Stalker: Ex Freundin stalkt mich – was tun?

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Viele Männer fühlen sich durch ihre Ex-Freundin ganz erheblich belästigt, wenn sie nach der Trennung zum Stalker motiert. Dies ist oftmals eine große Belastung. Doch du bist dem nicht chancenlos ausgesetzt. Nachfolgend erfährst du, was man gegen einen Stalker tun kann, wie du dich gegen die permanente Belästigung am besten wehren und dich davor schützen kannst.

Stalker beeinträchtigen das Leben ganz erheblich

Ein vorübergehender Zorn oder Liebeskummer gehören noch nicht zum „Stalking“. Von diesem Phänomen wird erst dann gesprochen, wenn die Verfolgung länger anhält und sich steigert, anstatt abzunehmen. Das Handy klingelt den ganzen Tag. Hinzu kommen zig WhatsApp-Mitteilungen. Oftmals ist es so, dass jedes Telefonklingeln für das Opfer unheimlich belastend ist und es beim Piepen einer Nachricht zusammenzuckt und sich kaum noch traut, auf das Handy zu schauen. Auch nachts klingelt es oftmals Sturm an der Tür und tagsüber wird er abgepasst. Auch häufig passiert es, dass sie auf ihn einredet und versucht, ihn dazu zu überreden, dass beide die Beziehung wieder aufnehmen. Dies kann in einem gravierenden Terror enden. Diese Männer fühlen sich verfolgt, haben Angst oder sogar Alpträume und müssen im schlimmsten Fall ihr Leben umkrempeln, damit der Stalker weniger Möglichkeiten hat, Kontakt aufzunehmen. Oftmals geht dies alles über Monate oder sogar Jahre hinweg, was häufig gravierende Folgen für das eigene Leben hat.

Woran erkennst du Stalker?

Verschiedene Beispiele für Stalking-Handlungen sind:

  • zahlreiche Telefonanrufe, E-Mails oder Whatsapp-Nachrichten, auch zu unmöglichsten Zeiten, beispielsweise im Büro oder nachts
  • bedrohliche Nachrichten, zum Beispiel auf dem Anrufbeantworter
  • Mehrmals in der Woche oder sogar am Tag Kontaktversuche
  • eine ständige Anwesenheit vor der Wohnung, an der Arbeitsstelle, an bekannten Freizeitplätzen usw., das heißt, ein ständiges Auflauern
  • Liebesbriefe, Geschenke wie Blumen vor der Tür etc.
  • Sachbeschädigung, beispielsweise zerstochene Autoreifen
  • Ausspionieren von Gewohnheiten oder Daten, zum Beispiel ein Anruf bei der Krankenkasse zum Herausfinden des neuen Arbeitgebers
  • Rufschädigungen, beispielsweise im Internet
  • Anzeigen wie Sexofferten

Was kann gegen Stalker getan werden?

Der Betroffene fühlt sich von seiner Ex-Freundin oftmals sehr bedrängt und verängstigt, wenn sie ihn stalkt. Daraus resultieren häufig ein Vermeidungsverhalten, eine Abkapselung und ein Kontrollverhalten, was die Psyche ganz erheblich belasten kann. Man versucht sich auf die verschiedenste Weise, dem Stalker zu entziehen. Genauso wie sich für die Stalkerin alles nur noch um den Mann dreht, fixiert er sich aufgrund der Ängste ebenso immer mehr auf die Stalkerin. Wer davon betroffen ist, sollte die Ängste den Freunden, Bekannten und Nachbarn erzählen, statt sie für sich zu behalten, da die Öffentlichkeit einen schützen kann. Generell ist es ratsam, rasch zu reagieren, da Stalking schnell einmal zur Gewohnheit wird und der Stalker es oftmals nicht von selber einfach irgendwann wieder einstellt. Dem Stalker muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass man keinen Kontakt mehr zu ihm haben möchte und sie ihn in Ruhe lassen soll. Zudem ist es hilfreich, die Nummer zu wechseln oder eine Blacklist zu installieren und die Zugänge zu sozialen Netzwerken zu blockieren. Beim Smartphone gibt es die Möglichkeit, im App Store eine spezielle App herunterzuladen, um bestimmte Rufnummern zu blocken. Bei Telefonterror gibt es auch die Möglichkeit, sich mithilfe einer Fangschaltung zu schützen. Danach empfiehlt es sich, den Stalker völlig zu ignorieren und sich auf keinerlei weitere Kontaktwünsche einzulassen, da irgendwelche Reaktionen ihn hoffen lassen und sie sich dann wahrscheinlich wieder intensiver um ihn bemüht.

Rechtliche Möglichkeiten gegen Stalker

Verändert der Stalker sein Verhalten dann nicht, muss die Ex-Freundin angezeigt werden. Eine so genannte „Nachstellung“ stellt laut Gesetz einen Strafbestand dar und sieht eine Geldstrafe und im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe vor. Der Grund hierfür ist, dass Stalking eine Tat ist, die körperlich und psychisch eine Gefahr darstellt. Die Strafen sollten Stalker abschrecken. Stalking steht darüber hinaus oftmals mit anderen Straftatbeständen in Verbindung, beispielsweise:

  • Hausfriedensbruch
  • Nötigung und sexuelle Nötigung
  • Beleidigung
  • Körperverletzung

Am besten werden die Taten des Stalkers immer dokumentiert. Auch Zeugen vereinfachen eine eventuelle gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Stalker. Es gilt, Beweise zu sammeln. Wer von einem Stalker verfolgt wird, hat außerdem die Möglichkeit, eine Schutzanordnung zu erwirken. Ein Gericht kann dem Stalker verbieten, dass er sich dem Opfer nähert oder mit ihm Kontakt aufnimmt. Hält sich der Stalker nicht daran, werden ein Ordnungsgeld oder eine Ordnungshaft fällig.

Das richtige Vorgehen gegen einen Stalker im Überblick:

  • umissverständlich klar machen, dass kein Kontakt mehr gewünscht ist
  • Umfeld informieren
  • kompletter Kontaktabbruch zur Stalkerin
  • SMS, Whatsapp und Anrufe ignorieren
  • Rufnummer wechseln oder Blacklist für Telefon installieren (beim Anbieter nachfragen)
  • Fangschaltung beantragen
  • den Stalker in sozialen Netzwerken wie Facebook blockieren
  • Stalking-Tagebuch zum Beweis führen
  • schriftlich das Stalken dokumentieren und am besten mit Zeugen

Fazit

Stalker sind ein sehr gravierendes Thema, das nicht unterschätzt werden darf. Von einem Menschen wie der Ex-Freundin dauerhaft verfolgt zu werden, führt bei manchen Betroffenen zur traumatischen Erfahrung. Hier sollte nicht davor zurückgeschreckt werden, Anzeige zu erstatten. Wer psychisch darunter leidet, sollte sich zudem psychologische Hilfe suchen.

Über Der Philosoph (488 Artikel)
Darko Djurin (Der Philosoph) wurde am 04.05.1985 in Wien geboren. Er ist diplomierter Medienfachmann und Online Social Media Manager. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Musik Produktion, Visual Effects, Logo- & Webdesign, Portrait und Architekturfotografie und SEO – Suchmaschinenoptimierung. Seine Leidenschaft zum bloggen entdeckte er vor 12 Jahren. Der neue Mann ist nicht nur ein Projekt für ihn vielmehr sieht er es als seine Berufung seine Denkweise und Meinung auf diese Art kundzutun.

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