PRP Behandlung: Wann ist sie sinnvoll?

PRP Behandlung
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Du wirst vielleicht schon einmal etwas von dem sogenannten Vampir-Lifting gehört haben. Bei diesem wird im ersten Schritt Blut entnommen, welches im Anschluss wieder in die Haut injiziert wird. Auf diese Methode schwören viele Hollywood-Stars, wenn es darum geht, ihre Haut zu verjüngen.

Allerdings ist vielen noch nicht bekannt, dass eine solche Eigenbluttherapie ebenfalls gegen Haarausfall helfen kann. Werden die Haare im Laufe der Zeit kontinuierlich dünner und lichter, stellt das für viele Betroffene eine große Belastung dar. Hilfe verspricht dann jedoch die PRP Behandlung. Was hinter der PRP Behandlung steckt und in welchen Fällen diese sinnvoll ist, erklärt dir der folgende Beitrag.

Bei PRP handelt es sich um die Abkürzung für „platelet-rich plasma“, was auf Deutsch übersetzt thrombozytenreiches Plasma bedeutet. In den Thrombozyten finden sich dabei Wachstumsfaktoren, welche für eine Stimulation der Kollagensynthese, der Regeneration und der Zellerneuerung sorgen.

Wird mithilfe der PRP Therapie Haarausfall behandelt, wird dabei lediglich der Teil des Blutes, der eine besonders große Menge an Thrombozyten enthält – das Plasma – in die Kopfhaut gespritzt und zwar in den Bereichen, in denen der Haarausfall besonders stark in Erscheinung tritt. Genutzt werden dafür sehr feine Nadeln. Geschnitten wird im Gegensatz zu der Haartransplantation demnach nicht.

Die Neubildung der kleinen Blutgefäße in den Haarwurzeln wird durch die im Plasma enthaltenen Wachstumsfaktoren angeregt. Dadurch wird ihre Nährstoffversorgung optimiert und das Wachstum der Haare stimuliert.

Um den Effekt der Eigenblutbehandlung zusätzlich zu verstärken, kannst du im Anschluss noch eine Mesotherapie durchführen. Bei dieser werden in die mittlere Schicht deiner Haut Mineralstoffe und Vitamine injiziert.

Leider kann eine Therapie mit Eigenblut denjenigen, die bereits seit langem mit einem kahlen Kopf leben, kein volles Haar mehr bescheren. Werden deine Haare jedoch erst langsam lichter und dünner, könnte die Methode diese Entwicklung effektiv aufhalten. Dabei kommt es nicht darauf an, welcher Grund dem Haarausfall zugrunde liegt, also, ob er genetisch oder durch äußere Einflüsse bedingt ist.

So ist die Eigenbluttherapie sowohl bei dem kreisrunden als auch dem androgenetischen und dem diffusem Haarausfall sinnvoll. In der Regel zeigt sich eine stärkere Wirkung der PRP-Behandlung bei Männern. Allerdings muss dafür die Voraussetzung erfüllt werden, dass überhaupt noch Haare auf dem Kopf zu finden sind. Ansonsten sind keine Haarwurzeln mehr vorhanden, welche die Wachstumsfaktoren in ihrer Zellerneuerung unterstützen könnten.

Unter den Experten herrscht heute noch eine gewisse Uneinigkeit, wenn es darum geht, wie häufig eine Durchführung einer PRP Behandlung sinnvoll ist, um effektiv gegen den Ausfall der Haare vorzugehen und das Haarwachstum anzuregen.

Oft werden jedoch drei Behandlungen empfohlen, die in einem Abstand von rund einem Monat durchgeführt werden. Damit der Erfolg erhalten bleibt, solltest du die Behandlung dann pro Jahr noch einmal wiederholen.

Um das Blutplasma für die PRP Behandlung zu gewinnen, wird im ersten Schritt ein wenig Blut – rund 20 Milliliter – aus deiner Vene entnommen. Dieses wird dann zentrifugiert und aufbereitet. Durch diesen Prozess wird ein goldgelbes Serum gewonnen, welches die Wachstumshormone beziehungsweise die Thrombozyten enthält, die für den Erfolg der Behandlung ausschlaggebend sind.

Diese Flüssigkeit wird durch den Arzt dann in deine Kopfhaut mithilfe einer sehr feinen Nadel gespritzt. Die Kopfhaut wird im Nachgang dann ebenfalls mit einem Nadelstempel bearbeitet. Dieser sorgt dafür, dass in deiner Kopfhaut zahlreiche, sehr feine und kleine Einstiche entstehen. Allerdings sind diese nur sichtbar, wenn ganz genau hingeschaut wird. Somit bist du nach der Behandlung direkt wieder vollkommen gesellschaftsfähig.

Nebenwirkungen sind grundsätzlich bei der PRP-Behandlung nicht zu befürchten. Zu den als normal geltenden Begleiterscheinungen gehören lediglich leichte Kopfschmerzen. Dagegen kannst du aber rezeptfreie Schmerztabletten einnehmen.  

An mehr als 1.000 Patienten wurde die PRP Therapie im Rahmen einer italienischen Studie getestet. Die Studienteilnehmer litten unter dem androgenetischen Haarausfall.

Das Ergebnis der Studie zeigte, dass bei 80 Prozent der Probanden eine Zunahme der Dichte des Haares festgestellt werden konnte. Die Haardicke nahm sogar bei 93 Prozent der Studienteilnehmer zu. Bei einer anderen Probandengruppe, die unter kreisrundem Haarausfall litt, betrug die Ansprechrate immerhin 63 Prozent.

Im Rahmen der PRP-Behandlung bestehen grundsätzlich keine ernsthaften Risiken für dich. Der Grund dafür besteht darin, dass ausschließlich körpereigene Substanzen bei der Therapie eingesetzt werden.

Es ist aber dennoch eine Aufklärung über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen notwendig, die mit einer Injektionsbehandlung grundsätzlich einhergehen. Zu diesen gehören Irritationen der Nerven in der Haut, Infektionen oder Hämatome. Nicht zu empfehlen ist eine derartige Behandlung, wenn du unter einer gestörten Blutgerinnung leidest, eine Infektionserkrankung vorliegt oder deine Kopfhaut entzündet ist.

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Über Der Philosoph 1706 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 15 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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