Vernarbender Haarausfall – wenn Haare unwiederbringlich verloren sind

Vernarbender Haarausfall
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Für betroffene Männer kann vernarbender Haarausfall ein ernsthaftes Problem darstellen: Einerseits sind die ausgefallenen Haare meistens unwiederbringlich verloren, andererseits sind die kahlen Stellen oft unregelmäßig auf dem Kopf verteilt. Die zumeist bleibenden Narben stellen ein weiteres kosmetisches Problem dar. Die vernarbende Alopezie hat viele Gesichter und verschiedene Ursachen.

Vernarbender Haarausfall – der Haarausfall mit den vielen Gesichtern

Der vernarbende Haarausfall kann Männer, Frauen und sogar schon Kinder treffen. Er äußert sich auf verschiedene Weise, abhängig von der Ursache. Die Ursachen können vielfältig sein. Eines haben alle Formen von vernarbendem Haarausfall gemeinsam: An verschiedenen Bereichen der Kopfhaut bilden sich kahle Stellen, an denen Narben auftreten. Zusätzlich können sich die kahlen Stellen rötlich oder braun verfärben.

Pusteln, Blasen oder Knötchen können sich bilden. Die Haarfollikel an den kahlen Stellen sind durch verschiedene Ursachen irreversibel beschädigt. Sie sterben ab und können keine Haare mehr hervorbringen. Häufig können die betroffenen Stellen jucken oder schmerzen. Die vernarbende Alopezie kann durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden. Bemerkst du solche kahlen Stellen auf deinem Kopf, besteht Handlungsbedarf: Du solltest einen Arzt konsultieren, der die Kopfhaut gründlich untersucht. Zusätzlich kann der Arzt Blutuntersuchungen vornehmen. Kann er anhand der Untersuchungsergebnisse die Ursachen präzisieren, wird er abhängig von der vermuteten Ursache weitere Untersuchungen vornehmen, um die Diagnose zu untermauern.

Vernarbender Haarausfall und die Formen

Vernarbender Haarausfall und die Formen
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Anhand der verschiedenen Formen der vernarbenden Alopezie kann der Arzt oft schon die Ursache feststellen und die entsprechende Behandlung einleiten. Vernarbender Haarausfall zeigt sich mit verschiedenen Krankheitsbildern:

Lupus erythematodes: An den kahlen Stellen auf dem Kopf sind rote, verhärtete Flecken zu erkennen. Auch das Gesicht und verschiedene andere Körperstellen können betroffen sein. Die betroffenen Bereiche reagieren empfindlich auf Druck. In der Mitte vernarben die Stellen. Die Hautporen sind aufgrund der Vernarbungen nicht mehr sichtbar. Die Haut kann verblassen oder sich verfärben. An den betroffenen Bereichen sind die Ränder gerötet. Diese Form des vernarbenden Haarausfalls tritt schubweise auf. Zur Diagnose kann der Arzt eine Blutuntersuchung und eine Biopsie der Kopfhaut mit Haarfollikeln vornehmen. Die Ursache für diese vernarbende Alopezie ist eine Autoimmunerkrankung.

Lichen ruber planus: Die kahlen Stellen jucken und weisen rötliche, leicht aufgeworfene Flecken auf. An älteren kahlen Stellen sind keine Haarporen mehr zu erkennen. Diese Stellen sind vernarbt. Vernarbender Haarausfall in dieser Form kann sich auch an anderen Stellen der Haut zeigen. Auch die Nägel können betroffen sein. Der Arzt kann zur Diagnose eine Biopsie der Kopfhaut und eine feingewebliche Untersuchung vornehmen. Als Ursache wird eine fehlgesteuerte Immunreaktion vermutet.

frontal-fibrosierende lichenoide Alpezie: An der Stirn und an den Schläfen weicht der Haaransatz zurück. Ein vernarbender Haarausfall tritt bandförmig auf. An den Rändern der kahlen Stellen bilden sich knötchenförmige Rötungen. Vereinzelt bleiben die Haare stehen. Diese vernarbende Alopezie kann auch die Augenbrauen und andere Körperstellen betreffen. Männer sind von dieser Form des vernarbenden Haarausfalls eher selten betroffen. Der Arzt kann zur Diagnose eine Biopsie der Kopfhaut mit Haarfollikeln und eine feingewebliche Untersuchung vornehmen. Die Ursache dieses Haarausfalls ist weitgehend unbekannt. Auch hier kann eine fehlgesteuerte Immunreaktion infrage kommen.

Folliculitis decalvans: Auf der Kopfhaut bilden sich kleine, rote Knötchen, die fein verstreut sind und schmerzen. Aus den Knötchen können Eiterpusteln entstehen. Im Verlauf der Erkrankung entstehen kahle Stellen mit spiegelnden Vernarbungen, die miteinander verschmelzen können. Die Poren können sich erweitern. Haarbüschel stecken in den Poren. Die Haarschäfte weisen schuppenförmige Einscheidungen auf. Beim Fortschreiten der Erkrankung treten anhaltende Reizungen auf. Zur Diagnose kann der Arzt eine Hautbiopsie vornehmen. Aus dem Inhalt der Pusteln kann eine Erregerkultur angelegt werden. Tritt dieser Haarausfall familiär gehäuft auf, kann er genetisch bedingt sein. Diese vernarbende Alopezie ist jedoch nicht mit dem erblich bedingten Haarausfall zu verwechseln, denn er zeigt sich mit anderen Symptomen als ein vernarbender Haarausfall. Bei dieser Form des Haarausfalls können bakterielle und immunologische Faktoren als Ursache zusammenspielen. Dieser Haarausfall tritt in einigen Fällen in Verbindung mit einer starken Akne auf.

Pilzinfektionen der Kopfhaut: Vernarbender Haarausfall in dieser Form geht meistens mit einer Schwellung der Halslymphknoten einher. Die betroffenen Hautstellen jucken und sind stark gerötet. Pusteln bilden sich. Sie schwellen teigig an und verhärten, bis sie schließlich kahl werden. Am häufigsten sind Kinder von diesem Haarausfall betroffen. Der Arzt untersucht die Kopfhaut mit einem Dermatoskop. Er entnimmt eine Probe der Pilzkulturen. In einem Anamnesegespräch wird er dich zum Kontakt mit Katzen und zu deiner Krankheitsgeschichte befragen. Ursache der Erkrankung ist ein Befall der Kopfhaut mit dem Pilz Tinea capitis.

Pseudopelade Brocq: Scharf begrenzte haarlose Stellen treten meistens im Schläfen- und Scheitelbereich auf. Sie sind fleckförmig und unregelmäßig geformt. Sie entwickeln sich nur langsam, oft erst innerhalb von zwei Jahren. Das Haar wächst an den betroffenen Stellen nicht mehr nach, doch kann der Prozess der Erkrankung zum Stillstand kommen. Der Arzt nimmt eine Kopfhautbiopsie und weitere dermatologische Untersuchungen vor. Die Ursachen sind unbekannt.

Vernarbender Haarausfall und die Behandlung

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Wie ein vernarbender Haarausfall behandelt wird, hängt von seiner Form und seiner Ursache ab. Die Haare wachsen an den kahlen Stellen nicht wieder nach, doch kann mit der entsprechenden Behandlung ein Fortschreiten des vernarbenden Haarausfalls verhindert werden. Die Formen des vernarbenden Haarausfalls können folgendermaßen behandelt werden:

Lupus erythematodes: Für die äußere Behandlung können kortisonhaltige Präparate verwendet werden. In schweren Fällen kann Kortison auch innerlich angewendet werden. Die Kopfhaut muss konsequent vor Licht geschützt werden. Auf Rauchen solltest du verzichten.

Lichen ruber planus: Die Behandlung kann mit einer kortisonhaltigen Creme erfolgen, die auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Zusätzlich kann die Kopfhaut mit Kortison unterspritzt werden. Zur innerlichen Anwendung können in schweren Fällen immununterdrückende Medikamente und Kortison verordnet werden.

frontal-fibrosierende lichenoide Alpezie: Auch hier kann eine kortisonhaltige Creme auf die Kopfhaut aufgetragen, die Kopfhaut mit Kortison unterspritzt oder kortisonhaltige und immununterdrückende Medikamente zur inneren Anwendung verordnet werden.

Folliculitis decalvans: Die Behandlung sollte möglichst frühzeitig mit Antibiotika abhängig vom Erreger erfolgen.

Pilzinfektionen der Kopfhaut: Mit Breitband-Pilzmitteln können das Wachstum der Pilze gehemmt oder die Pilze abgetötet werden. Die Medikamente können zum Auftragen auf die Kopfhaut oder in Tablettenform verordnet werden. Um Erfolge zu erzielen, ist eine langfristige Behandlung erforderlich. Bei einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung können sich die Pilze wieder regenerieren.

Pseudopelade Brocq: Für diese vernarbende Alopezie ist noch keine geeignete Therapie bekannt. In einem speziellen Zentrum für seltene Haut- und Haarerkrankungen kannst du dich behandeln lassen. Eventuell kann die Ursache festgestellt werden.

Vernarbende Alopezie und Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist nicht immer geeignet, um bei einem vernarbenden Haarausfall die kahlen Bereiche aufzufüllen. Liegt eine Autoimmunerkrankung als Ursache vor, können die eigenen Haare abgestoßen werden.

Eine Alternative kann ein Haarsystem sein, dass in deine noch vorhandenen Haare integriert wird. Es wird mit speziellem Klebeband am Kopf befestigt und kann zusammen mit dem eigenen Haar gewaschen und frisiert werden. Das Haarsystem sollte alle vier Wochen abgenommen werden. Es kann gereinigt werden, während dein Haar geschnitten werden kann. Anschließend kann das Haarsystem wieder ins Haar eingearbeitet werden.

Sind die kahlen Stellen nur klein und trägst du dein Haar raspelkurz, können bei verschiedenen Formen von vernarbendem Haarausfall auch Haarpigmentierungen auf den kahlen Bereichen erfolgen. Pigmente werden in die Kopfhaut tätowiert und wirken wie Haarstoppeln.

Fazit: Vernarbender Haarausfall – frühzeitige Behandlung erforderlich

Vernarbender Haarausfall tritt in verschiedenen Formen auf und hat verschiedene Ursachen. Damit der Haarausfall nicht weiter fortschreitet, gehört die vernarbende Alopezie frühzeitig in ärztliche Behandlung. Wie vernarbender Haarausfall behandelt wird, hängt von der Ursache ab. Die Haare wachsen an den kahlen Stellen nicht wieder nach.

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Über Der Philosoph 1121 Artikel
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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