Pentheraphobie – was verbirgt sich dahinter?

Pentheraphobie
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Die Pentheraphobie beschreibt die Angst vor der Schwiegermutter. Viele haben den Begriff wahrscheinlich noch nicht gehört, aber es gibt diese Phobie tatsächlich. Phobien fallen in den Bereich der Angststörung.

Der Ursprung resultiert aus den griechischen Wörtern „penthera“: Schwiegermutter und „phobos“ Angst oder Hass. Was sich genau hinter dem Begriff verbirgt, wie sich die Pentheraphobie äußert und was man dagegen tun kann, erfährst du hier.

Angst gehört zum Leben dazu. Sicher hat jeder schon einmal seine Erfahrungen mit Ängsten gemacht. Zum Problem wird es, wenn man sich zu sehr hineinsteigert. So können sie auch in einer Phobie ausarten, wie es beispielsweise bei der Pentheraphobie der Fall ist.

Hier entwickelt sich aus normaler Angst regelrechte Furcht. Für Außenstehende ist sie oftmals nicht nachzuvollziehen, doch egal, ob begründet oder nicht, für die Betroffenen ist eine Phobie, bei der es sich um eine psychische Störung handelt, meist sehr belastend.

Dabei erkennen Betroffene manchmal sogar selber, dass die Angst unbegründet ist. Doch sie können nichts dagegen tun, dass sie übermäßig stark ausgeprägt ist. Die auftretende Angst beeinflusst das Leben der Person erheblich.

Im Falle der Pentheraphobie ist es die Angst vor der Schwiegermutter. Bei vielen Männern ist sie kein gern gesehener Gast. Doch man kommt mit ihr aus. Wer jedoch unter einer Pentheraphobie leidet, tut es nicht, besser gesagt, wünscht keinen Kontakt zu ihr. 

Das Thema Schwiegereltern ist bei vielen Paaren ein heikles Thema. Betroffene, die an der Pentheraphobie leiden, möchten einem Treffen mit der Schwiegermutter aus dem Weg gehen. Genau genommen tun sie alles Mögliche, um es zu vermeiden. Sie möchten sie weder bei sich zu Hause treffen noch sie besuchen.

Allein der Gedanke daran, die Schwiegermutter sehen zu müssen, löst bei vielen Betroffenen bereits eine große Angst und erheblichen Druck aus, dem sie sich nicht widersetzen können. So wird die Pentheraphobie umgangssprachlich auch Schwiegermutterphobie genannt. Hier liegt eine irrationale Angst oder gar Abneigung vor.

Es gibt viele Witze rund um die furchteinflößende Schwiegermutter, doch es kann auch absolut real sein, dass Männer eine übersteigerte Angst vor der Schwiegermutter haben. Dabei spielt nicht immer eine Rolle, ob sie ein guter oder schlechter Mensch ist. Phobiker haben Angst vor ihr.

Um die Diagnose Pentheraphobie zu stellen, müssen verschiedene Anforderungen erfüllt sein:

  • Übermäßige, anhaltende Angst vor der Schwiegermutter
  • Angst bis hin zur Panik in der Gegenwart der Schwiegermutter
  • Vermeidung, den Kontakt aufrechtzuerhalten

Wenn du diese Symptome an dir erkennst und feststellst, dass deine Angst übermäßig stark ausgeprägt ist, leidest du an der Pentheraphobie. Eine ähnliche psychische Störung ist die Socerafobia, die die Angst vor den Schwiegereltern allgemein beschreibt. Bei der Vitricofobie liegt eine Angst vor dem Stiefvater vor und bei der Novercaphobie vor der Stiefmutter.

Mögliche körperliche Symptome sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • trockener Mund
  • Schwindelgefühle
  • Unbehagen
  • Kurzatmigkeit
  • schnelle Atmung
  • beschleunigter Herzschlag
  • übermäßiges Schwitzen
  • Panikattacken

Die Symptome und das Ausmaß können je nach psychischer Verfassung des Betroffenen variieren. Wie bei jeder Phobie unterscheidet sich der Grad der Angst.

Das Phänomen, dass sich meist eher die Frauen mit ihrer Schwiegermutter streiten, der Grund dafür ist, dass sie wesentlich mehr Berührungspunkte haben und der direkte Vergleich oftmals automatisch auftritt, was beispielsweise das Leben, den Haushalt oder die Erziehung der Kinder angeht.

Die Soziologie spielt eine wichtige Rolle. Schwiegermütter gelten seit jeher als kontrollierend oder konkurrierend und erteilen nicht selten ungefragten Rat. So können Frauen weniger oder mehr stark ausgeprägte Ängste vor ihr haben. Problematisch wird es meist, wenn die Mutter zu ihrem (einzigen) Sohn ein sehr enges Verhältnis hat.

So möchte sie ihn oftmals nicht ziehen lassen und sieht in der Schwiegertochter Konkurrenz, da sie denkt, sie könnte ihr ihren Sohn wegnehmen. Seltener, aber nicht ausgeschlossen ist die Angst des Mannes vor der Schwiegermutter. Was die genauen Auslöser dieser irrationalen Angst sind, lässt sich nicht immer konkret sagen. Infrage kommen folgende Gründe:

Allgemein wird vermutet, dass Phobien eine Folge von traumatischen Ereignissen aus der Kindheit sind.

Es kann an negativen Erfahrungen eines Elternteils mit der Schwiegermutter liegen, die ebenfalls die Großmutter des Betroffenen ist.

Laut Forschern hat auch die Genetik einen erheblichen Einfluss darauf, ob man eine Phobie entwickelt oder nicht. So sind Phobien innerhalb der Familie oftmals vermehrt festzustellen.

Wer unter der Phobie leidet, sollte einen Psychologen, Psychotherapeuten oder anderen Fachmann aufsuchen, der sich auf das Thema spezialisiert hat. Er kann dabei helfen, im Rahmen einer Gesprächstherapie zu verstehen, wodurch das Problem ausgelöst wird. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, dass man es lösen kann.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Hypnotherapie. Hier geht es darum, mit der Hilfe eines Spezialisten das eigene Unterbewusstsein zu öffnen, um die Gründe für die Pentheraphobie zu ermitteln, die Verhaltensmuster zu verändern und Gedanken umzugestalten bzw. die Angst zu überwinden.
Die Behandlung kann auch mit Medikamenten erfolgen. Grundsätzlich ist es immer wichtig, nicht vor den Ängsten wegzulaufen, sondern sich ihnen zu stellen, um damit umgehen zu können.

Allgemeine nützliche Tipps sind:

  • Vertrauen zur Schwiegermutter behutsam aufbauen
  • Erwartungen möglichst niedrig halten
  • Vorurteile und ablehnende Haltung meiden
  • Gewisse Distanz wahren
  • Grenzen ziehen
  • Klappt es mit der Schwiegermutter dennoch nicht, nur Pflichttermine

Es gibt hunderte Phobien. Eine eher unbekannte ist die Pentheraphobie, sprich die übersteigerte Angst vor der Schwiegermutter. Besuche oder Treffen werden unter allen Umständen vermieden. Hinzu kommen Symptome, wie Herzklopfen, Kurzatmigkeit und Übelkeit. Die möglichen Gründe sind vielfältig, beispielsweise traumatische Ereignisse. Die Ursache muss gefunden werden, um das Problem lösen zu können.

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Über Der Philosoph 1572 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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