŒstendorf statt, das von Emir Kusturica gegrĂŒndet wurde. Das Festival ist ein Treffpunkt fĂŒr junge Filmschaffende, Regiestudenten und etablierte Schauspieler und Regisseure sein. Im Jahr 2010 besuchte Johnny Depp das Festival, um eine ihm gewidmete Statue zu enthĂŒllen.

Golubac Festung
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An den Mauern der prĂ€chtigen Festung Golubac bricht der „Koava“-Wind die Wellen der Donau dort, wo der Fluss vielleicht am mĂ€chtigsten ist, kurz vor dem Eintritt in die grĂ¶ĂŸte Schlucht Europas zwischen den mĂ€chtigen Karpaten. Wer die Golubac Festung gebaut hat ist nicht bekannt, aber vermutlich stammt sie aus dem 14. Jahrhundert. Zahlreiche Eroberer kamen im Laufe der Jahrhunderte zur Festung, um sie einzunehmen, doch nur die Donau ist hier wirklich Zuhause und kennt alle Geheimnisse.

Die Festung Golubac wurde ursprĂŒnglich mit neun TĂŒrmen gebaut, erhielt aber durch die TĂŒrken einen weiteren. Nur der Donjon-Turm, die letzte Verteidigungsstellung, hat der eine polygonale Basis und die zylindrische Spitze hat, alle anderen TĂŒrme sind quadratisch. Unweit der Festung entstand eine große Siedlung, zu der eine Straße fĂŒhrte, die um die Festung herumging. SpĂ€ter wurde eine neue Straße gebaut, die direkt durch die Festung geht. Reisenden stockt der Atem, wenn sie durch den ungewöhnlichen Tunnel fahren, ĂŒber dem sich die alte Festung erhebt, und am Ende nur die blaue Donau sehen können.

Die Festung von Nis wurde im 18. Jahrhundert im Zentrum der Stadt Nis am Fluss Nisava erbaut. Die gut erhaltene Festung im Stil der mittelalterlichen tĂŒrkischen Architektur weist auch arabische EinflĂŒsse auf und steht auf den Fundamenten römischer, serbischer und byzantinischer Burgen. In der NĂ€he befindet sich ein tĂŒrkisches Bad (Hammam) aus dem 15. Jahrhundert. Vier sehr gut erhaltene Tore bilden den Zugang zur Festung, die von einem Wassergraben umgeben ist. Innerhalb der Festungsmauern lag einst eine Siedlung mit militĂ€rischen Einrichtungen.

Davon können noch heute eine Moschee, Schießpulvermagazine und das Arsenal besichtig werden. Die Bali-Bey-Moschee wurde zur Kunstgalerie umfunktioniert und es wurde eine SommerbĂŒhne errichtet, auf der kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Am bekanntesten ist das Nivil-Musikfestival, das jedes Jahr Tausende von Jazzliebhabern aus dem In- und Ausland anzieht.

Djavolja varos
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Davolja Varo heißt ĂŒbersetzt Teufelsstadt, ist aber keine Stadt im eigentlichen Sinne. Hier handelt es sich um außergewöhnliche Steinformationen auf dem Berg Radan im SĂŒden Serbiens. Davolja Varo besteht aus ĂŒber 200 Steingebilden, die 2 bis 15 Meter hoch und bis zu 3 Meter breit und mit seltsamen Steinkappen versehen sind.

Der Legende nach handelt es sich dabei um versteinerte HochzeitsgĂ€ste, die auf Geheiß des Teufels ein Geschwisterpaar verheiraten wollten und dafĂŒr von Gott bestraft wurden. Auch wenn Davolja Varo in Wahrheit nur durch Erosionen entstanden ist, ist dieses NaturphĂ€nomen dennoch so eindrucksvoll und einzigartig, dass es fĂŒr eines der Neuen Sieben Wunder der Natur nominiert war.

Selbst der Blick auf die Umgebung des auf 660 bis 700 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel liegenden Davolja Varo ist spektakulĂ€r. Ganz in der NĂ€he befinden sich die beiden Quellen ito vrele (Weizenquelle) und Djavolja voda (Teufelswasser) mit sehr saurem Wasser und hohem Mineralgehalt, das angeblich Wunder vollbringen kann.

Lisine Wasserfall
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In der Region Region Homolje in Ostserbien liegt der Lisine-Wasserfall versteckt zwischen WĂ€ldern, Karsthöhlen und den FlusslĂ€ufen des Beljanica-Gebirges in der NĂ€he einer der schönsten Höhlen und unzugĂ€nglichsten Schluchte von Serbien. Die ganze Gegend ist ein Traum fĂŒr Abenteurer und Individualisten, dabei ist sie nur etwa 130 Kilometer von Belgrad entfernt.

Bis in die 1990er-Jahre neue WasserfĂ€lle auf Stara Planina entdeckt wurden, galt der Lisine-Wasserfall als der höchste des Landes. Doch der Verlust der FĂŒhrungsposition tut der malerischen Schönheit des Wasserfalls keinen Abbruch. Wie sich das kristallklare Wasser des Flusses Veliko Vrelo ungefĂ€hr 20 Meter in die Tiefe stĂŒrzt, bevor es sich in einem flachen Becken sammelt und dann weiter flussabwĂ€rts fließt ist ein fantastischer Anblick. Entlang des Flusses gibt es noch einige Kaskaden und fĂŒr Wanderer wurden einige BrĂŒcken gebaut. In den zu Restaurants umfunktionierten MĂŒhlen, die hier zu finden sind, wird hervorragende Forelle serviert.

Djerdap Schlucht
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Im Jahr 1974 wurde Djerdap zum Nationalpark erklĂ€rt, die Derdap-Schlucht bildet die Grenze zwischen RumĂ€nien und Serbien. Sie ist rund 100 Kilometer lang und wurde von der Donau geformt. Die Djerdap-Schlucht ist die grĂ¶ĂŸte und lĂ€ngste Schlucht in Europa und das beeindruckendste NaturphĂ€nomen dieses Gebietes. Insgesamt werden hier vier Schluchten durch drei TĂ€ler getrennt, die Gospodjin Vir-Schlucht, die Golubac-Schlucht, die Kazan- und die Sipska-Schlucht.

Das gĂŒnstige Klima im Djerdap-Nationalpark und das verflochtene Netz der Schluchten, Canyons und tiefen Buchten machen diesen Ort zu einem einzigartigen Reservat mit einer ausgefallenen Flora und Fauna. In der Djerdap-Schlucht gibt es zahlreiche Pflanzenarten, die sich seit der Eiszeit kaum verĂ€ndert haben und eine Vielfalt an LebensrĂ€umen.

So leben hier ungefĂ€hr 135 Vogelarten und 50 SĂ€ugetierarten wie BĂ€ren, Wölfe, Schakale und Seeadler. Bereits vor mehr als 8.000 Jahren haben Menschen in der Schlucht gelebt, davon zeugen viele archĂ€ologische Funde und kulturhistorische DenkmĂ€ler. Die bekanntesten und Ă€ltesten stammen aus der Jungsteinzeit und wurden in Lepenski Vir entdeckt. Zahlreiche DenkmĂ€ler aus der Zeit des Römischen Reiches sind ebenfalls ein Beweis fĂŒr die reiche Geschichte des Landes.

Vielleicht haben unsere ausgewĂ€hlten Reiseziele ja Lust auf einen Urlaub in Serbien gemacht. Dabei handelt es sich hier nur um eine kleine Auswahl, der der FĂŒlle und dem Reichtum des Landes nicht wirklich gerecht wird. Ganz zu schweigen von den vielen kulinarischen Köstlichkeiten, die hier aufgetischt werden.

Selbst Erholungssuchende kommen in Serbien voll auf ihre Kosten, denn das Land verfĂŒgt ĂŒber zahlreiche Thermalquellen, die schon von den Römern geschĂ€tzt wurden. Neben zahlreichen Wellness-Hotels und Spas erwarten Besucher auch einige tĂŒrkische BĂ€der aus der Zeit der osmanischen Besetzung. Dabei ist der Urlaub in Serbien noch gĂŒnstiger als in vielen anderen Balkanstaaten. Also, worauf wartest Du?

Vidimo se u Srbiji!

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Über Der Philosoph 1572 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschĂ€ftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt fĂŒr ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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