Die Top 10 der langweiligsten Berufe

langweiligsten-Berufe Die Top 10 der langweiligsten Berufe

Heute möchten wir dir die Top 10 der langweiligsten Berufe vorstellen. Während die einen rund um die Uhr schuften, langweiligen sich viele andere in ihrem Beruf. So unterschiedlich gestaltet sich die Arbeitswelt. Der Zustand wird als „Boreout“ („gelangweilt sein“) bezeichnet und wird wohl auch in der Zukunft ein wichtiges Phänomen der Arbeitswelt sein. Nahezu jeder fünfte Arbeitnehmer ist schon heute laut Schätzungen am Arbeitsplatz dauerhaft unterfordert und gelangweilt. Auch „Boreout“ kann krank machen, auch wenn dies im Gegensatz zu viel Stress bei der Arbeit noch immer ein großes Tabuthema ist.

1. Job im Callcenter – einer der langweiligsten Berufe

Der Job im Callcenter spricht für wenig Spielraum, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Alles läuft nach starren Regeln und viel Monotonie für die Mitarbeiter in einem Callcenter ab. Sie müssen tagein, tagaus immer wieder die gleichen Sätze wiederholen und obendrein stets freundlich zu allen Kunden sein. Platz ist für Freiraum oder Ideenreichtum? Fehlanzeige, denn die Entscheidungen, in welcher Hinsicht auch immer, werden von anderen getroffen. Die Mitarbeiter müssen sich in einer genau vorgeschriebenen Art gegenüber dem Kunden, also dem Anrufer, verhalten.

2. Arzt – in bestimmten Fachrichtungen einer der langweiligsten Berufe

Jeden Morgen heißt es, die Praxis aufzuschließen und die Patienten zu begutachten und zu untersuchen. Dabei sieht der Arzt laufend Standardfälle. Zum Beispiel ein HNO Arzt, bei dem 80 Prozent der Patienten immer mit den gleichen Beschwerden und Krankheitsbildern zu ihm kommen und immer dieselben Medikamente und Behandlungen verschrieben werden. Dies führt zu einer Routine, die sich in Langeweile äußern kann. Man möchte meinen, dass es beispielsweise in der Chirurgie anders aussieht, aber auch die Knochen sind bei den meisten Menschen sehr ähnlich, sodass häufig schon die zweite Hüft-OP als langweilig empfunden wird, da es halt eine reine Mechanik ist.

3. Einfüller von Regalen

Auch einen der langweiligsten Berufe haben die Mitarbeiter, die zum Beispiel in einem Discounter oder Supermarkt die Regale füllen. Am Morgen werden sie bestückt und im Anschluss kaufen die Kunden sie leer. Am kommenden Tag folgt für den Angestellten das gleiche Spiel. Für Abwechslung, Phantasie und Kreativität ist hier kein Platz. Auch Erfolgserlebnisse gibt es bei dieser Tätigkeit nicht.

4. Lagerist

Der Lagerist bedeutet: Jeden Tag monotone körperliche Arbeiten und wenig Spielraum. Die Maßnahmen und Tätigkeiten sind streng vorgegeben. Tag für Tag werden Dinge ein- oder ausgepackt, sodass immer das Gleiche getan wird.

5. Aufsichts- oder Sicherheitsdienst

Bei Aufsichts- oder Sicherheitsdienst heißt es oftmals Nichtstun, sodass Langeweile nicht ausbleibt. Daher ist auch diese Sparte eine der langweiligsten Berufe.

6. Wächter

Für Wächter heißt es oft, irgendwo stehen zu müssen, wo nichts passiert. Etwas anderes in der Zeit zu machen, geht aber auch nicht, beispielsweise vor Botschaften und vielem mehr. Oftmals werden sie einfach nur für das Herumstehen bezahlt, schlagen sich die Nächte in einem kalten und leeren Gebäude um die Ohren. Daher ist auch der Wächter eines der langweiligsten Berufe.

7. Arbeit am Fließband und auf Akkord

Bei den 10 langweiligsten Berufen oder Arbeiten sind auch Tätigkeiten am Fließband unbedingt zu nennen. Hierbei werden mechanisch immer wieder dieselben Bewegungen ausgeführt, tagein, tagaus. Bei Tätigkeiten am Fließband gibt es keine Kreativität. Oftmals werden diese Jobs auch von Menschen ohne Ausbildung oder beruflicher Perspektive ausgeübt. Akkordarbeit gestaltet sich genauso monoton wie die Arbeit am Fließband. Daher sind auch diese Tätigkeiten eine der langweiligsten Berufe. Akkordarbeit bedeutet, immer die gleichen Handbewegungen auszuführen und dies mit einem meist hohen Zeitdruck. Möglichkeiten für Beschäftigungen an einem Fließband gibt es viele, beispielsweise wenn bestimmte Teile montiert werden. Arbeitsteilung, wie es bei Akkordarbeit der Fall ist, die am Fließband praktiziert wird, wird von den Mitarbeitern als monoton erlebt. Etwas anders verhält es sich schon, wenn ein gesamtes Produkt hergestellt wird.

8. Arbeiten im Büro

Der Job als Bürohilfe ist ebenso wenig beliebt, da auch er zu den langweiligsten Berufen gehört. Hier heißt es, jeden Tag und das gesamte Jahr über Akten zu sortieren, Briefe abzutippen oder Faxe zu verschicken. Dies sind natürlich alles keine aufregenden, sondern eher monotone und langweilige Tätigkeiten. Auch die Bürohilfen dürfen keine Entscheidungen fällen, sondern befolgen sie nur von anderen.

9. Postbote

Die Tätigkeit des Postboten gestaltet sich ebenso langweilig, denn auch hier werden jeden Tag die gleichen Strecken abgefahren. Immer an die gleichen Adressaten wird die Post verteilt. Raum für eigene Ideen oder Kreativität ist hier ebenfalls Fehlanzeige, sodass auch der Postbote einer der langweiligsten Berufe ist.

10. Straßenbahn- und Busfahrer

Die Eintönigkeit und Langeweile empfinden auch die Straßenbahn- oder Busfahrer. Auch sie fahren tagein, tagaus die gleiche Strecke ab und auch hier sind keine eigenen Entscheidungen oder gar Abwechslung vorhanden.

Die langweiligsten Berufe –warum sie krank machen

Dass Stress krank macht und beispielsweise zu Burnout führen kann, darüber wird häufig diskutiert. Aber dass auch langweilige Arbeit und eine Unterforderung im Beruf krank macht, darüber wird nur selten gesprochen und dies gibt auch kaum einer der Betroffenen zu. Langeweile, Desinteresse und eine Unterforderung sind jedoch unter den Mitarbeitern weit verbreitet. Das Phänomen „Boreout“ wird allerdings mittlerweile immer mehr durchleuchtet, denn es verursacht Schäden in Milliardenhöhe. Die Arbeitnehmer entwickeln nach und nach Strategien, um sich den Aufgaben zu entziehen, da sie nicht motiviert sind. Sie sind nicht faul, sondern die Mitarbeiter, die an Boreout leiden, wurden genau genommen einfach nur faul gemacht. Der Boreout ist ein Teufelskreislauf mit einem hohen wirtschaftlichen Schaden. Die falsche Vorstellung, die viele Menschen haben, dass es doch so schön sei, wenn man im Job nichts zu tun hat, ist der Ausgangspunkt des „Boreout-Paradoxes“. Dies verhindert, dass die gelangweilten Arbeitnehmer dazu neigen, nichts an der Situation zu ändern. Anfangs genießen sie vielleicht noch die Freiräume und widmen sich während der Arbeitszeit privaten Dingen zu, um den Arbeitstag nicht ganz so nutzlos zu überstehen. Irgendwann jedoch beginnen sie, sich zu langweilen, werden unzufrieden und frustriert. Und diese Begriffe gehören nun einmal nicht gerade zu den angenehmen Eigenschaften und können sich auch auf den privaten Bereich negativ auswirken.

Fazit

Nachdem wir bereits über die 10 Typische Männerberufe, die Top 10 der gefährlichsten Berufe weltweit und die 10 Top Zukunftsberufe  berichtet hatten, waren dies die Top 10 der langweiligsten. Bei vielen stellt man es sich wahrscheinlich auch genauso langweilig vor, während man bei anderen Berufen wie dem Arzt sicher denken würde, dass es sich hierbei um eine abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit handelt. Doch auch in dem Bereich ist dies nicht immer der Fall, wie die Beispiele zeigen. Die Liste könnte noch fortgeführt werden, zum Beispiel um die Verkäuferin, die ebenso jeden Tag die gleichen Tätigkeiten macht, nämlich die Waren über das Band zu ziehen und abzukassieren. Und so wird es viele Berufe geben, in denen sich die Mitarbeiter jeden Tag fragen, wie sie denn heute wieder den Arbeitstag überstehen sollen und sie froh sind, wenn endlich Feierabend ist und die Langweile ein Ende hat. Doch letztendlich wird wohl jeder froh sein, der überhaupt einen Job hat, was ja mittlerweile leider nicht mehr ganz so selbstverständlich ist. Denn der langweiligste Beruf ist wohl zweifelsohne die Arbeitslosigkeit. Hier heißt es oftmals, jeden Tag auf der Couch zu liegen und sich zu langweilen. Viele von diesen Menschen würden alles dafür geben, einen Job zu haben. Daher sollten wir uns wohl lieber über jeden Job freuen.

Über Der Philosoph (421 Artikel)
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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