Intervallfasten – was bedeutet das und was sind die Vorteile?

Intervallfasten
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Beim Intervallfasten, auch Intermittent Fasting genannt, handelt es sich um eine gesunde Abnehmmethode, die zusätzlich viele gesundheitliche Vorteile bietet. Es ist keine Diät, die einem vorschreibt, was gegessen werden soll, sondern es geht darum, wann gegessen werden soll. In einem bestimmten Zeitraum wird bewusst gefastet und es wird lediglich zu bestimmten Tageszeiten gegessen. Die Fastenperiode dauert stets länger als der Zeitraum, in dem gegessen werden darf. Was sich genau dahinter verbirgt, wie das Fasten funktioniert und welche Vorteile es hat, wird nachfolgend erläutert.

Mit dem Intervallfasten abnehmen

Häufig ist der Weg zur Wunschfigur ein sehr schwieriges Unterfangen. Der Speiseplan wird bei strengen Diäten stark eingeschränkt und der permanente Verzicht auf die lieb gewonnenen Lebensmittel geht mit einem großen Frust einher. Dann ist da noch der weit gefürchtete Jojo Effekt, der viele Diäten gern zunichte macht und dafür sorgt, dass das mühsam erreichte Gewicht nicht gehalten werden kann. Ein großes Problem ist auch, dass durch die stark verringerte Kalorienzufuhr über einen längeren Zeitraum auch die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit leidet. Abhilfe schafft das Intervallfasten, ein gesunder und effektiver Kompromiss. Hierbei wird ermöglicht, das natürliche Essbedürfnis nicht zu stark verdrängen zu müssen und den überschüssigen Kilos dennoch den Kampf anzusagen. Viele Menschen praktizieren das Intervallfasten völlig unbewusst, indem sie nur zwei oder drei Mal täglich in einem kurzen Zeitfenster essen. Sie frühstücken beispielsweise nicht, da sie zu dieser Zeit noch keinen Hunger haben.

Was ist Intervallfasten genau?

Seit einiger Zeit ist immer wieder die Rede vom Intervallfasten. Lange war es nur wenig verbreitet, doch in letzter Zeit findet es immer mehr Zuspruch. Doch worum handelt es sich hierbei genau, wie läuft es ab und welche Vorteile hat es? Intervallfasten beschreibt grundsätzlich das Fasten im Alltag, doch es hebt sich von anderen Fastenkuren, die mehrere Tage lang in Folge durchgeführt werden, deutlich ab. Daher kann das Intervallfasten auch problemlos über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen, ohne dass gesundheitliche Risiken befürchtet werden müssen. Ganz im Gegenteil, denn richtig angewendet, kann der Körper davon sogar profitieren. Intervallfasten beschreibt das regelmäßige Durchführen von kurzen Fastenperioden. Auf eine Zeit der Aufnahme von Nahrung folgt eine Zeit des Fastens. Außerhalb der Fastenzeiten kann mehr oder weniger normal gegessen werden. Wichtig ist, dass innerhalb des erlaubten Zeitfensters sämtliche wichtige Nährstoffe aufgenommen werden, die der Körper benötigt, beispielsweise viel Gemüse, Obst, gesunde Proteine, wenig Kohlenhydrate, zum Beispiel Beilagen wie Kartoffeln, die einerseits nahrhaft, aber auch kalorienarm sind, Nüsse, Samen sowie gesunde pflanzliche Öle.

Welche Vorteile hat das Intervallfasten?

Einmal daran gewöhnt, verspüren viele Praktizierende kaum oder keine Einschränkungen. Die Perioden ohne Essen sind immerhin, anders als bei anderen Fastenkuren wie dem Heilfasten, relativ kurz. Es wird nicht mehrere Tage oder sogar Wochen gefastet, sondern, je nachdem, welche Methode gewählt wird, sind es vier bis maximal 24 Stunden. Ab 19 Uhr abends beispielsweise wird nichts mehr gegessen, denn dann beginnt die Fastenzeit, die gegen 12 Uhr endet. Das Gute ist, dass viele einen großen Teil der Stunden ohne Nahrung im Schlaf sammeln. Erlaubt und zudem wichtig ist jedoch jederzeit Flüssigkeit wie Wasser oder ungesüßter Tee. Was Kalorien hat, beispielsweise Fruchtsäfte oder Limo, ist tabu. Kaffee kann ebenfalls getrunken werden, wenn keine zusätzlichen Kalorien in der Form von Milch oder Zucker hinzugefügt werden. Auch hinsichtlich der Gesundheit werden beim Intervallfasten viele Vorteile gesehen. Anhänger versprechen sich in erster Linie durch die geringere Nahrungsaufnahme schnelle Erfolge beim Abnehmen, ohne dass auf das Lieblingsessen verzichtet oder Kalorien gezählt werden müssen. Sobald die richtige Routine

erarbeitet und umgesetzt wurde, ist es sehr einfach, das Gewicht mit der Hilfe des Fastens zu steuern.

Weitere positive Auswirkungen sollen sein:

  • Senkung des Blutdrucks und Insulinspiegels
  • regulierter Blutzuckerspiegel
  • verbesserte Nierenfunktion
  • Entgiftung und Entschlackung des Körpers
  • geringeres Risiko von Schlaganfällen, Demenz oder Krebs
  • erhöhte Lebenserwartung

Das Intervallfasten soll letztendlich nahezu alle Zivilisationskrankheiten deutlich lindern oder sogar heilen. Warum das genau so ist, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Es wird vermutet, dass die Körperzellen durch den stetigen Wechsel der anabolen und katabolen Prozesse widerstandsfähiger und geschädigte Stammzellen besser repariert werden können.

Fazit

Viele schätzen das Intervallfasten, da es eine Gewichtsverringerung ohne einen vollständigen Verzicht auf alte Gewohnheiten oder bestimmte Lebensmittel möglich macht. Die Durchhalterate ist sehr hoch. Zudem wird aufgrund der kurzen Enthaltsamkeit gegenüber anderen Diäten kein Hungerstoffwechsel eingeleitet, sodass der gefürchtete Jojo-Effekt vermieden wird. Mangelerscheinungen und daraus folgende gesundheitliche Risiken sind bei einer richtigen Anwendung unwahrscheinlich, denn es muss nicht vollständig auf bestimmte Nährstoffe verzichtet werden. Ganz im Gegenteil: Die Gesundheit kann sogar positiv beeinflusst werden. Natürlich sollte nicht wahllos gegessen werden, um von den Vorteilen zu profitieren. Eine gesunde Ernährung wird durch regelmäßiges Fasten und die Auswahl der richtigen Lebensmittel erreicht.

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Über Der Philosoph 778 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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